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„Ich habe gera­de ande­re Probleme.“

Posted on 13. August 2019

Lebens­pha­sen und Nachhaltigkeit

„Es gibt im Leben man­ches­mal Momen­te, wo man die­ses oder jenes machen könn­te…“, sich z.B. spon­tan für einen Gemü­­se-Bur­­ger ent­schei­det und gegen ein Schnit­zel, fürs Rad und gegen das Auto. Und es gibt im Leben grund­sätz­li­che Wei­chen­stel­lun­gen für einen mehr oder weni­ger nach­hal­ti­gen Lebensstil.

Gebo­ren wer­den wir in eine Umwelt, die der Stand der Eltern bzw. Mut­ter in der Gesell­schaft prägt. Vie­le heu­te über 70-Jäh­ri­­ge haben noch immer die Hem­mung, Lebens­mit­tel und Gebrauchs­ge­gen­stän­de weg­zu­wer­fen — die Ent­beh­run­gen der Nach­kriegs­zeit wir­ken nach. Heu­te wach­sen die meis­ten – nicht alle! — Kin­der in Sicher­heit und Über­fluss im Kin­der­zim­mer auf. Nur weni­ge Kin­der­wün­sche blei­ben uner­füllt. Auch das prägt. Und darf ich als Schüler*in selbst­ver­ant­wort­lich zur Schu­le radeln oder chauf­fiert mich Mut­ter im SUV?

Im ers­ten Lebens­jahr­zehnt wach­sen auch Empa­thie, die Sen­si­bi­li­tät für ande­re, für Kli­­ma- und Umwelt­schutz. Mit hei­li­gem Ernst spen­den Kin­der ihr Taschen­geld für Kata­s­tro­­phen-Opfer, wei­sen sie Fleisch von getö­te­ten Tie­ren zurück. Was dar­aus wird, hängt auch von den Erzie­hungs­per­so­nen ab.

In der Puber­tät geht es dann eher um Sel­fies („wer bin ich?“), um das ande­re Geschlecht, die eige­ne Posi­ti­on in der Gesell­schaft als um nach­hal­ti­ges Ver­hal­ten. Gut­mensch ist out, cool ist in. Die „Fri­days for future“-Teenies bestä­ti­gen die Regel – und geben Hoffnung.

Berufs- und Arbeits­platz­wahl: eine sehr grund­sätz­li­che Wei­chen­stel­lung für das Nach­hal­­ti­g­keits-Selb­st­­ver­­­stän­d­­nis. Schon immer waren dabei neben dem Ver­dienst sozia­le Zie­le für vie­le sehr wich­tig. Öko­lo­gi­sche Zie­le sind im Kom­men: High­tec for future!

Bei der Fami­li­en­grün­dung und Kin­der­er­zie­hung polen die Klei­nen einen um: Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit und Zukunfts­fä­hig­keit wer­den unver­mit­telt zur „natür­li­chen“ Leit­li­nie. Durch­aus auch bei jenen, die ihr gutes Ein­kom­men bis­her in einen (über-)großen öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck investierten.

Die Ent­schei­dung, als (wohl­ha­ben­der) Groß­städ­ter ein Auto durch Bus und Bahn bzw. das Fahr­rad zu erset­zen und kein Ein­fa­mi­li­en­haus zu bau­en, bringt ent­schei­den­de Plus­punk­te auf dem Nach­hal­tig­keits­kon­to des Lebens. Ähn­lich die Urlau­be: Berg­wan­dern in den Alpen statt all inclu­si­ve in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik – die CO2-Emis­­si­ons­­men­­gen unter­schei­den sich drastisch.

Sind die Kin­der aus dem Haus, ori­en­tiert man sich neu – pas­sen die eige­nen Inter­es­sen zu einem glo­bal ver­ant­wort­ba­ren Leben? Plant man, spä­ter zuguns­ten der Fami­lie eines Kin­des in eine „ange­mes­sen“ klei­ne­re Woh­nung zu zie­hen („smart homes for best agers“)?

Als Ruheständler*in habe ich mich meis­tens end­gül­tig ein­ge­rich­tet: Das häus­li­che Umfeld, auch die Klei­dung brau­chen kei­ne up-dates mehr. Mei­ne Bedürf­nis­se wer­den imma­te­ri­el­ler, ich ent­de­cke Natur und Gemein­schaft. Aber das Rei­sen! Die Tou­ris­mus­wer­bung für Kreu­z­­fahrt-Kom­­fort ist äußerst erfolg­reich. Nach­hal­ti­ge Alter­na­ti­ven für Älte­re muss man suchen. Vie­le den­ken sich aber auch, dass sie ohne­hin nicht mehr die gan­ze Welt sehen kön­nen und dass Natur und Kli­ma in Mit­tel­eu­ro­pa ein­fach gesün­der sind als in Ägypten.

In jeder Lebens­la­ge stellt man klei­ne und gro­ße Wei­chen für oder gegen ein ver­ant­wort­li­ches, zukunfts­fä­hi­ges Ver­hal­ten. Sich des­sen bewusst zu sein, ist der ers­te Schritt.

Bild von Lor­raine Cor­mier auf Pixabay

Über den Autor: Dr. Hans-Joa­­chim Menzel

Dr. iur. Hans-Joa­­chim Men­zel ist Jurist, Autor, Mit­grün­der und lang­jäh­ri­ger Spre­cher beim „Zukunfts­rat Ham­burg”. Er war Bun­des­vor­sit­zen­der von „terre des hom­mes — Hil­fe für Kin­der in Not welt­weit” und ist ehren­amt­lich in sozia­len, öko­lo­gi­schen und Nach­hal­­ti­g­keits-Initia­­ti­­ven engagiert.

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