In einer ganztägigen Action Lab zur Nachhaltigkeit am 28. November hat die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank zwei wichtige Nachrichten verkündet:
- Hamburg ist Mitglied im kommunalen Club Agenda 2030 geworden und hat dazu die kommunale Musterresolution zu Agenda 2030
Das ist gut, denn der Austausch mit anderen Kommunen kann viele Inspirationen geben. Das Rad muss nicht in Hamburg erfunden werden. Wir lesen aus der Unterzeichnung der Musterresolution, dass wir auf eine Stärkung der Bezirke und Stadtteile erhoffen können.
- Der Senat hat einen Zwischenbericht zum Umsetzungsstand der SDGs in Hamburg veröffentlicht. Der Bericht soll auch in leichter Sprache veröffentlicht werden.
Das sind zwei ermunternde Nachrichten, denn der Zwischenbericht enthält einige wichtige Aussagen, die ein strukturiertes und koordiniertes und technisch unterstütztes Vorgehen erhoffen lassen.
Der Zwischenbericht beschreibt den Prozess, der die Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie bis Ende 2026 liefern soll. Er beschreibt, die umfangreichen Maßnahmen, die bereits getroffen worden sind, um das Ziel zu erreichen. So hat man z.B. KI dazu genutzt, große Datenbestände elektronisch zu durchforsten und für Nachhaltigkeit relevante Dokumente zu identifizieren und Bezüge zu den SDGs und den Unterzielen herzustellen. Der Gesamtprozess soll von einer behördenübergreifenden Arbeitsgruppe und einem Lenkungsgremium koordiniert und strategisch begleitet werden. Erfreulich ist die klare Zielsetzung, dabei neben den Behörden auch relevante Stakeholder aus Wissenschaft und organisierter Zivilgesellschaft fortlaufend sowohl im Entwicklungsprozess als auch in der Umsetzung der Strategie aktiv einzubinden.
Die Nachhaltigkeitsstrategie soll eine Dachstrategie für bestehende Strategien, Programme und Maßnahmen werden und wird mit den zentralen Leitprinzipien Beteiligung und Transparenz in das Open Government Partnership (OGP) Local eingebracht. Im Frühjahr 2026 sollen eine Handvoll Schwerpunktthemen identifiziert werden, die an Fokustischen vertieft werden.
Die Hamburg Sustainability Week – ergänzt von anderen unterjährigen Formaten – soll ein zentrales Instrument werden und verstetigt werden. Wir erinnern gern an dieser Stelle, dass Vorschläge für öffentliche Veranstaltungen während der Sustainability Week 2026 (26.6.–3.7.2026) willkommen sind. Alle Details und Formular für Vorschläge sind auf der HSW-Webseite zu finden. Veranstaltungsvorschläge können schon jetzt eingetragen werden, spätestens aber bis zum 31. März 2026.
Nach Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie soll diese „für Bürger:innen erfahrbar gemacht“ werden, mit besonderen Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit Jugendlichen. Der Zukunftsrat findet, dass die Interessen der Jugendlichen von Anfang an in jeder Hinsicht und ausdrücklich beachtet werden müssen.
Als Zwischenergebnis sind auch die bisher vorliegenden Nachhaltigkeitsindikatoren im SDG-Dashboard veröffentlicht worden. Erfreulich war zu sehen, dass in den letzten 3–4 Monaten gut 80 % der 114 Indikatoren aktualisiert wurden. Zehn Indikatoren werden noch überarbeitet, heißt es dort.
Es gibt viel zu tun. Lasst uns das gemeinsam anpacken, viel vernetzter arbeiten als bisher – über alle Sektorengrenzen hinweg. Es ist unsere gemeinsame Zukunft!
