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Demo­kra­tie braucht aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on: Zur Unter­schrif­ten­samm­lung für das Olym­pia- Referendum

Posted on 6 Feb. um 00:13 Uhr

Am 31. Mai 2026 ent­schei­den die Hamburger:innen in einem Refe­ren­dum über eine Bewer­bung der Stadt für die Olym­pi­schen und Para­lym­pi­schen Som­mer­spie­le 2036, 2040 oder 2044. Für eine solch weit­rei­chen­de Ent­schei­dung braucht es eine fun­dier­te, aus­ge­wo­ge­ne Informationsgrundlage.

Wie wer­den die Bürger:innen informiert?

Im offi­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­heft zum Refe­ren­dum erhält der Senat acht Sei­ten für sei­ne Stel­lung­nah­me, wei­te­re acht Sei­ten ste­hen der Bür­ger­schaft zu. Da die gro­ßen Frak­tio­nen SPD, Grü­ne und CDU die Bewer­bung befür­wor­ten, wer­den die Argu­men­te für die Bewer­bung den über­wie­gen­den Teil der offi­zi­el­len Infor­ma­tio­nen ausmachen.

Um dies aus­zu­glei­chen, sieht das Ham­bur­ger Volks­ab­stim­mungs­ge­setz (§ 25k VAbstG) eine wei­te­re Mög­lich­keit vor: Eine zusätz­li­che Stel­lung­nah­me kann auf­ge­nom­men wer­den, wenn sie von min­des­tens 10.000 Wahl­be­rech­tig­ten unter­stützt wird. Genau dies plant die Initia­ti­ve NOlym­pia Ham­burg. Vom 31. Janu­ar bis zum 20. Febru­ar 2026 sam­melt sie Unter­schrif­ten, um eine kri­ti­sche zivil­ge­sell­schaft­li­che Stel­lung­nah­me in die offi­zi­el­len Abstim­mungs­un­ter­la­gen zu bringen.

War­um ist das wichtig?

Bei die­ser Unter­schrif­ten­ak­ti­on geht es im ers­ten Schritt nicht um die Fra­ge “Ja oder Nein zu Olym­pia”, son­dern dar­um, dass in der offi­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­bro­schü­re auch kri­ti­sche Stim­men zu Wort kommen.

Gera­de weil die Stadt Ham­burg immer wie­der betont, dass ihr Bür­ger­be­tei­li­gung, Trans­pa­renz und Dia­log wich­tig sind, ist eine aus­ge­wo­ge­ne Infor­ma­ti­on der Bürger:innen essen­ti­ell. Dies gilt umso mehr, als:

  • vor zehn Jah­ren, 2015, bereits ein Refe­ren­dum zu Olym­pia statt­fand, bei dem sich 51,6 % gegen eine Bewer­bung aussprachen
  • es sich um eine Ent­schei­dung mit erheb­li­chen finan­zi­el­len und stadt­ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Aus­wir­kun­gen handelt
  • die Stadt beträcht­li­che Mit­tel für die Bewer­bungs­kam­pa­gne einsetzt

Der Zukunfts­rat hät­te es begrüßt, wenn die Stadt von sich aus – auch ohne den for­ma­len Weg über 10.000 Unter­schrif­ten – zivil­ge­sell­schaft­li­chen Initia­ti­ven Raum für eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung in den offi­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en gege­ben hät­te. Dies ent­sprä­che dem oft beton­ten Anspruch an Bür­ger­be­tei­li­gung und Transparenz.

Die Posi­ti­on des Zukunfts­rats Hamburg

Der Zukunfts­rat Ham­burg hat sich bereits 2015 inten­siv mit der dama­li­gen Olym­­pia-Bewer­­bung aus­ein­an­der­ge­setzt. Nach Prü­fung ver­schie­de­ner Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en ging der Zukunfts­rat in einen kri­ti­schen Dia­log mit dem Senat und sprach sich damals gegen die Bewer­bung aus.

Auch bei der aktu­el­len Bewer­bung hat der Zukunfts­rat das Gespräch mit dem Senat gesucht. Da die feder­füh­ren­de Behör­de für Inne­res und Sport unter Sena­tor Andy Gro­te in Fra­gen der Nach­hal­tig­keit bis­lang wenig kon­kret wer­den konn­te, hat der Zukunfts­rat den Senat um eine Stel­lung­nah­me zu unter­schied­li­chen kon­kre­ten Nach­hal­tig­keits­aspek­ten gebeten.

Die Ant­wor­ten war­tet der Zukunfts­rat ab, bevor er sich abschlie­ßend zur Fra­ge “Olym­pia ja oder nein” positioniert.

Unab­hän­gig von der inhalt­li­chen Bewer­tung: Trans­pa­renz als demo­kra­ti­sches Prinzip

Unab­hän­gig davon, wie der Zukunfts­rat die Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en letzt­lich bewer­ten wird, ist aus demo­kra­ti­scher Sicht klar: Die Ham­bur­ger Bürger:innen haben einen Anspruch auf aus­ge­wo­ge­ne, neu­tra­le Infor­ma­tio­nen bei ihrer Ent­schei­dung. 

Wenn Bür­ger­be­tei­li­gung ernst genom­men wer­den soll – und das soll­te sie ange­sichts der hohen öffent­li­chen Inves­ti­tio­nen und der Trag­wei­te der Ent­schei­dung –, dann ist es sinn­voll, dass ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven gleich­be­rech­tigt in den offi­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en abge­bil­det werden.

Der Zukunfts­rat Ham­burg unter­stützt daher das Anlie­gen, dass auch kri­ti­sche zivil­ge­sell­schaft­li­che Stim­men in der offi­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­bro­schü­re zu Wort kom­men. Wir ermu­ti­gen alle Hamburger:innen, die Wert auf eine aus­ge­wo­ge­ne demo­kra­ti­sche Debat­te legen, die Unter­schrif­ten­samm­lung von NOlym­pia zu unterstützen.

Eine fun­dier­te demo­kra­ti­sche Ent­schei­dung setzt vor­aus, dass unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven gleich­be­rech­tigt dar­ge­stellt werden.

Infor­ma­tio­nen zur Unterschriftenaktion:

  • Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Sam­mel­punk­te: nolym​pia​-ham​burg​.de
  • Zeit­raum: Janu­ar bis 20. Febru­ar 2026
  • Benö­tig­te Unter­schrif­ten: 10.000 Wahlberechtigte
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