Hamburg, 15.02.2022

Liebe Leser*innen,

wir melden uns zurück mit dem ersten Rundbrief in diesem Jahr und haben spannende Neuigkeiten und Veranstaltungen aus dem Zukunftsrat und unseren Mitgliedsorganisationen für Sie parat. Dazu erfahren sie Neues aus der Nachhaltigkeitswelt. Wir wünschen Ihnen informative Lesestunden.

Ihr Zukunftsrat-Team



In eigener Sache

78. Ratstreffen: Partizipation - Bürgernähe - Nachhaltigkeit  - Aufbruch in Hamburg? 

am Dienstag, den  15. Februar 2022, von 18.00 bis 20.00 Uhr, Online-Konferenz via Zoom. 

Corona, Klima, Wohnungsnot, Mietsteigerungen, Digitalisierung, Transformation der Industrie, des Hafens, Demokratie, Vertrauensverlust, Hass & Hetze, Digitalisierung, Bildung... Wo steht Hamburg heute mit der Bürger*innen-Beteiligung, welche Entwicklungsschritte sind geplant und wie erleben die Hamburger*innen die Entwicklung ihrer Beteiligung? Diskutieren Sie mit uns am kommenden Dientag! Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.


Ausschreibung 3. Hamburger Zukunftspreis: Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben?

Der mit 3000 Euro dotierte Hamburger Zukunftspreis unter dem Motto: "Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben?" geht in die 3. Runde. Ziel des Zukunftspreises ist es, Projektideen und Vorschläge zu fördern, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahren aus der Metropolregion Hamburg bis zum 30. Juni 2022. Der 3. Zukunftspreis Hamburg 2022 wird  in Kooperation mit Mehr Demokratie Hamburg ausgeschrieben und wird unterstützt von der Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg. Alle Informationen finden Sie auf unserer Webseite


ZukunftsBlog: Das weibliche Potential einsetzen für Zukunftsgestaltung und Digitalisierung

Unsere Autorin Angelika Ohse hat einen neuen Blogartikel über Frauen in MINT-Berufen veröffentlicht. Sie geht der Frage nach, warum so wenig junge Frauen einen MINT-Beruf wählen und mit welchen Maßnahmen man gegensteuern könnte. Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag. 


Von unseren Mitgliedern

Neuer Podcast der Agrar Koordination "Iss was? Mehr Wissen über Ernährung, Gesundheit und Klima"

Jeden Tag entscheiden wir, was wir essen, zubereiten oder für die nächsten Tage einkaufen. Die Lebensmittel, die wir konsumieren kommen dabei aus aller Welt. Der Podcast „Iss was?“ informiert, was mit unserer täglichen Ernährung verbunden ist – vom Samenkorn bis auf unsere Teller – und macht globale Zusammenhänge sichtbar. Es kommen Expert*innen zum Thema  „Wie können sich alle Menschen heute und in Zukunft gesund und klimafreundlich ernähren?“ zu Wort. Hören Sie hier die erste Folge.


Hamburg

Bericht vom 3. Hamburger Klimagipfel

Beim dritten Hamburger Klimagipfel haben Politik, Wissenschaft, Umweltverbände und Gäste diskutiert, welche erkennbaren Veränderungen in der Hamburger Klimapolitik erforderlich sind. Wenn Sie die Veranstaltung verpasst haben, können Sie hier die Vorträge und Statements einsehen. 

Quelle: BUND Hamburg


Volksinitiative  von „Mehr Demokratie“ zu Bürgerentscheiden vor Gericht abgelehnt

Der Landesverband Hamburg von "Mehr Demokratie e.V." ist mit seinem Anliegen gescheitert, dass auch Bürgerentscheide vor Ort in den Bezirken rechtsverbindlich sind. Der Hamburger Senat klagte mit Erfolg dagegen, denn das Hamburgische Verfassungsgericht hat jetzt entschieden, dass die Forderung nach verbindlichen Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden auf Bezirks- und Senatsebene gegen die Landesverfassung verstößt. Nun darf das Volksbegehren nicht weiter fortgeführt werden. Artikel zum Thema finden Sie hier und hier. 

Quelle: NDR und TAZ


Welche Maßnahmen plant Hamburger gegen die Klimawandelfolgen?

Hamburg ist stark vom Klimawandel betroffen, doch wie bereitet sich die Stadt auf die Klimawandelfolgen, insbesondere  auf die Schäden durch Starkregen vor? Mögliche städteplanerische Maßnahmen wären die Reduktion der versiegelten Fläche, um Regenwasser aufzufangen, das Bauen von unterirdischen Regenspeichern, natürliche Regenspeicher wie Bäume, Büsche und humusreiche Böden oder die Begrünung von Dachflächen und Wänden als Auflage bei Neubauten. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Quelle: Die Zeit


Über den Tellerrand

Der Schutz von Menschenrechten wird auf EU-Ebene erneut verschoben

Erneut hat die EU-Kommission ihren Entwurf für das EU-Lieferkettengesetz verschoben. Damit verschiebt sich der ursprünglich für Juni 2021 geplante Entwurf bereits zum dritten Mal. Ohne Nennung von Gründen oder Angaben zum weiteren Prozess. In einem offenen Brief haben zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, wie die Initiative Lieferkettengesetz, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu aufgerufen, sich hinter das EU-Lieferkettengesetz zu stellen und den Prozess transparenter zu gestalten. Die Pressemitteilung vom 8.2. finden Sie hier.

Quelle: Initiative Lieferkettengesetz


Dazu: Unternehmen.tun in Schleswig-Holstein 

Im Rahmen der Serie Unternehmen.tun konnte das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. auf ihrem Zukunft.Global-Blog bereits einige Firmen vorstellen, die sich entschieden haben den Weg zu mehr Gerechtigkeit in Lieferketten oder Gemeinwohl-Ökonomie einzuschlagen. Sie zeigen: Es ist definitiv möglich, damit erfolgreich zu sein. Hier gelangen Sie zum Blog.

Quelle: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V.


Bürger*innen beschließen Empfehlungen für ein nachhaltigeres und gesünderes Europa

Klimawandel, Umwelt und Gesundheit standen im Mittelpunkt der Beratungen der Bürger*innen, die vom 7. bis 9. Januar 2022 in Natolin (Warschau, Polen) stattfanden. Das engagierte Europäische Bürgerpanel hielt seine dritte und letzte Sitzung im Hybridformat ab und verabschiedete 51 Empfehlungen, die auf der nächsten Plenarkonferenz zur Zukunft Europas diskutiert werden sollen. Details finden Sie hier und direkt als pdf zum Download.


Entscheidung zu Rüstungsexporten

in diesem Jahr könnte die Bundesrepublik erstmals ein Rüstungsexportkontrollgesetz bekommen. So plant es jedenfalls das grüngeführte Bundeswirtschaftsministerium. „Die Entscheidungen über Rüstungsexporte brauchen eine restriktive und klare gesetzliche Grundlage“, sagte der zuständige Staatssekretär Sven Giegold der taz. „Wenn alles nach Plan verläuft, haben wir im zweiten Halbjahr einen ersten Gesetzentwurf.“ Hier gelangen Sie zum Artikel.

Quelle: TAZ


Praktisch kein Meerestier lebt mehr frei von Plastik

Plastik hat die letzten Winkel der Weltmeere erreicht, belegt eine neue Metastudie, die die Umweltschutzorganisation WWF und das Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung veröffentlicht haben. Wie stark die Plastikkrise sich bereits auf Arten und Lebensräume im Meer auswirkt, zeichnet die Metastudie so umfassend und detailliert nach wie keine  Lesen Sie hier den Artikel.

Quelle: Die Zeit


Kurz mal die SDGs erklären?

Das geht mit dem Video vom Eine Welt Forum Kiel e.V.! Ein spannendes Projekt aus dem Norden – Schauen Sie es sich hier mal an.

Quelle. Eine Welt Forum Kiel e.V


Lesetipp zum Wochenende

Tina Teucher geht in der neuen Blog-Reihe "Was denn nun?" typischen Nachhaltigkeitsfragen im Alltag auf den Grund. Elektroauto oder Diesel? Glas oder Plastik Verpackung? Äpfel von hier oder aus Übersee? Honig essen für die Bienen oder nicht?  Los gehts mit der vielgestellten Frage nach dem "richtigen" Antrieb für's Auto. Die Forschung geht zum Glück immer weiter - was heute noch als "wahr" gilt, kann morgen schon überholt sein. Eine aktuelle Einschätzung gibt's im Nachhaltigkeitsblog.

Quelle: Webseite Tina Teucher:


Publikationen und Studien

machbar-Bericht 2021: Ernährung, Klima und Gesundheit

Der aktuelle machbar-Bericht “Das große Ganze”, herausgegeben von VENRO und Mitgliedern des Netzwerks Agenda 2030, formuliert Handlungsempfehlungen, wie Klimaschutz, Ernährungssicherheit und eine gute Gesundheitsvorsorge besser miteinander verbunden werden können. Hier gelangen Sie zum Bericht.

Quelle: Deutsche Gesellschaft CLUB OF ROME


Global Risks Report 2022

Die Stiftung Weltwirtschaftsforum führt die Befragung jährlich durch, das Ergebnis trägt sie in ihrem Weltrisikobericht zusammen, der traditionell auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos erscheint. Die ökologische Krise belegt inzwischen die Plätze 1 bis 5 in den Top 10 der größten globalen Risikofaktoren - laut Weltwirtschaftsforum. Das Versagen beim Bremsen des Klimawandels wurde am häufigsten genannt bei der Frage nach dem größten Risiko für die Menschheit in den kommenden zehn Jahren. Auf Platz zwei und drei liegen eng damit verbundene Gefahren: extremes Wetter und das Artensterben. Hier gelangen Sie zum Report.

Quelle: World Economic Forum


Klimaresilienz in der Stadt der Zukunft. 

DIe Publikation präsentiert Ergebnisse aus 15 Projekten im Themenbereich Klimaanpassung und bereitet so Erkenntnisse aus der Zukunftsstadtforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die kommunale Praxis auf. Lesen Sie hier die ganze Publikation.

Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH


Klimagerechtigkeits-Check der Ampel- Regierung                                                 

Mit dieser Analyse erhalten Sie einen Überblick über die Klimapolitik der Ampel-Regierung aus Klimagerechtigkeitsperspektive. Auch wenn diese ambitionierter ist als zuvor, bleibt es eine Politik im Normalbetrieb. Das reicht nicht, um die katastrophalen Folgen der Klimakrise in den Griff zu bekommen.Der Klimagerechtigkeits-Check zeigt nicht nur die vielfältigen Lücken und Fallstricke der ökologischen Modernisierung, wie sie die Ampel verfolgt, sondern auch, wo es offene Flanken, interne Uneinigkeit und umstrittene Politikbereiche gibt. Hier finden Sie die Publikation:

Quelle: Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V.


Boden-Burnout

Noch 60 Ernten, dann ist Schluss, sagt eine Studie der Vereinten Nationen. Der Grund: erodierte Böden. Auch in Europa. Was tun?  Hier gelangen Sie zum Beitrag.

Quelle: 3sat


Studie über die Kohlenstoffemissionen der Häfen der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment 

Der Hafen in Hamburg belegt den 3ten Platz der Häfen mit den höchsten Schadstoffemissionen in Europa. Ausgehend von einer neuen Untersuchung der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment verursacht der Hamburger Hafen jährlich 4,7 Millionen Tonnen Co2, fast so viel wie ein Kohlekraftwerk. Mit ihrer Untersuchung will Transport & Environment  eine Debatte über die Klimaauswirkungen von Häfen anstoßen. Nach Ansicht der NGO können diese viel mehr für die Umwelt tun, indem sie beispielsweise Schiffen beim Anlegen erneuerbare Energie (Landstrom) anbieten und sich dem Kampf für eine  Klimagesetzgebung anschließen. Lesen Sie hier die Studie.

Quelle: European Federation for Transport and Environment


Internet-Tipps

Neue App "news.oder.fake"

Deutschlands erstes seriöses Newsgame ist da. Es bietet auf spielerischer Weise einen fundierten Umgang mit den relevanten Themen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Mit der kostenlosen App und dem interaktiven Ansatz möchte das Social Startup aus Augsburg einen Beitrag zu mehr Medienkompetenz leisten. Mehr Informationen zum Spiel und den Download-Link gibt es hier

Quelle: nof UG


CORRECTIV.Faktencheck

Gezielte Desinformation wird genutzt, um unsere Gesellschaft zu spalten, Hass zu verbreiten oder Geschäfte zu betreiben. Einseitige oder falsche Informationen kreieren verzerrte Weltbilder. Der CORRECTIV.Faktencheck wirkt dem entgegen und deckt tagtäglich Falschinformationen, Gerüchte und Halbwahrheiten auf. Hier gleangen Sie zur Webseite.

Quelle: CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gGmbH


Digitaler Tauschladen TauschKliMOTTE 

Der digital unterstützte Tauschladen Tauschklimotte in Altona ermöglicht es, Nutzer*innen, Gegenstände, die sie nicht mehr benötigen, gegen Tauscheinheiten oder andere Objekte zu tauschen. Die Weiternutzung der Gegenstände spart Abfälle und CO2 ein. So bisher knapp 470 Tonnen in allen 3 Tauschläden. Alle Gegenstände können auch über die Webseite eingesehen werden.

Quelle: sharetopia e.V.


Petitionen

Schulessen in Hamburg muss bezahlbar bleiben                

In Hamburg wird das Schulessen teurer, weil die Stadt die Förderung komplett streicht. Die Schüler*innen-Kammer (SKH) hat deshalb eine Petition gestartet und fordert einen sozial gestaffelten Zuschuss auf Schulessen in Sekundarstufe 1+2. Lesen Sie hier ein Interview dazu und machen Sie mit und unterzeichnen Sie hier die Petiion.

Quelle: Schüler*innen-Kammer Hamburg (SKH)


Ausschreibungen und Wettbewerbe

Mitmach-Aktion „Gesucht: Hamburgs Faire Büros“ 

Von der Teeküche bis zum Smartphone – Wie Fair sind Hamburgs Büros aufgestellt? Darüber möchte die Fair Trade Stadt Hamburg im Rahmen ihrer Kampagne „Hamburg, mach dich Fair!“ mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen. Alle Büros sind dazu eingeladen, ihre Erfahrungen zu teilen. Als Dankeschön winken attraktive Preise.Mehr Informationen zur Mitmach-Aktion finden Sie hier.

Quelle: Fairtradestadt


Förderfonds „Junges Engagement im Klima- und Umweltschutz“ der Bürgerstiftung Hamburg

Mit der Einrichtung des Fonds sollen Jugendliche aus Hamburg (10 – 25 Jahre)  unterstützt werden, ihre eigenen Projekte und Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz umzusetzen. Die maximale Fördersumme beträgt 3.000€. Wichtig ist, dass die jungen Menschen sowohl Impulsgeber als auch Durchführende der Projekte sind. Die aktuellen Antragsfristen, die Antragsunterlagen und Förderkriterien sowie weitere Informationen zum Förderfonds und zum Jugendumweltrat finden Sie hier.


World University Service (WUS)-Förderpreis 2022 Bildung für nachhaltige Entwicklung 

Die WUS vergibt einen Förderpreis für Abschlussarbeiten von Absolvent*innen an deutschen Hochschulen, die sich in ihren Studienabschlussarbeiten – gleich welcher Fachrichtung – mit einem der folgenden Themen der Sustainable Development Goals (SDGs) auseinandergesetzt haben:    

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Globales Lernen
  • Menschenrecht auf Bildung
  • Migration/Flucht (bis 2020)

Bewerbungsschluss ist der 28.02.2022. Weitere informationen finden Sie hier.

Quelle: World University Service, Deutsches Komitee e.V.


17. Meereswettbewerb 

Unsere Mitgliedsorganisation, die Deutsche Meeresstiftung richtet auch in diesem Jahr ihren Meereswettbewerb aus.  Das Motto „Die Forschung, die wir brauchen – für den Ozean, den wir wollen“ lehnt sich an die UN-Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung an. Noch bis zum 31. März können sich Jugendliche mit ihren eigenen Forschungsideen bewerben. Drei Teams werden ausgewählt und dürfen in den kommenden Sommerferien auf Expedition mit der ALDEBARAN gehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Deutsche Meeresstiftung.


Termine

10. Globaler Klimastreik

Am 25.03. findet der 10. Globale Klimastreik statt. Die Ampelpolitik #ReichtHaltNicht um die 1,5°C-Grenze einzuhalten. Wir brauchen dringend einen Wandel in der Politik, damit wir anfangen die Menschen und nicht die Profite zu schützen. Alle  Informationen zum Streik finden Sie hier.


Pioneers of Change 6. Online Summit

Der diesjährige Online Summit findet vom 10.-12.März unter dem Motto "Brücken bauen für eine menschliche Zukunft" mit mehr als 30 Speakern und über 50 kostenlose Workshops zu Zukunftsthemen statt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.

­


Weitere Veranstaltungen finden Sie auch auf unserer Homepage.