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19.423 Unter­schrif­ten für demo­kra­ti­sche Trans­pa­renz: Gra­tu­la­ti­on an NOlym­pia Hamburg

Posted on 21 Feb. um 15:15 Uhr

In nur drei Wochen hat die Initia­ti­ve NOlym­pia Ham­burg 19.423 Unter­schrif­ten gesam­melt – fast das Dop­pel­te der erfor­der­li­chen 10.000. Damit ist sicher­ge­stellt, dass im offi­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­heft zum Olym­­pia-Refe­­ren­­dum am 31. Mai 2026 auch eine kri­ti­sche zivil­ge­sell­schaft­li­che Stel­lung­nah­me zu Wort kommt. Der Zukunfts­rat Ham­burg gra­tu­liert den Initia­to­ren zu die­sem beein­dru­cken­den Erfolg und dankt allen Unterstützer:innen, die bei Eis, Schnee und Regen auf Ham­burgs Stra­ßen für aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on ein­ge­tre­ten sind.

Ein star­kes Signal für Demo­kra­tie und Transparenz

Dass Bürger:innen in ihrer Frei­zeit und bei wid­rigs­ten Wet­ter­be­din­gun­gen tau­sen­de Unter­schrif­ten sam­meln müs­sen, um eine aus­ge­wo­ge­ne Dar­stel­lung in offi­zi­el­len Abstim­mungs­un­ter­la­gen zu errei­chen, ist einer­seits ein ermu­ti­gen­des Zei­chen für leben­di­ge Zivil­ge­sell­schaft. Ande­rer­seits wirft es grund­sätz­li­che Fra­gen auf: War­um wur­de die­se Trans­pa­renz nicht von Beginn an durch die Poli­tik sichergestellt?

Gera­de bei einer Ent­schei­dung die­ser Trag­wei­te – mit erheb­li­chen finan­zi­el­len und stadt­ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Kon­se­quen­zen – soll­te aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein. Statt­des­sen setzt die Stadt auf Kos­ten der Steu­er­zah­len­den beträcht­li­che Mit­tel ein, um vor­wie­gend für Olym­pia zu wer­ben. Dies steht in einem bemer­kens­wer­ten Kon­trast zu den immer wie­der beton­ten Ansprü­chen an Bürger:innenbeteiligung und Transparenz.

Wie lan­ge gilt ein Bürger:innenvotum?

Vor gera­de ein­mal zehn Jah­ren, 2015, haben sich 51,6 % der Hamburger:innen in einem Refe­ren­dum gegen eine Olym­­pia-Bewer­­bung aus­ge­spro­chen. Dass der Senat nun – nur eine Deka­de spä­ter – die glei­che Fra­ge erneut stellt und dabei erheb­li­che Steu­er­mit­tel für die Bewer­bungs­kam­pa­gne ein­setzt, wirft Fra­gen zum Umgang mit demo­kra­ti­schen Ent­schei­dun­gen auf.

Wie lan­ge soll­te ein Bürger:innenvotum Bestand haben? Die­se Pra­xis kos­tet nicht nur die Bürger:innen erheb­li­che finan­zi­el­le Mit­tel, sie wirft auch grund­sätz­li­che Fra­gen zum Ver­hält­nis zwi­schen Bürger:innenwillen und poli­ti­schen Prio­ri­tä­ten auf.

Ein wei­te­res kla­res Signal – und eine Fra­ge an den Senat

Die Tat­sa­che, dass fast dop­pelt so vie­le Men­schen unter­schrie­ben haben wie not­wen­dig, ist ein deut­li­ches Signal: Es gibt in Ham­burg einen erheb­li­chen Bedarf an kri­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Olym­pia. Dies deckt sich mit aktu­el­len Umfra­gen, die mehr­heit­lich eine skep­ti­sche Hal­tung der Hamburger:innen zeigen.

Der Zukunfts­rat Ham­burg stellt daher die Fra­ge an den Senat: Wäre dies nicht ein guter Zeit­punkt, die Bemü­hun­gen für eine erneu­te Bewer­bung zu über­den­ken, bevor wei­te­re Steu­er­mit­tel ein­ge­setzt wer­den? Mit­tel, die an ande­rer Stel­le – etwa bei der drin­gend not­wen­di­gen Dekar­bo­ni­sie­rung der Stadt – so viel sinn­vol­ler inves­tiert wer­den könnten?

Der Zukunfts­rat war­tet wei­ter­hin auf Antworten

Der Zukunfts­rat Ham­burg hat sich bereits 2015 kri­tisch mit der dama­li­gen Olym­­pia-Bewer­­bung aus­ein­an­der­ge­setzt und sich nach Prü­fung ver­schie­de­ner Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en dage­gen posi­tio­niert. Auch bei der aktu­el­len Bewer­bung haben wir das Gespräch mit dem Senat gesucht und kon­kre­te Fra­gen zu Nach­hal­tig­keits­aspek­ten an den Ers­ten Bür­ger­meis­ter, die Zwei­te Bür­ger­meis­te­rin und den Innen­se­na­tor gerichtet.

Auf eine sub­stan­ti­el­le Ant­wort war­ten wir bis heu­te. Die­se Ant­wor­ten wer­den wir abwar­ten, bevor wir uns abschlie­ßend zur Fra­ge “Olym­pia ja oder nein” positionieren.

Fazit : Zivil­ge­sell­schaft über­nimmt, was Poli­tik versäumt

Die erfolg­rei­che Unter­schrif­ten­samm­lung zeigt: Wenn Poli­tik ihrer Infor­ma­ti­ons­pflicht nicht aus­rei­chend nach­kommt, über­nimmt die Zivil­ge­sell­schaft. Das ist einer­seits ermu­ti­gend und ein Zei­chen für demo­kra­ti­sches Enga­ge­ment. Ande­rer­seits soll­te es in einer trans­pa­ren­ten Demo­kra­tie nicht nötig sein, dass Bürger:innen bei win­ter­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren auf die Stra­ße gehen müs­sen, um aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on zu erkämpfen.

Demo­kra­tie lebt von Ver­trau­en – und Ver­trau­en ent­steht durch Trans­pa­renz, durch aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on und durch Respekt vor getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen. Die 19.423 Unter­schrif­ten sind nicht nur ein Votum für kri­ti­sche Per­spek­ti­ven im Infor­ma­ti­ons­heft. Sie sind auch eine Erin­ne­rung an die Poli­tik, ihre eige­nen Ansprü­che an Bürger:innenbeteiligung kon­se­quent umzusetzen.

Wir gra­tu­lie­ren NOlym­pia Ham­burg zu die­sem Erfolg und dan­ken allen, die sich für demo­kra­ti­sche Trans­pa­renz ein­ge­setzt haben – mit Aus­dau­er, Über­zeu­gung und beein­dru­cken­dem zivil­ge­sell­schaft­li­chem Engagement.

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