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Reprä­sen­ta­ti­ve Umfra­ge: Hohe Zustim­mung zum schnel­le­ren Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien als Ant­wort auf Abhän­gig­keit von Öl und Gas

Posted on Gestern um 10:58 Uhr

Eine reprä­sen­ta­ti­ve for­sa-Umfra­ge im Auf­trag der Kli­ma-Alli­anz Deutsch­land zeigt: Drei Vier­tel der Bevöl­ke­rung wol­len einen schnel­le­ren Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien, um unab­hän­gi­ger von Öl- und Gasim­por­ten zu wer­den. In den Anhän­ger­schaf­ten von CDU und CSU, SPD, Grü­nen und Lin­ken liegt die Zustim­mung jeweils über 80 Pro­zent. Am 13. Okto­ber dis­ku­tiert der 5. Deut­sche Kli­ma­tag in Ber­lin unter dem Mot­to “Kli­ma­schutz mit Anschluss”, wie der Umstieg auf Erneu­er­ba­re gelin­gen kann.

Die Unter­stüt­zung für mehr Tem­po beim Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien zieht sich durch nahe­zu alle Wäh­ler­grup­pen. In der Gesamt­be­völ­ke­rung spre­chen sich 75 Pro­zent für eine Beschleu­ni­gung aus, unter den Anhän­ge­rin­nen und Anhän­gern von CDU und CSU sind es 84 Pro­zent, bei der SPD 97 Pro­zent, bei Grü­nen und Lin­ken ist die Zustim­mung nahe­zu geschlos­sen. Auch beim Blick auf die Wirt­schaft über­wiegt die Zustim­mung. 54 Pro­zent sind der Mei­nung, dass der Aus­bau der Erneu­er­ba­ren die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen Wirt­schaft lang­fris­tig stärkt, etwa durch güns­ti­ge­re Ener­gie. Auch hier lie­gen die Zustim­mungs­wer­te bei den Anhän­ge­rin­nen und Anhän­gern der Regie­rungs­par­tei­en CDU und CSU (62 Pro­zent) sowie der SPD (80 Pro­zent) über dem Durchschnitt.

Isa­bel Rut­kow­ski, Spre­che­rin der Kli­ma-Alli­anz Deutsch­land und Bun­des­vor­sit­zen­de der Katho­li­schen Land­ju­gend­be­we­gung Deutsch­lands, sagt: “Wer glaubt, mit einem lang­sa­me­ren Aus­bau auf Stim­men in der Bevöl­ke­rung zu reagie­ren, soll­te sich die­se Zah­len genau anse­hen. Die Erwar­tung, dass Deutsch­land schnel­ler unab­hän­gig von Öl- und Gasim­por­ten wird, fin­det in nahe­zu allen Wäh­ler­schaf­ten eine Mehr­heit, in den meis­ten liegt die Zustim­mung sogar über 80 Pro­zent. Für die Ener­gie­po­li­tik heißt das, dass die Mehr­heit beim Tem­po des Aus­baus nicht im Weg steht, son­dern vorangeht.”

Die Teil­neh­men­den wur­den auch danach gefragt, wie die Poli­tik lang­fris­tig auf hohe Ener­gie­prei­se reagie­ren soll­te. Gleich­auf an der Spit­ze ste­hen dabei ein stär­ke­rer Aus­bau und eine stär­ke­re För­de­rung von Bus, Bahn und Rad­we­gen mit 82 Pro­zent sowie eine Sen­kung der Strom­steu­er für alle mit 79 Pro­zent. Für bei­de Maß­nah­men ist auch eine gro­ße Mehr­heit der Anhän­ge­rin­nen und Anhän­ger der Regie­rungs­par­tei­en: So sind 75 Pro­zent der Uni­ons- und 89 Pro­zent der SPD-Wäh­ler­schaft für den Aus­bau der öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel. 73 Pro­zent aller Befrag­ten hal­ten bes­se­re För­der­pro­gram­me für Gebäu­de­sa­nie­rung und den Aus­tausch alter Hei­zun­gen für wich­tig, 64 Pro­zent ein deut­lich güns­ti­ge­res Deutsch­land­ti­cket und 60 Pro­zent eine ein­fa­che­re För­de­rung für den Umstieg auf klei­ne, bezahl­ba­re Elektroautos.

Vivia­ne Rad­datz, Geschäfts­füh­re­rin Netz­werk und Gesell­schaft der Kli­ma-Alli­anz Deutsch­land, kom­men­tiert: “Die Men­schen sagen ziem­lich genau, was sie erwar­ten. Schnel­le­rer Aus­bau von Wind und Son­ne, Bus­se und Bah­nen, die fah­ren und bezahl­bar sind, und eine För­de­rung für den Hei­zungs­tausch, auf die man sich ver­las­sen kann. Hin­ter jeder die­ser Maß­nah­men steht eine kla­re Mehr­heit, auch unter den Anhän­ge­rin­nen und Anhän­gern der bei­den Regie­rungs­par­tei­en. Die Bun­des­re­gie­rung soll­te die­se Erwar­tung nicht län­ger aus­brem­sen, wie sie es mit den Plä­nen zum Netz­pa­ket, zur EEG-Novel­le oder zu Haus­halts­kür­zun­gen beim Schie­nen­netz tut, son­dern jetzt Beschlüs­se für Men­schen und Wirt­schaft in unse­rem Land fassen.”

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