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Es wur­de ein Debakel

Posted on 19. April 2020

Als Horst Köh­ler, Bun­des­prä­si­dent a.D., am 15. Novem­ber letz­ten Jah­res die Future Sus­taina­bi­li­ty Con­fe­rence 2019 in Ham­burg Wil­helms­burg mit einer Grund­satz­re­de eröff­ne­te, konn­te er wohl nicht wis­sen, dass bereits ein paar Wochen spä­ter die Coro­na-Pan­de­mie ihren Anfang in Wuhan neh­men wür­de. In sei­ner Rede sag­te er:

Wie set­zen wir den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess hin zu einer nach­hal­ti­gen Gesell­schaft in Gang? Dabei ist klar: Eine Trans­for­ma­ti­on wird kom­men, so oder so – als poli­ti­scher Auf­bruch oder als poli­ti­sches Deba­kel, „by design or by dis­as­ter“. Und klar ist auch, dass wir schon viel Zeit ver­lo­ren haben.

Horst Köh­ler

Nun – es wur­de ein Deba­kel. Wie­der ein­mal muss­te das Busi­ness as usu­al unter­bro­chen wer­den, weil damit die Kri­se nicht zu bewäl­ti­gen ist: Trotz Vor­war­nun­gen der Wis­sen­schaft waren bereits vor Jah­ren erar­bei­te­te Not­fall­kon­zep­te nicht umge­setzt wor­den, die Gesund­heits- und Pfle­ge­sys­te­me waren per­so­nell aus­ge­zehrt, drin­gend not­wen­di­ges Mate­ri­al nicht bevor­ra­tet, die benö­tig­ten Bet­ten abge­baut wor­den. Selbst mit viel Geld konn­ten die zusam­men­ge­bro­che­nen Lie­fer­ket­ten nicht ersetzt wer­den und hier­zu­lan­de waren Her­stell­ka­pa­zi­tä­ten längst abge­baut. „Wir waren besof­fen vom Erfolg“, sag­te die ehe­ma­li­ge Minis­ter­prä­si­den­tin Hei­de Simo­nis, als sie auf das HSH-Nord­bank­de­ba­kel zurück­schau­te. Das kann man auch von der Inves­ti­ti­ons- und Han­dels­po­li­tik der letz­ten zwei Jahr­zehn­te sagen, in Deutsch­land, in der EU, weltweit.

Köh­ler, den Volks­wirt­schaft­ler und ehe­ma­li­gen Staats­se­kre­tär im CDU-Finanz­mi­nis­te­ri­um und geschäfts­füh­ren­den Direk­tor des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF), kann man schwer­lich als rote Socke oder grü­nen Ver­bots­po­li­ti­ker abstem­peln, wenn er in der genann­ten Rede John May­nard Keynes mit einem Satz zitiert, den auch die Keyne­sia­ner gern unterschlagen:

Es ist am Staat, die Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die nie­mand trifft, wenn der Staat sie nicht trifft.

John May­nard Keynes

Zur Bewäl­ti­gung der aku­ten Coro­na-Kri­se hat sich der Staat selbst wie­der­ent­deckt, kann plötz­lich han­deln und ent­fal­tet sei­ne Gestal­tungs­kraft, ja sogar Mut.

Köh­ler hat­te aktiv am Zustan­de­kom­men der Agen­da 2030 mit­ge­wirkt und führt in sei­ner Rede wei­ter fort:

Alle wis­sen, dass das Kli­ma­schutz­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung bei wei­tem nicht reicht. Ein Rich­tungs­wech­sel ist nötig. … Mut­lo­sig­keit gefähr­det unse­re Demo­kra­tie. Die in der Poli­tik so belieb­te Metho­de des Zeit­kau­fens geht nicht. Mit Kli­ma kann man nicht ver­han­deln. Der Spiel­raum für zukünf­ti­ge Kor­rek­tu­ren wird so genom­men. … Zukunfts­auf­ga­be für Deutsch­land ist, auf­bau­end auf sozia­ler Markt­wirt­schaft eine öko­lo­gisch-sozia­le Markt­wirt­schaft auf­zu­bau­en. Es erfor­dert Anrei­ze, Ter­mi­ne und Verbote.

Horst Köh­ler

Bei den Vor­be­rei­tun­gen der kom­men­den Legis­la­tur­pe­ri­ode darf Ham­burg sei­ne Gestal­tungs­chan­ce nicht ver­spie­len. Die Chan­ce kommt nicht zurück. In fünf Jah­ren ist der Spiel­raum für zukünf­ti­ge Kor­rek­tu­ren erheb­lich klei­ner. Nur Mut!

Pho­to by Allie Smith on Unsplash

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