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Wie ist es tat­säch­lich um den Rück­halt der Bevöl­ke­rung bestellt?

Posted on 16. August 2022

Deutsch­land hat sich wie vie­le ande­re Staa­ten der Welt­ge­mein­schaft zu ehr­gei­zi­gen Kli­ma­zie­len ver­pflich­tet. Das ist auch drin­gend not­wen­dig, denn die War­nun­gen der natur­wis­sen­schaft­li­chen Kli­ma­for­schung sind seit Jah­ren ein­deu­tig: Die Begren­zung auf einen glo­ba­len Tem­pe­ra­tur­an­stieg von maxi­mal 1,5 Grad Cel­si­us ist kaum noch zu errei­chen, und auch das Fens­ter für die Ein­hal­tung der Zwei-Grad-Begren­zung wird sich in die­sem Jahr­zehnt verschließen.

Ein Gast­bei­trag von Prof. Dr. Ani­ta Engels

Das wird die Erde zwar nicht unbe­wohn­bar machen, aber in gro­ßen Welt­re­gio­nen wer­den sich die Lebens­grund­la­gen noch deut­lich ver­schlech­tern, und auch in unse­ren gemä­ßig­ten Brei­ten­gra­den wer­den wir uns auf stark ver­än­der­te Wet­ter­la­gen ein­stel­len müs­sen, die sich z.B. in einer Zunah­me von einer­seits Hit­ze­wel­len und ande­rer­seits Stark­re­gen­er­eig­nis­sen äußern können.

Ins­ge­samt ist damit zu rech­nen, dass eine deut­lich wär­me­re Welt eine Welt sein wird, in der Ver­tei­lungs­kämp­fe schär­fer wer­den und in der die jetzt schon bestehen­den glo­ba­len Ungleich­hei­ten noch ein­mal dra­ma­tisch zuneh­men wer­den. Also besteht genü­gend Anreiz, um Kli­ma­neu­tra­li­täts­zie­le ernst­haft zu verfolgen.

Umwelt­bun­des­amt beschei­nigt Deutsch­land: Maß­nah­men rei­chen nicht aus

In die­sem März hat jedoch das Umwelt­bun­des­amt der neu­en Bun­des­re­gie­rung beschei­ni­gen müs­sen, dass die poli­ti­schen Maß­nah­men bei wei­tem nicht aus­rei­chen. Wo wir eigent­lich eine jähr­li­che Min­de­rung der Treib­haus­ga­se von etwa 6 Pro­zent sehen müss­ten, lässt sich für das letz­te Jahr sogar eine Trend­um­kehr beob­ach­ten. Die natio­na­len Emis­sio­nen sind sogar um mehr als 4 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr ange­stie­gen.
Die poli­ti­schen Rah­me­be­din­gun­gen müs­sen stim­men: CLICCS Spre­che­rin Ani­ta Engels. Foto: UHH/CEN/D. Außerhofer

Deutsch­land liegt damit im welt­wei­ten Trend, denn glo­bal betrach­tet sind die Emis­sio­nen immer noch auf einem Rekord­ni­veau, trotz der pan­de­mie­be­ding­ten Effek­te, die vor allem im Jahr 2020 spür­bar waren. Die Res­sorts der Bun­des­re­gie­rung sind nun ver­pflich­tet, jeweils Sofort­pro­gram­me auf­zu­le­gen, um z.B. in den Berei­chen Ener­gie, Indus­trie, Ver­kehr und Gebäu­de die res­sort­spe­zi­fi­schen Ein­spa­rungs­zie­le mög­lichst schnell zu erreichen.

Ange­sichts der Dring­lich­keit und der Tat­sa­che, dass Deutsch­land die Not­wen­dig­keit der Emis­si­ons­min­de­run­gen seit lan­gem aner­kennt und umzu­set­zen ver­sucht, liegt die Fra­ge nahe, war­um das eigent­lich ein so schwie­ri­ges Unter­fan­gen ist. In einer umfas­sen­den inter­dis­zi­pli­nä­ren Stu­die haben wir uns im ver­gan­ge­nen Jahr daher mit gesell­schaft­li­chen Bedin­gun­gen für einen tief­grei­fen­den Kli­ma­schutz aus­ein­an­der­ge­setzt (Stamm­er et al. 2021).

»Apol­lo-Effekt« möglich

Es ist in vie­len Stu­di­en nach­ge­wie­sen wor­den, dass tech­nisch gese­hen die 1,5°-Begrenzung noch erreich­bar ist, aber wir woll­ten wis­sen, ob es unter den gege­be­nen gesell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen auch plau­si­bel ist, also rea­lis­tisch zu erwar­ten, dass die­ses Ziel ein­ge­hal­ten wird. Wir haben dazu aus dem gro­ßen Bestand sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Theo­rien zu gesell­schaft­li­chem Wan­del und zu Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­sen ein Modell her­aus­de­stil­liert, das 10 zen­tra­le Trei­ber ent­hält, die für das Errei­chen von Kli­ma­neu­tra­li­tät bis zur Mit­te des 21. Jahr­hun­derts in die rich­ti­ge Rich­tung wei­sen müss­ten. Die­se Trei­ber haben wir anhand ver­füg­ba­rer empi­ri­scher Evi­denz genau untersucht.

Kei­ner die­ser gesell­schaft­li­chen Trei­ber weist mit der aus­rei­chen­den Stär­ke bereits in die rich­ti­ge Rich­tung. Eini­ge Trei­ber las­sen durch­aus posi­ti­ve Ten­den­zen erken­nen, so etwa die Kli­ma­po­li­tik der Ver­ein­ten Natio­nen, trans­na­tio­na­le Initia­ti­ven, kli­ma­be­zo­ge­ne Regu­lie­rung, Gerichts­ver­fah­ren zum Kli­ma­wan­del, der Kapi­tal­ab­zug aus fos­si­len Wirt­schafts­be­rei­chen (Dive­st­ment) und die Wis­sens­pro­duk­ti­on. Auch bei die­sen Trei­bern ist die Dyna­mik aber noch nicht stark genug, um die Pari­ser Kli­ma­schutz­zie­le bis 2050 zu erreichen.

Die bei­den Trei­ber Jour­na­lis­mus und Kli­ma­pro­tes­te konn­ten im Hin­blick auf die Fra­ge, ob sie als gesell­schaft­li­che Vor­aus­set­zung für Kli­ma­schutz wirk­sam wer­den oder nicht, noch nicht abschlie­ßend bewer­tet wer­den. Ins­be­son­de­re bei den Kli­ma­pro­tes­ten mag das über­ra­schen, aber hier muss berück­sich­tigt wer­den, dass star­ke Kli­ma­pro­tes­te oft auch star­ke Gegen­be­we­gun­gen mit sich bringen.

Für zwei wei­te­re Trei­ber konn­te gar gezeigt wer­den, dass sie glo­bal bis­her auf einen wei­te­ren Anstieg der Emis­sio­nen hin­deu­ten, also weg von den Pari­ser Kli­ma­zie­len füh­ren. Dabei han­delt es sich um das Kon­sum­ver­hal­ten und die Unter­neh­mens­stra­te­gien. Ins­ge­samt sind wir so zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass die Ein­hal­tung der Pari­ser Kli­ma­zie­le daher unter den momen­ta­nen gesell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nicht rea­lis­tisch zu erwar­ten ist.

Wel­chen Ein­fluss hat der Krieg Russ­lands gegen die Ukraine?

Wir neh­men mit die­sem Ana­ly­se­rah­men ein jähr­li­ches Update vor, im Herbst wer­den wir. Im Herbst wer­den wir dazu eine neue Ver­öf­fent­li­chung vor­le­gen. Dabei spielt natür­lich auch die Fra­ge eine Rol­le, wel­chen Ein­fluss der Krieg Russ­lands gegen die Ukrai­ne spie­len wird. Wie der Prä­si­dent des Umwelt­bun­des­amts jüngst sag­te, ist es durch­aus mög­lich, dass unter dem Ein­druck die­ser gra­vie­ren­den glo­ba­len Kri­se ein so genann­ter »Apol­lo-Effekt« ent­steht, das heißt das eine bis­her nie dage­we­se­ne gemein­sa­me Kraft­an­stren­gung und Koor­di­na­ti­ons­leis­tung mög­lich wird, mit der bis­her nie­mand gerech­net hätte.

Sicher ist nur, dass Deutsch­land sei­ne Abhän­gig­keit von rus­si­schen Öl‑, Gas und Koh­le­im­por­ten deut­li­cher hät­te redu­zie­ren kön­nen, wenn die poli­ti­sche Ener­gie im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt tat­säch­lich mit vol­ler Kraft in die Ener­gie­wen­de geflos­sen wäre. Wenn wir uns nun kon­kret mit der Fra­ge beschäf­ti­gen, wie ver­schie­de­ne gesell­schaft­li­che Akteu­re in Deutsch­land denn nun dazu bei­tra­gen kön­nen, der Umset­zung der Pari­ser Kli­ma­zie­le doch wie­der näher­zu­kom­men, fal­len zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten ins Auge.

Aus sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve ist es an die­ser Stel­le ganz zen­tral, dass dabei nicht nur auf die Ver­ant­wor­tung der ein­zel­nen Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten geschaut wird. Auf deren Rol­le wer­de ich wei­ter unten ein­ge­hen, aber es ist wich­tig zu ver­ste­hen, dass wir es mit sys­te­mi­schen Pro­ble­men zu tun haben, die die Ein­fluss­mög­lich­kei­ten der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger weit überschreiten.

Daher kommt der Poli­tik gera­de eine wirk­lich wich­ti­ge Steue­rungs­funk­ti­on zu. Die­se Steue­rungs­er­for­der­nis­se gehen weit über das Mit­tel der all­ge­mei­nen CO2-Beprei­sung hin­aus, auch wenn die­ser Ansatz in der VWL ger­ne als Leit­in­stru­ment der Kli­ma­schutz­po­li­tik pro­kla­miert wird. Hier geht es um sehr grund­le­gen­de Infra­struk­tur­ent­schei­dun­gen und um lang­fris­ti­ge Pla­nungs­si­cher­heit, so dass die Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen, die in die­sem Jahr­zehnt getrof­fen wer­den, schnellst­mög­lich eine kli­ma­neu­tra­le Zukunft ermöglichen.

Kli­ma­schutz­po­li­tik braucht Rüch­halt in der Bevölkerung

Dafür sind z.B. die Regeln für die Finanz­märk­te zen­tral. Dass die­se Regeln nicht selbst­ver­ständ­lich in die rich­ti­ge Rich­tung zei­gen, hat sich an der kürz­lich ver­ab­schie­de­ten EU Taxo­no­mie gezeigt, nach der Gas­kraft­wer­ke noch für einen lan­gen Zeit­raum als kli­ma­freund­lich aus­ge­wie­sen wer­den kön­nen. Auch in ande­ren Berei­chen wie dem Flug­ver­kehr, der Logis­tik oder dem Agrar­be­reich sind wich­ti­ge Wei­chen­stel­lun­gen erfor­der­lich, die nicht von den ein­zel­nen Wirt­schafts­ak­teu­ren erwar­tet wer­den kön­nen, son­dern einer poli­ti­schen Koor­di­na­ti­on bedür­fen. In der Bau­bran­che hängt extrem viel von der Schaf­fung ver­bind­li­cher Stan­dards und Rah­men­be­din­gun­gen­ab. Auch die Kom­pe­tenz­ent­wick­lung, die eine flä­chen­de­cken­de Exper­ti­se für ener­gie­spa­ren­des und kli­ma­freund­li­ches Bau­en gewähr­leis­ten wür­de, steht hier erst in den Anfängen.

Die 10- oder 15-Minu­ten-Stadt: Kur­ze Wege für alle Lebens­be­rei­che bringt weni­ger Ver­kehr und mehr Lebensqualität

Das fängt schon bei der rich­ti­gen Berech­nung der Kli­ma­ef­fek­te in der Bau­pla­nung an. Bis­her wer­den die so genann­ten grau­en Emis­sio­nen für den Neu­bau nicht annä­he­rungs­wei­se ange­mes­sen berück­sich­tigt. Hier bestehen also zahl­rei­che struk­tu­rel­le Ände­rungs­er­for­der­nis­se. In einem umfang­rei­chen Gut­ach­ten haben wir im Len­kungs­kreis der Wis­sen­schafts­platt­form Kli­ma­schutz jüngst aus­buch­sta­biert, wo wir aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht der­zeit drin­gend Hand­lungs­be­darf für die Bun­des­re­gie­rung sehen (WPKS 2021).

Offen­sicht­lich lässt sich auch die ambi­tio­nier­tes­te Kli­ma­schutz­po­li­tik aber nur umset­zen, wenn auch genü­gend Rück­halt in der Bevöl­ke­rung dazu vor­han­den ist. Daher kommt den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern eben­falls eine wich­ti­ge Funk­ti­on zu – es kommt eben auf das Zusam­men­wir­ken an. Gera­de in den Trans­for­ma­ti­ons­be­rei­chen Gebäu­de und Ver­kehr wird die­se enge Zusam­men­ar­beit erfor­der­lich sein. Es wird nicht aus­rei­chen, ein­fach auf Elek­tro­mo­bi­li­tät umzu­stel­len. Die Gesell­schaft muss sich lang­fris­tig auf ande­re Wohn‑, Arbeits- und Mobi­li­täts­mo­del­le ein­stel­len. Im Gebäu­de­be­reich lässt sich eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung viel effek­ti­ver quar­tiers­wei­se umset­zen als Haus für Haus.

Vom Betrof­fe­nen zum Beteiligten

Die 10- oder 15-Minu­ten-Stadt fasst wesent­li­che Ansprü­che zusam­men, die auch dem Kli­ma­schutz sehr ent­ge­gen­kom­men wür­den. Kur­ze Wege für die Funk­tio­nen aller wich­ti­gen Lebens­be­rei­che erüb­ri­gen den moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr wei­test­ge­hend und ver­bes­sern zudem die Lebens­qua­li­tät enorm: weni­ger Schad­stoff­be­las­tung, mehr Bewe­gung, mehr sozia­le Kon­tak­te. Das setzt aber vor­aus, dass Men­schen den Umgang mit­ein­an­der wie­der so ein­üben, dass sie auch bei Inter­es­sens­kon­flik­ten kon­struk­ti­ve Lösun­gen fin­den kön­nen. An vie­len Orten wer­den der­zeit Real­la­bo­re durch­ge­führt, in denen sol­che Expe­ri­men­te unter wis­sen­schaft­li­cher Beglei­tung und zum Teil Ver­mitt­lung durch­ge­führt wer­den. Das ist jedoch noch sehr ausbaufähig.

Für die Ein­zeln ist es zunächst wich­tig, dass sie von Betrof­fe­nen zu Betei­lig­ten wer­den kön­nen. So ist die Grün­dung von Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten ein guter Weg, um aktiv die Ener­gie­wen­de vor­an­zu­trei­ben und von der Umset­zung auch wirt­schaft­lich zu pro­fi­tie­ren. Gera­de hier müs­sen die staat­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen aber noch sehr ver­bes­sert werden.

Mas­sen­haf­ter Wech­sel zu grü­nen Strom­an­bie­tern sen­det wich­ti­ges Signal an Energiekonzerne

Auch in ande­ren Berei­chen kön­nen die Kon­su­men­tin­nen und Kon­su­men­ten nicht nur ihren eige­nen CO2-Fuß­ab­druck ver­rin­gern, son­dern auch poli­ti­sche Signa­le sen­den. Der mas­sen­haf­te Wech­sel zu einem kli­ma­neu­tra­len Strom­an­bie­ter ist bei­spiels­wei­se mit einem Mini­mal­auf­wand zu errei­chen und sen­det ein wich­ti­ges Signal an die Strom­ver­sor­ger. Sich in der Nach­bar­schaft zusam­men­zu­schlie­ßen und gemein­sam auf Fili­al­lei­tun­gen ein­zu­wir­ken, dass sie ihr Waren­an­ge­bot in Rich­tung kli­ma­freund­li­cher Pro­dukt­pa­let­te umstel­len, ist sicht­ba­rer und effek­ti­ver als jeweils ein­zeln bei einer Kauf­ent­schei­dung die Kli­ma­wir­kung der Pro­duk­te zu berücksichtigen.

In mei­ner sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen For­schung zu den gesell­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für Kli­ma­schutz sehe ich zudem gera­de, dass sich die Zivil­ge­sell­schaft mas­sen­haft orga­ni­siert, um gemein­sam die Wei­chen in Rich­tung Kli­ma­neu­tra­li­tät zu set­zen. Bis­her ist das aber an vie­len Stel­len noch sehr frag­men­tiert und unver­bun­den. In den nächs­ten Jah­ren wird es des­halb dar­auf ankom­men, all die­se Initia­ti­ven bes­ser zu ver­net­zen und sie auch durch die Ver­bes­se­rung der staat­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für das Ehren­amt zu unterstützen.

Letzt­lich rei­chen hier sogar die Dis­kus­sio­nen um ein bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men mit hin­ein. Ins­ge­samt gibt es dazu noch gro­ßen For­schungs­be­darf, aber es ist offen­sicht­lich, dass eine Bevöl­ke­rung, die von grund­le­gen­den Exis­tenz­sor­gen befreit ist, sich mit ande­rer Ener­gie und Krea­ti­vi­tät der gemein­sa­men Beschäf­ti­gung mit Trans­for­ma­ti­ons­auf­ga­ben wid­men kann. Es gibt also vie­le Mög­lich­kei­ten, gemein­sam die Mühen der Ebe­ne zu über­win­den. Jeder und jede Ein­zel­ne kann einen Bei­trag dazu leis­ten, aber es kommt sehr dar­auf an, dass auch die poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen dafür in den nächs­ten weni­gen Jah­ren geschaf­fen und aus­ge­baut werden.

Pho­to by Loïc Für­hoff on Uns­plash


Zur Autorin

Ani­ta Engels ist Spre­che­rin des Exzel­lenz­clus­ters für Kli­ma­for­schung “Cli­ma­te, Cli­ma­tic Chan­ge, and Socie­ty (CLICCS)” der Uni­ver­si­tät Ham­burg. Sie ana­ly­siert die Kli­ma­schutz­stra­te­gien gro­ßer glo­bal ope­rie­ren­der Wirt­schafts­un­ter­neh­men und enga­giert sich in der wis­sen­schaft­li­chen Politikberatung.

Die­ser Arti­kel ist zuerst in der Immo­zeit erschienen.

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