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NOlym­pia PM: Ist die Schu­le ein beson­ders geschütz­ter Raum für poli­ti­sche Bildung?

Posted on 16 März um 12:34 Uhr

Am 5.02. erhiel­ten die Schul­post­fä­cher in Ham­burg eine Email mit einem “Schul­brief”, der sich an alle Schul­lei­tun­gen und Lehr­kräf­te wen­de­te. Auf dem Brief­kopf der “Behör­de für Inne­res & Sport”, im Olym­pia­kam­pa­gnen-Look und unter­schrie­ben vom Vor­pro­jekt­team für die Olym­pi­schen und Para­lym­pi­schen Spie­le wur­de dem Lehr­kör­per anläß­lich des bevor­ste­hen­den Refe­ren­dums fol­gen­des angekündigt:
1. Unter­richts­ma­te­ria­li­en zu Olym­pi­schen Wer­ten und dem Ham­bur­ger Bewerbungskonzept
2. Unter­stüt­zung bei der Ein­bin­dung in schul­sport­li­che Veranstaltungen
3. Auf­ruf zu ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment von Lehr­kräf­ten und Schü­le­rin­nen und Schü­lern als Volunteers
Inter­es­sier­te konn­ten sich an olympia-​paralympics@​sommerspiele.​hamburg.​de wenden.
Die Leh­rer wer­den ange­regt Mate­ria­li­en noch vor dem Olym­pia­re­fe­ren­dum am 31.05. zu verwenden.

Am 4.03. ver­schick­te das Vor­pro­jekt­team inter­es­sier­ten Lehr­kräf­ten bereits Unter­richts­ma­te­ria­li­en; eben­falls im Olym­pia­kam­pa­gnen-Look. Dem­zu­fol­ge soll­ten alle ande­ren Lehr­kräf­te Ende der Woche vom 9. März von der Behör­de für Schu­le, Fami­lie und Berufs­bil­dung zen­tral mit die­sen Unter­richts­ma­te­ria­li­en ver­sorgt werden.

Schul­brief und Vor­ankün­di­gung ver­wei­sen auf Mate­ria­li­en zu einem Bür­gerrefe­ren­dum ggü. einem Volks­ent­scheid, was sach­lich falsch ist: der anste­hen­de demo­kra­ti­sche Pro­zeß ist ein Bür­gerschaftsrefe­ren­dum. In den Unter­richts­ma­te­ria­li­en ist dies zutref­fend benannt. Der Abstim­mungs­be­ginn (24.04. vs. 22.04.)wird in Unter­richts­ma­te­ria­li­en teil­wei­se falsch angegeben.

Die Klas­sen 8–10 wer­den zum Abschluss der Unter­richts­ein­hei­ten unter der Über­schrift “Was könn­tet ihr nun kon­kret tun?” für wei­te­re Infor­ma­tio­nen aus­schließ­lich auf die Olym­pia­be­wer­bungs­sei­te des Senats im Kleid sei­nes Sport­kon­zepts (Acti­ve City) ver­wie­sen. Quel­len­ver­lin­kun­gen in den Mate­ria­li­en sind ent­we­der im Ver­hält­nis 2:1 oder aus­schließ­lich aus olym­pia­freund­li­chen Quellen.
Im Beu­tels­ba­cher Kon­sens, der poli­ti­sche Bil­dung im schu­li­schen Kon­text seit lan­gem prägt, heißt es dazu, dass Schü­le­rin­nen und Schü­ler nicht im Sin­ne einer poli­ti­schen Posi­ti­on beein­flusst wer­den sol­len (Indok­tri­na­ti­ons­ver­bot).

Weder die Unter­la­gen für die Klas­sen 8–10 noch die für die Klas­sen 11–13 för­dern die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Tool des Bür­ger­schafts­re­fe­ren­dums in sei­nen olym­pia­be­wer­bungs­be­zo­ge­nen Ent­ste­hun­gungs- und bis­lang aus­schließ­li­chen Anwen­dungs­kon­text ein. Kei­ne der Unter­la­gen bin­det das zivil­ge­sell­schaft­li­che Instru­ment der Stel­lung­nah­me ein, das 2015 und auch 2026 zur Anwen­dung kommt und wel­ches in beson­de­rem Maße die Kon­tro­ver­si­tät des Anlie­gens auf den Punkt bringt. Das Beu­tels­ba­cher Prin­zip des Gebots der Kon­tro­ver­si­tät for­dert im schu­li­schen Kon­text, dass poli­tisch-gesell­schaft­lich kon­tro­ver­ses auch im Unter­richt kon­tro­vers dar­ge­stellt wer­den soll.
Die demo­kra­ti­schen Anfor­de­run­gen an eine Stel­lung­nah­me kreu­zen das Unter­schrif­ten­er­for­der­nis von 10 Tau­send (wie bei einer Volks­in­itia­ti­ve) mit der Samm­lungs­frist von 3 Wochen (wie bei einem Volks­be­geh­ren) und sind damit eine Beson­der­heit die­ses Verfahrens.
NOlym­pia hat­te am 21.02. knapp 20 Tau­send Unter­schrif­ten für sei­ne Stel­lung­nah­me beim Lan­des­wahl­lei­ter ein­ge­reicht. Im Unter­schied zu Senat und Bür­ger­schaft darf NOlym­pia den Wort­laut der ein­ge­reich­ten Stel­lung­nah­me seit dem 15.01., dem Zeit­punkt der Bean­tra­gung des Stel­lung­nah­me­an­sin­nens, nicht mehr ver­än­dern. Gleich­zei­tig hat der Senat erst am 11.03. begon­nen, wei­te­re Details (ins­be­son­de­re zur Finan­zie­rung) zu veröffentlichen.

“Den Staats­or­ga­nen ist es von Ver­fas­sungs wegen ver­sagt, sich in amt­li­cher Funk­ti­on im Hin­blick auf Wah­len mit poli­ti­schen Par­tei­en oder Wahl­be­wer­bern zu iden­ti­fi­zie­ren und sie unter Ein­satz staat­li­cher Mit­tel zu unter­stüt­zen oder zu bekämp­fen, ins­bes durch Wer­bung die Ent­schei­dung des Wäh­lers zu beein­flus­sen”(BVerfGE 44,125). “Als Anzei­chen für eine Grenz­über­schrei­tung zur unzu­läs­si­gen Wahl­wer­bung kommt wei­ter­hin ein Anwach­sen der Öffent­lich­keits­ar­beit in Wahl­kampf­nä­he in Betracht[…];ebenda.

Eine Schul­tour mit Podi­ums­dis­kus­sio­nen von Pro- und Con­tra-Ver­tre­tern wie in 2015 (It’s your choice tour) lehn­ten die Regie­rungs­par­tei­en und die CDU im übri­gen für 2026 ab (Drs. 23_03284)

Dazu Eck­art Maud­rich, Pres­se­spre­cher von NOlym­pia: „Zu einem Zeit­punkt wo die Regie­rungs­par­tei­en sich über die ver­meint­li­chen Fes­seln des Neu­tra­li­täts­ge­bots bei Volk­ent­schei­den mokie­ren, ist es erstaun­lich wie unre­flek­tiert die Schul­be­hör­de der Ham­bur­ger Olym­pia­wer­be­ab­tei­lung direk­ten Zugang zu den Lehr­kräf­ten ermög­licht, Vol­un­tee­ring Avan­cen zulässt, sach­lich fal­sche Anmo­de­ra­ti­on mit­trägt, Unter­richts­ma­te­ria­li­en auf Olym­pia­be­wer­bungs­pa­pier aus­hän­di­gen lässt, die eine deut­li­che Quel­len­un­wucht zu Guns­ten der Olym­pia­wer­be­ab­tei­lung und olym­pia­freund­li­chen Quel­len haben und wesent­li­che his­to­ri­sche Kon­tex­te des Tools Bür­ger­schafts­re­fe­ren­dum und der zivil­ge­sell­schaft­li­chen Ein­fluss­nah­me gänz­lich unter den Tisch fal­len las­sen wäh­rend der Senat mit 18 Mil­lio­nen Euro Olym­pia­bud­get und Droh­nen geschwän­ger­ter Luft sicher­stellt, dass die Olym­pia-CI von Schul­ma­te­ria­li­en und Wer­bung 360-mäßig aus einem Guss kommt.”

Für Rück­fra­gen:
Kon­takt: Cla­ra Ihring und Eck­art Maud­rich, Pres­se­spre­cher NOlympia-Hamburg
E‑Mail: presse@​nolympia-​hamburg.​de
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf: www​.nolym​pia​-ham​burg​.de und fair​spie​len​.de

Über NOlym­pia Hamburg

NOlym­pia Ham­burg hat sich anläss­lich Ham­burgs Olym­pia­be­wer­bung 2015 for­miert, um über Risi­ken und Neben­wir­kun­gen von Spie­len in Ham­burg kri­tisch zu infor­mie­ren. Mit­te 2025 muss­te die Arbeit erneut auf­ge­nom­men wer­den, weil der Senat sich wie­der mas­siv Steu­er­mit­tel hat geneh­mi­gen las­sen, um sei­ne Wahr­heit über alle Stim­men und Abstim­mungs­er­geb­nis­se hin­weg durch­zu­set­zen und dadurch eine aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on akut gefähr­det ist. NOlym­pia bin­det ande­re Stim­men der Stadt ein. Die Viel­stim­mig­keit löst sich nicht in der Gestalt eines Bünd­nis­ses auf.

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