“Städ­te im glo­ba­len Klimawandel”

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Zum The­ma Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung lädt der Arbeits­kreis “Umwelt­schutz­tech­nik” des Ver­ein Deut­scher Inge­nieu­re (VDI) Bezirks­ver­ein Ham­burg in Koope­ra­ti­on mit dem Arbeits­kreis “Umwelt­tech­nik” des VDI Len­ne-Bezirks­ver­eins zu einem Online-Vor­trag ein. Im VDI Arbeits­kreis Umwelt­schutz­tech­nik Ham­burg, den der Ham­bur­ger Dipl.-Ing. Andre­as Kirch­ner 1981 gegrün­det hat, tau­schen sich Inge­nieu­re und ande­re Wis­sen­schaft­ler über neue tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen und Inno­va­tio­nen aus.

„Inge­nieu­re sind Wis­sens­trä­ger, die sich aus tech­ni­scher und natur­wis­sen­schaft­li­cher, aber auch aus wirt­schaft­li­cher, recht­li­cher und natur­wis­sen­schaft­li­cher Sicht mit der Umwelt und der Umwelt­tech­nik beschäf­ti­gen, eine umwelt­freund­li­che Mess­tech­nik und Tech­no­lo­gie erfor­schen, auf­zei­gen und för­dern kön­nen“, erklärt Andre­as Kirch­ner. „In mei­nem Arbeits­kreis wird auch fach­über­grei­fend mit einem eng­ma­schi­gen Netz­werk aus Natur­wis­sen­schaft­lern, Che­mi­kern, Bau­bio­lo­gen, Umwelt­me­di­zi­nern, Umwelt­rechts­an­wäl­ten, Meteo­ro­lo­gen, Archi­tek­ten, Betriebs- und Volks­wir­ten sowie Sach­ver­stän­di­gen eng zusammengearbeitet.“

Zu ihnen gehört der Uni­ver­si­täts-Pro­fes­sor Dr. Wil­helm Kuttler, der als Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses Kli­ma im Fach­be­reich II „Umwelt­me­teo­ro­lo­gie“ VDI e.V. einen Vor­trag zu „Städ­ten im glo­ba­len Kli­ma­wan­del” hal­ten wird. Bei einer wei­te­ren Zunah­me der welt­wei­ten Erwär­mung wer­den höhe­re Wär­me­be­las­tun­gen durch mehr Hit­ze­ta­ge für die Bewoh­ner erwar­tet. Hin­zu kom­men häu­fi­ge­re Stark­re­gen­er­eig­nis­se, zuneh­men­de Ozon- und Fein­staub­kon­zen­tra­tio­nen sowie ein Anstieg all­er­gisch wir­ken­der Pollen.

Dar­über hin­aus wird es zu einer Erhö­hung der hit­ze­ab­hän­gi­gen Mor­ta­li­täts- und Mor­bi­di­täts­ra­ten unter der Stadt­be­völ­ke­rung kom­men. Die kli­ma­ti­sche Situa­ti­on in den Metro­po­len lässt sich bei­spiels­wei­se durch mehr bewäs­ser­tes Grün eine intel­li­gen­te Pflan­zen­aus­wahl sowie Ent­sie­ge­lung von Flä­chen ver­bes­sern. Bereits jetzt leis­ten Fassadenbegrünungen einen Bei­trag dazu, Tem­pe­ra­tu­ren in den Städ­ten aus­zu­glei­chen und Luft­ver­schmut­zung zu verringern.

Im Rah­men von städ­te­bau­li­chen För­der­pro­gram­men sol­len Maß­nah­men zur Anpas­sung an die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels geför­dert und Bauwerksbegrünung in Zer­ti­fi­zie­rungs­sys­te­me ein­ge­bracht wer­den. Akuel­len Unter­su­chun­gen zufol­ge kann die Staub­be­las­tung durch Gebäudebegrünungen um zehn bis zwan­zig Pro­zent redu­ziert wer­den. Zudem las­sen sich die Tem­pe­ra­tu­ren mit­tels einer Begrü­nung in der nähe­ren Umge­bung der Gebäu­de um etwa zwei bis drei Grad ver­rin­gern. Dies erfolgt nicht nur durch eine ver­bes­ser­te Luft­durch­strö­mung, son­dern auch durch die Ver­duns­tung von Was­ser, wel­che die effek­tivs­te Mög­lich­keit der Wär­me­ab­ga­be dar­stellt. Zu die­sem Zweck muss Nie­der­schlags­was­ser in der urba­nen Umge­bung auf­ge­nom­men und gespei­chert werden.

Nähe­ren Auf­schluss dar­über gibt der Online-Vor­trag “Städ­te im glo­ba­len Kli­ma­wan­del”, der am 8. Febru­ar 2023 von 18 bis 19.30 Uhr per MS Teams statt­fin­det. Die Anmel­dung erfolgt über den VDI. Inter­es­sier­te, die kein Mit­glied sind, kön­nen sich beim VDI Ham­burg BV mit dem Ver­merk „Ein­la­dung vom VDI AK Umwelt­schutz­tech­nik Ham­burg“ kos­ten­los registrieren.

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