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BUND, NABU und WWF: Kein Ree­der braucht die Elbvertiefung

Posted on 28. November 2022

„Fahr­rin­nen­an­pas­sung“ geschei­tert: Umwelt­ver­bän­de for­dern unab­hän­gi­ge Auf­ar­bei­tung. Anläss­lich des Streits zwi­schen dem Ham­bur­ger Senat und der Was­­ser- und Schiff­fahrts­stra­ßen­ver­wal­tung des Bun­des (WSV) stel­len die im Akti­ons­bünd­nis „Leben­di­ge Tideel­be“ zusam­men­ge­schlos­se­nen Umwelt­ver­bän­de NABU, BUND und WWF fest, dass die im Früh­jahr offi­zi­ell abge­schlos­se­ne Elb­ver­tie­fung nicht nur geschei­tert, son­dern sogar über­flüs­sig war. Wäh­rend Bür­ger­meis­ter Peter Tsch­ent­scher der WSV vor­wirft, durch unzu­rei­chen­des Sedi­ment­ma­nage­ment die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit des Ham­bur­ger Hafens zu beein­träch­ti­gen, beton­ten meh­re­re Ree­de­rei­en, dass sie mit den der­zei­ti­gen Tief­gangs­be­schrän­kun­gen sehr gut klar­kä­men. Offen­sicht­lich gab es noch kein ein­zi­ges Schiff, das den Hafen nicht anlau­fen konn­te, da die Groß­schif­fe einen Teil ihrer Ladung ohne­hin in ande­ren Häfen löschen und somit „geleich­tert“ die Elbe in Rich­tung Ham­burg fah­ren, wie der Deut­sch­­land-Chef der fran­zö­si­schen Ree­de­rei CMA CGM, Peter Wolf, gegen­über dem Abend­blatt angab.

„Es geht nicht um die Exis­tenz der Ree­der, aber es geht um die Exis­tenz der Elbe“, warnt das Akti­ons­bünd­nis Leben­di­ge Tideel­be. „Es ist eine poli­ti­sche und behörd­li­che Bank­rott­erklä­rung, wenn Ham­burg ohne Not die Fahr­rin­ne der Elbe einen Meter tie­fer hal­ten möch­te und mit dau­er­haf­ten, mas­si­ven Bag­ger­ar­bei­ten den gan­zen Fluss zugrun­de rich­tet. Wäh­rend Poli­tik und Wirt­schaft beto­nen, die Elbe und den Hafen nach­hal­tig bewirt­schaf­ten zu wol­len, sind man­che der Ver­ant­wort­li­chen bereit, den Fluss aus Image- und Pro­fit­in­ter­es­sen Ein­zel­ner zu rui­nie­ren. Die Elbe ist „aus dem Ruder gelau­fen“, die Sedi­ment­trans­port­pro­zes­se sind nicht mehr kon­trol­lier­bar. Es muss Schluss sein mit der sinn­lo­sen Bag­ge­rei, bevor die öko­lo­gi­schen Schä­den irrepa­ra­bel sind“, for­dern NABU, BUND und WWF.

Seit der letz­ten Ver­tie­fung gehen ver­stärkt jeden Tag öko­lo­gisch wert­vol­le Flach­was­ser­zo­nen in den Sei­ten­be­rei­chen der Elbe durch Ver­lan­dung ver­lo­ren. Die ange­kün­dig­te Inten­si­vie­rung der Bag­ger­ak­ti­vi­tä­ten wür­de das Pro­blem ver­grö­ßern und die euro­päi­schen Schutz­ge­bie­te Stück für Stück zer­stö­ren. Die Flach­was­ser­zo­nen haben eine zen­tra­le Funk­ti­on als Laich‑, Aufwuchs‑, Rück­zugs­ge­biet und Lebens­raum für Fische und ande­re Was­ser­le­be­we­sen. Wäh­rend die Fahr­rin­ne und die Hafen­be­cken per­ma­nent aus­ge­bag­gert wer­den, ver­blei­ben die Sedi­men­te in den öko­lo­gisch wert­vol­len Berei­chen dauerhaft.

Sind die Arten und Lebens­räu­me erst ein­mal ver­schwun­den, ist es kaum noch mög­lich, die­se durch Rena­tu­rie­rungs­maß­nah­men nach­hal­tig wie­der her­zu­stel­len. Der­zeit bricht die Fisch­po­pu­la­ti­on in der Elbe und damit die gan­ze Nah­rungs­ket­te regel­recht zusam­men. So sind etwa die Bestän­de des Stints, der noch vor weni­gen Jah­ren als „Mas­sen­fisch“ in der Elbe galt, dra­ma­tisch zurückgegangen.

Die Umwelt­ver­bän­de beto­nen, dass es jetzt nicht nur um eine öko­no­mi­sche Lösung für Tei­le der Hafen­wirt­schaft gehen dür­fe. Viel­mehr sei ein Ret­tungs­plan für den Fluss und damit für den Lebens­raum vie­ler bedroh­ter Tie­re und Pflan­zen erforderlich.

Die Ver­bän­de erwar­ten, dass sie an dem von Bür­ger­meis­ter Tsch­ent­scher gefor­der­ten Schlick­gip­fel mit dem Bund, mit Nie­der­sach­sen und Schles­­wig-Hol­stein betei­ligt wer­den. Alle von ihnen vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein­ge­brach­ten Vor­her­sa­gen, dass das Tide­sys­tem der Elbe mit der Ver­tie­fung außer Kon­trol­le gera­te, hät­ten sich als zutref­fend her­aus­ge­stellt – die vom Gericht als vali­de ein­ge­stuf­ten Bewer­tun­gen der Bun­des­an­stalt für Was­ser­bau (BAW) dage­gen als völ­lig falsch. Bei dem gefor­der­ten Schlick­gip­fel wol­len sich die Umwelt­ver­bän­de dafür ein­set­zen, dass exter­ne Gut­ach­ter die öko­lo­gi­sche Situa­ti­on der Elbe unab­hän­gig von poli­ti­scher Ein­fluss­nah­me beurteilen.

Für Rück­fra­gen der Pres­se:
Mal­te Sie­gert, NABU Ham­burg, Tel. 0173 937 32 41
Bea­tri­ce Claus, WWF Ham­burg, Tel. 0151 18854968
Lin­da Kahl: 0176 43855494

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