18. Juni 2019

Liebe Rundbrief-Leserinnen und Leser,

die Ergebnisse der Europawahl haben einigen Aufruhr verursacht. Umwelt- und Klimaschutz hat in der Politik den letzten Wochen noch einmal deutlich an Gewicht gewonnen. Selbst die Regierungsparteien, die sich bisher mit drastischen Maßnahmen schwergetan haben, diskutieren nun über eine Verschärfung der Klimapolitik. Wir warten weiter gespannt auf die so dringend nötigen Weichenstellungen hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Wir zeigen jedoch nicht nur mit dem Finger auf die Politik, sondern setzen uns als zivilgesellschaftliches Netzwerk gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, weiter aktiv für die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklunsgziele in Hamburg und darüber hinaus ein.

In unserem aktuellen Rundbrief haben wir für Sie wieder spannende Neuigkeiten, Publikationen, Veranstaltungshinweise und Nachrichten aus der Nachhaltigkeitsdebatte zusammengestellt.

Wir wünschen angenehme und spannende Lesestunden!

Ihr Zukunftsrats-Team

 


 

In eigener Sache

Stellenausschreibung

Der Zukunftsrat Hamburg ist ein gemeinnütziger Verein und ein Netzwerk von über 100 Mitgliedsorganisationen, die sich mit Nachhaltigkeitsthemen im Hamburger Raum beschäftigen. Wir suchen eine/n studentische/n Mitarbeiter/in mit TYPO 3-Kenntnissen möglichst ab dem 01.08.2019. Bezahlung: 12,50 €/Stunde, 20 Stunden/Monat, flexible Absprachen möglich. Dauer: unbefristet

 
Studentische*r Mitarbeiter*in für Internet, Social Media, Rundbrief
 
Aufgabenbereich:

  • redaktionelle Betreuung und Erstellung des monatlichen elektronischen Rundbriefs einschließlich Medienrecherche
  • redaktionelle Betreuung, Pflege und Weiterentwicklung unserer Website mit CMS TYPO3
  • Betreuung der Social Media Kanäle
  • allgemeine Büro- und Verwaltungstätigkeiten

 Anforderungen:

  • (Gute) Kenntnisse in TYPO3
  • Sicherer Umgang mit Computer,  Internet und Social Media
  • IT-Kenntnisse von Vorteil
  • Gründliche, sorgfältige und eigenverantwortliche Arbeitsweise
  • Interesse an Nachhaltigkeitsthemen

 Wir bieten:

  • Eigenständiges Arbeiten in einem kleinen Team mit Raum für eigene Ideen
  • Arbeitszeit: 20 Stunden im Monat,     flexible Absprachen möglich
  • Beginn möglichst zum 01.08.2019
  • Dauer: nach Vereinbarung
  • Bezahlung: 12,50 €/Stunde  

 Bewerbung nur per Mail bis zum 30.06.2019 an gokel@zukunftsrat.de

 


Hamburg

Einigung auf Gesetz zum Kohleausstieg in Hamburg

Die Volksinitiative Tschüss Kohle und der rot-grüne Hamburger Senat haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf einen Gesetzesvorschlag für einen verbindlichen Kohleausstieg geeinigt. Aus 22.495 Unterschriften für die Volksinitiative Tschüss Kohle ist das bundesweit erste Gesetz eines Bundeslandes geworden, dass ein Pflichtdatum für den Kohleausstieg aus der Wärmeversorgung enthält.

Als ein Erfolg der Volksinitiative verpflichtet sich die Stadt gesetzlich, den Einsatz von Kohle in der bald städtischen Fernwärme so früh und so weitgehend wie möglich zu vermeiden.Allerdings muss die Fernwärme erst spätestens 2030, und nicht wie von der Initiative angestrebt 2025, komplett kohlefrei sein.

Mit dem Hamburgischen Kohleausstiegsgesetz führt Hamburg den Schutz des Klimas und die Unterstützung der Pariser Klimaziele als Staatsziel ein. Hamburg verpflichtet alle ihre Dienststellen, den bundesdeutschen Kohleausstieg nach Möglichkeit zu beschleunigen.

 

Dazu Wiebke Hansen, Vertrauensperson und Sprecherin von "Tschüss Kohle":

„Wir haben viel mehr erreicht als nur ein Enddatum für Kohlewärme. Für mich ist das wichtigste Ergebnis: Sobald die Fernwärme in öffentlicher Hand ist, hat die Stadt den gesetzlichen Auftrag, die Kohleverbrennung so schnell und so weit wie möglich zu vermeiden. Dies kann dem Klimaschutz sogar mehr bringen als unser erster Gesetzentwurf.“

Dazu Dr. Ulf Skirke, Zukunftsrat Hamburg, Vertrauensperson von "Tschüss Kohle":

„Wir forderten zu Beginn ein deutlich früheres Datum zum Ausstieg aus der Kohle im Wärmebereich. Bei intensiven Verhandlungen stellte sich heraus: aus heutiger Sicht ist nicht alles so umsetzbar wie gedacht. Stattdessen wurden gegenüber dem bisherigen Vorgehen neue, positive Vorschläge zur beschleunigten Umsetzung vereinbart. Erst haben wir den Kohleausstieg nur gefordert, jetzt werden wir den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kohlenutzung auch in einem Begleitprozess aktiv mitgestalten und kontrollieren.“
 
Mehr erfahren...

 

Wetter.Wasser.Waterkant.2019

Hamburgs kostenfreie Bildungswoche für Schulen zu Klima, Ökologie und Nachhaltigkeit fidet in diesem Jahr vom 12. bis 20. September 2019 in der HafenCity statt. Im Programmheft finden Sie wieder viele bewährte und neue Workshops, Exkursionen und Vorträge.

Der Klimawandel, Extremwetter-Ereignisse und die Transformation unserer Gesellschaft sind seit Monaten sehr präsente Themen im öffentlichen Diskurs. Expertinnen und Experten diskutieren mit
Schülerinnen und Schülern, regen zu weiterem Nachdenken an, bieten Antworten bieten und zeigen Wege auf, selbst aktiv zu werden! Unser Konsumverhalten, unser Lebensstil, die Müllproblematik und auch der Verlust der Artenvielfalt bilden in diesem Jahr weitere thematische Schwerpunkte.

Besonders hinweisen möchten wir auf eine Veranstaltung von Thomas Effenberger im Kooperation mit dem Zukunftsrat Hamburg zum Thema "Landwirtschaft: konventionell, kontrolliert, integriert, ökologisch - Perspektiven zur Ernährung von 10 Milliarden Menschen". Außerdem bieten Mehr Demokratie e.V. Landesverband Hamburg und Transparency International Deutschland e.V. gemeinsam eine Veranstaltung zu SDG (Sustainable Development Goal) 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen an mit dem Titel "Gute Regierungsführung – Transparenz, Partizipation, Rechtsstaat und Korruptionsbekämpfung im Dienste der Nachhaltigkeit".

Alle Informationen finden Sie hier.

Für alle Lehrkräfte aus Hamburg und dem Hamburger Umland ist die Online-Anmeldung ab Freitag, 14.6.2019, 12 Uhr, offen!


Nichregierungsorganisationen fordern mehr Transparenz in Hamburg

Transparenz ist neben Zielen wie Partizipation, Rechtstaatlichkeit, Rechen­schafts­pflicht und Korruptionsbekämpfung eine der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und Bestandteil des Ziel 16 „Frieden, Rechtstaatlichkeit und starke Institu­ti­o­nen“. Das Ziel, das auch das Ziel der Guten Regierungs­führung genannt wird. Die deut­sche Nachhaltigkeitsstrategie besagt, dass die Integration der politischen Dimension in die Agenda 2030 einen bedeutenden Fortschritt im Vergleich zu den Millenniumsentwicklungszielen darstelle, dass das Ziels 16, eines der Schlüsselziele der Agenda 2030 und eine der Grund­voraus­setzungen für die Erreichung vieler weiterer SDGs sei. Dies kann man gut nach­vollziehen, wenn man sich einige Beispiele vergegenwärtigt.
 
Transparenz ist eine notwendige Grundbedingung, um Vertrauen in die Politik und Verwaltung aufzubauen und ein informiertes Urteil des staatlichen Han­delns treffen zu können. Es gibt kaum einen Politiker oder Behördensprecher, der sich nicht für Transpa­renz aussprechen würde. Wenn es aber um Transpa­renz im konkreten Einzelfall geht, sieht es trotz des Transparenzgesetzes häufig anders aus. Längst nicht alle geforderten Informationen werden veröffentlicht und niemand scheint es zu kontrollieren.

Vier Nichtregierungsorganisationen haben deshalb kürzlich einen gemeinsamen Katalog von 19 Forderungen für mehr Transparenz in Hamburg vorgelegt. Mehr Demo­kratie LV Hamburg, Transparency Deutschland, Chaos Computer Club – die Initiatoren des Hamburgischen Transparenzgesetzes - und die Open Knowledge Foundation.  Eine Bürgerinitiative in Berlin hat einen sehr ähn­li­chen Forde­rungs­katalog zum Gegenstand.  All dies fasst Helena Peltonen von Transparency International Deutschland in einem Gastbeitrag für den Zukunftsrat zusammen. Mehr erfahren...

 

Hamburger stehen am längsten im Stau

In keiner anderen deutschen Stadt haben die Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr mehr Zeit im Stau verloren als in Hamburg. Das ist das Ergebnis einer Studie des Navigationsgeräte- und Software-Herstellers TomTom. Danach kommt Hamburg für 2018 auf ein durchschnittliches "Stau-Niveau" von 33 Prozent. Diese Zahl gibt an, um wie viel Prozent länger eine Fahrt mit Verkehrsbehinderungen gegenüber einer Fahrt ohne jegliche Staus dauert. In den Morgenstunden liegt das Stau-Niveau in Hamburg laut TomTom bei 54 und im Feieraberabendverkehr bei 59 Prozent. Damit liegt Hamburg vor Berlin (Tagesdurchschnitt: 31 Prozent), Stuttgart (30), München (30) und Frankfurt (26). Gegenüber 2017 hat sich die Lage in Hamburg um einen Prozentpunkt noch etwas verschlechtert. Die Gründe dafür sind vielfältig - und teils überraschend. Das Hamburger Abendblatt hat sie zusammengetragen. Mehr erfahren...

Quelle: Hamburger Abendblatt

 


Über den Tellerrand

PREVENT - neue Abfall-Allianz zur Vermeidung von Abfällen

Über 30 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichen Institutionen haben im Mai 2019 die PREVENT Abfall Allianz in Deutschland ins Leben gerufen. Sie dient als Plattform für Austausch und internationale Kooperation. Gemeinsam wollen die Organisationen dazu beitragen, dass Abfälle weltweit minimiert, Schadstoffe eliminiert und Ressourcen im Kreislauf geführt werden.
Dafür streben sie den Ausbau einer funktionierenden Abfall- und Kreislaufwirtschaft an.Sie setzen sich für Vermeidung, Sammlung, Recycling und den Einsatz von Sekundärrohstoffen in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Im Fokus stehen dabei Kunststoffabfälle aus Verpackungen und Einwegprodukten sowie Elektro- und Elektronikaltgeräte. Mehr erfahren...

 

Stehen wir vor dem Ende der Menschheit?

Die Wahrnehmung des Klimaproblems wandelt sich derzeit rapide. Der Begriff "Klimawandel" wird zunehmend durch "Klimakrise" ersetzt und statt "Erwärmung" wird sich wohl "Klimaüberhitzung" oder ein ähnlicher Begriff durchsetzen. Doch ist es angemessen, vom Ende unserer Zivilisation oder gar dem Aussterben der Menschheit zu sprechen?
Einige der derzeit wichtigsten Klimabewegungen tun genau das. "Extinction Rebellion" trägt das Aussterben schon im Namen und die erste Forderung der Bewegung ist: Sagt die Wahrheit und erklärt den Notstand.
Greta Thunberg von Fridays for Future sagt ebenfalls klar, welche Optionen die Menschheit hat: "Entweder entscheiden wir uns dafür, unsere Zivilisation zu bewahren, oder wir tun es nicht." Und an die Führer der Welt gerichtet sagt Thunberg: "Ich will, dass ihr Panik kriegt."
Aber gibt es wirklich Grund zur Panik? Schließlich sagt der Weltklimarat IPCC, dass die Überhitzung theoretisch noch bei 1,5 Grad gestoppt werden kann. Die IPCC-Berichte gelten als "Goldstandard" der Klimawissenschaften, weil sie die Erkenntnisse aus Tausenden Studien zusammenfassen.

Doch die Berichte werden auch kritisiert, etwa wegen ihrer Sprache. Hans Joachim Schellnhuber, Ex-Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und IPCC-Autor, sagt über IPCC-Autoren: Unter ihnen habe sich ein Trend entwickelt, "auf der Seite mit dem geringsten Drama zu irren". Sie stellen die Situation also besser dar, als sie ist, um nicht alarmistisch zu klingen. Zudem geht der IPCC davon aus, dass sich die Erwärmung linear fortsetzt. Viele Computermodelle des Klimas zeigen aber, dass sich die Erwärmung beschleunigt. Das Ende der Menschheit mag so zwar unwahrscheinlich sein, aber es ist eine realoe Möglichkeit, mit der man sich befassen müsse, argumentiert Christian Mihatsch in einem Artikel für den klimareporter. Mehr erfahren...

Quelle: klimareporter.de

 

Dazu: Extinction Rebellion

Neben Fridays for Future ist gerade eine andere Umweltbewegung in aller Munde: Extinction Rebellion, die mit aufsehnerregenden Protesten und zivilem Ungehorsam von Großbrittanien ausgehend mittlerweile in vielen Ländern aktiv sind. Sie wollen den Londoner Flughafen lahmlegen und haben gezeigt, dass sie es ernst meinen, als sie für mehrere Tage die Londoner Innenstadt blockiert haben. Die Aktivist*innen, die die Bewegung im Oktober 2018 gegründet haben, fordern eine radikale Umsteuerung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihren Widerstand begründen Sie mit dem ansonsten bevorstehenden Aussterben der Menschheit. Dabei greifen sie auf sehr strategische, gewaltfreie Widerstands- und Protestformen zu, die jedoch größtmögliche zivilgesellschaftliche Effekte hervorrufen - wie eben die Blockade eines Flughafens. Mehr über die Ziele, Aktionsformen und Beteiligungsmöglichkeiten in der Bewegung erfahren Sie hier.

Quelle: utopia.de

 


Publikationen und Studien

Wie nah sind wir dem Erreichen der SDGs?

Die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) der Agenda 2030 stellt für alle OECD-Länder eine Herausforderung dar. Deutschland beispielsweise erfüllt zurzeit erst 20 der 169 Vorgaben vollständig. Mit der Studie „Measuring Distance to the SDG Targets 2019“ wurde eine Methode entwickelt, um die Fortschritte verschiedener Länder miteinander zu vergleichen und aufzuzeigen, wie weit die jeweiligen Länder noch von der Zielerreichung entfernt sind, und wo die jeweiligen Stärken und Schwächen liegen. Die Studie basiert auf der globalen Liste von 244 Indikatoren der Vereinten Nationen. Es zeigt sich, dass einige Vorgaben eher erreicht werden als andere. So wurden die Ziele zu Mütter-und Kindersterblichkeit erfüllt und auch in der Bekämpfung von tödlichen Infektionskrankheiten wie HIV/Aids,Tuberkulose oder Hepatitis Bgab es Fortschritte. Die Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle konnte allgemein reduziert werden. Auch Vorgaben zu grundlegenden Dienstleistungen wie Zugang zu Strom oder mobilen Diensten und die Entsorgung von Abwasser und Müll werden vergleichsweise oft erfüllt. Vorgaben, die auf Gleichberechtigung und den Abbau von Ungleichheit zielen, werden hingegen seltener erfüllt. In einigen OECD-Ländern gibt es diesbezüglich sogar einen Negativtrend. Die Studie können Sie hier einsehen.

 
Taten statt Worte: Agenda 2030 konsequent umsetzen

Erstmals seit Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsziele findet im September 2019 wieder ein Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen statt. Im Hinblick darauf fordern mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung in einer gemeinsamen Erklärung auf, die Agenda 2030 konsequent umzusetzen und ihre Politik endlich an den nachhaltigen Entwicklungszielen auszurichten. Dazu erklärt Dr. Luise Steinwachs, stellvertretende Vorstandsvorsitzende vom Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO):

„Obwohl CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als Maßstab ihres Regierungshandelns bezeichnen, kommt die Umsetzung nur schleppend voran. Mit Blick auf den UN-Nachhaltigkeitsgipfel im September ist es daher höchste Zeit, dass die Bundesregierung für alle Ressorts konkrete Pläne mit Meilensteinen zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und der Agenda 2030 aufstellt. Nur wenn die Weichen in der Handels- und Agrarpolitik, der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik bis hin zur Klimapolitik sofort umgestellt werden, können die Nachhaltigkeitsziele bis 2030 noch erreicht werden.“

Die Erklärung als pdf können Sie hier abrufen.

 
Kerosin-Steuer brächte Milliarden

Eine Abgabe auf Flugbenzin hätte keine negativen Folgen für die Wirtschaft und positive Effekte für das Klima, zeigt eine bislang unveröffentlichte Studie, die die EU-Kommission in Auftrag gegeben hatte und die nun vom Umweltverband Transport and Environment geleaked wurde. Jährlich könnten dadurch 16,4 Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden. Das sind soviel Emissionen, die acht Millionen Autos ausstoßen. „Gleichzeitig könnten jährlich fast 27 Milliarden Euro an Einnahmen erzielt werden“, erklärt Transport and Environment. Flugtickets würden durch die Steuer im Durchschnitt um 10 Prozent teurer. In Europa fällt in keinem Land eine Abgabe auf Kerosin an. Mehr erfahren...

 
SVR-Jahresgutachten zu Integration und Migration                                    

In seinem Jahresgutachten zieht der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) für die Bereiche Integration und Migration eine Bilanz der letzten Jahre. Danach bleibt bei der Integration von Geflüchteten trotz Erfolgen viel zu tun.
Im vergangenen Jahrfünft entwickelte die deutsche Migrations- und Integrationspolitik nicht zuletzt aufgrund des hohen Flüchtlingszuzugs der Jahre 2015 und 2016 eine hohe Dynamik. Die EU dagegen kommt mit ihren Versuchen, das Gemeinsame Europäische Asylsystem neu aufzustellen, kaum voran. Das gilt vor allem für die Verantwortungsteilung bei der Aufnahme von Asylsuchenden.

Das SVR-Jahresgutachten 2019 analysiert die empirischen Daten und die politischen Maßnahmen der letzten Jahre und bewertet sie. Einen Schwerpunkt stellt dabei die Flüchtlingspolitik dar; allerdings werden beispielsweise in der Migrationspolitik auch die Entwicklungen und gesetzlichen Veränderungen in den Bereichen Erwerbs-, Bildungs- und Familienmigration diskutiert. Es setzt sich zudem mit der öffentlichen Debatte um Integration und Migration und den Einstellungen der Bevölkerung hierzu auseinander. Hier können Sie das Gutachten einsehen.

 

Hauptgutachten zum Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit                                    

Die Digitalisierung geht mit einem steigenden Energie- und Ressourcenverbrauch sowie globalen Produktions- und Konsummustern einher, die die Ökosysteme belasten. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem Hauptgutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“. Der WBGU fordert, den digitalen Wandel so zu gestalten, dass er als Hebel und Unterstützung für Nachhaltigkeit dient.  Das Gutachten im Volltext wird in den nächsten Monaten vom WBGU veröffentlicht. Die Zusammenfassung sowie die Handlungs- und Forschungsempfehlungen sind bereits im pdf-Download verfügbar. Mehr erfahren...

 

Dazu auch:

Nachhaltigkeit durch Digitalisierung

Digitalisierung kann zu mehr Nachhaltigkeit führen, birgt aber auch Risiken: Zu diesem Schluss kamen zwei Sachverständige in einem öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung am Mittwoch, 15. Mai 2019. Unter Vorsitz von Andreas Lenz (CSU) diskutieren die Abgeordneten mit Carsten Polenz, Vice President für das Sherpa Office Executive Board SAP, und Tilman Santarius von der Technischen Universität Berlin. Carsten Polenz betonte, die Digitalisierung habe von der Öffentlichkeit unbemerkt in den Unternehmen bereits Ende der 1950er-Jahre begonnen, als etwa Bankbewegungen, die zuvor händisch eingegeben wurden, digitalisiert wurden. Mehr erfahren...

 


Internet Tipps

Umfrage „Global Survey on Sustainability and the SDGs“noch bis Ende Juni verfügbar

Vor drei Jahren verabschiedete die UN Vollversammlung die Ziele für nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals, SDGs). Seitdem ist viel passiert – doch was davon nehmen die Menschen wahr? Wie zufrieden sind sie mit den erzielten Fortschritten? Und was bewegt sie, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht?

Erstmals stehen diese Fragen im Fokus einer weltweiten Umfrage – und noch bis Ende Juni 2019 kann sich jeder daran beteiligen. Die Umfrage steht auf www.globalsurvey-sdgs.com in 16 Sprachen zur Verfügung.

Die Befragung richtet sich ebenso an Privatpersonen wie an Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Medien sowie der Zivilgesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Ziel der Umfrage ist es, die Herausforderungen in Bezug auf Umwelt, Soziales und Wirtschaft in den jeweiligen Ländern zu priorisieren und die Dringlichkeit des Handelns zu bestimmen. Darüber hinaus wird die Leistung der Institutionen und Sektoren in den Ländern bewertet.

Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juni 2019 unter anderem auf der Website (www.globalsurvey-sdgs.com) veröffentlicht und Entscheidungsträgern der genannten Sektoren präsentiert, um Bewusstsein zu schaffen und notwendige Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung zu initiieren und zu beschleunigen.

Die Finanzierung des Global Survey trägt das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Durchgeführt wird der Global Survey von der Yale University, New Haven (USA), sowie dem Hamburger Beratungsunternehmen Schlange & Co., das sich auf Nachhaltigkeitsthemen spezialisiert hat.
 
Weitere Informationen zum Global Suvey on Sustainability and the SDGs sind unter der Website

www.globalsurvey-sdgs.com sowie unter #GlobalSurveySDG abrufbar.

 
Was bedeutet eine "Offene Gesellschaft"?

Mm 2. Mai trafen in der stratum lounge der Psychiater und Ökonom Stefan Brunnhuber, der auch Mitglied des Club of Rome ist, und der Rechtsphilosoph und bekannte ZEIT-Autor Felix Ekardt aufeinander. Das Streitgespräch drehte sich um die Frage, was eine "Offene Gesellschaft" ist und ob wir damit in eine wirklich nachhaltige Zukunft kommen.

Das Video des Abends finden Sie jetzt hier.

 


Termine

Nachhaltiger Lebenszyklus von Gebäuden – Wunsch oder schon Wirklichkeit in Hamburg?


am Montag, 24. Juni 2019 von 13.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Kirchhof-Saal, Trostbrücke 6, 20457 Hamburg

Hamburgs Stadtentwicklung läuft auf Hochtouren - ob in der HafenCity, Altona, Oberbillwerder, Neugraben Fischbek oder Wilhelmsburg: Überall entstehen neue innovative Quartiere. Wie gehen große städtische Entwicklungsträger wie die HafenCity GmbH und IBA Hamburg GmbH mit Nachhaltigkeit und Lebenszyklusbetrachtungen bei ihren Projekten um? Wie sichern sie die Themen in der Projektentwicklung und vor allem bei der Umsetzung ab? Sowohl in Deutschland mit dem DGNB als auch in der Schweiz mit dem SNBS sind Standards und Zertifizierungssysteme etabliert – wie sind hier die aktuellen Trends und Erfahrungen? Bei der Veranstaltung soll mit den verschiedenen Akteuren - ob Investoren*innen, Zertifizierenden, Architekt*innen oder Projektentwicklern*innen diesen Fragen nachgegangen und über Stellschrauben, Hemmnisse und Chancen diskutiert werden.

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes derzeit geprüft.

Für die Veranstaltung wird eine Teilnahmegebühr 29 Euro erhoben (in Ausbildung Befindliche gegen Nachweis frei). Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.