Dienstag, 17. Dezember 2019

Liebe Rundbrief-Leserinnen und Leser,

ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Es ist viel passiert im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Auch deswegen ist unsere Doppelausgabe länger als sonst. Unser nächster Newsletter erscheint im Februar. Genießen Sie die freien Tage und starten Sie besinnlich ins neue Jahr.

Wir wünschen angenehme und spannende Lesestunden!

Ihr Zukunftsrat-Team


 

Wir begrüßen unser neues Mitglied

Die Robert Vogel GmbH & Co KG vermieten 1.850 Wohnungen und 100.000 m² Gewerbefläche im Eigenbestand. Bereits 2010 haben wir mit der Nachverdichtung Bebelallee 64 (Treehouses) in Holztafelbauweise, die CO² Bilanz des Quartieres halbiert. Derzeitig planen wir 3 weitere Holzbauaufstockungen. In 2011 haben wir das erste private Bauvorhaben in der HafenCity errichtet, das Spiegel-Haus, dass mit dem HafenCity Umweltzeichen Gold ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung definiert Nachhaltigkeit in einem umfassenden Sinn, die Nachhaltigkeit der Architektur, der effiziente Energie- u. Wasserverbrauch, die nachhaltige Materialverwendung und die soziale Nachhaltigkeit des Gebäudes. Die Robert Vogel GmbH & Co KG fühlt sich diesen Zielen einer nachhaltigen Stadtentwicklung verpflichtet.  Mehr erfahren…


Einladungen

Erster Hamburger Klimagipfel - Planetare Grenzen einhalten - Die Verantwortung Hamburgs

Montag, 20. Januar 2020, 18 Uhr, Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4, 20459 Hamburg

Schmelzende Polkappen und ein steigender Meeresspiegel weltweit, zunehmende Sommertrockenheit und immer mehr Starkregenereignisse in Deutschland: Vieles deutet darauf hin, dass der Klimawandel längst zur handfesten Klimakrise geworden ist. Im Vorfeld der Hamburger Bürgerschaftswahlen diskutiert der BUND deshalb mit Vertreter*innen der Hamburger Parteien darüber, was von ihnen in der nächsten Legislaturperiode in Sachen Klimaschutz zu erwarten ist. Wir wollen keine Wahlkampf-Floskeln, sondern verlässliche Aussagen, damit die Wählerinnen und Wähler wissen, wen sie wählen sollen, wenn ihnen der Klimaschutz wichtig ist.
 
Auf dem Podium:
SPD: Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft
CDU: Marcus Weinberg, Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl
DIE GRÜNEN: Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen-Fraktion in der Bürgerschaft
Die LINKE: David Christopher Stoop, Landessprecher
FDP: Michael Kruse, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bürgerschaft
Einführungsvorträge: Michael Kopatz, Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie;
Ann-Kathrin Schneider, Leiterin Internationale Klimapolitik, BUND
Moderation: Anke Butscher, abconsult
 
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.bund-hamburg.de/klimagipfel

Veranstalter: BUND Hamburg, Katholische Akademie, UmweltHaus am Schüberg, Zentrum für Mission und Ökumene, Gut Karlshöhe, Zukunftsrat Hamburg


In eigener Sache

HEINZ 2019: noch keine Wende in Sicht

Der Senat hat das versprochene Monitoringsystem für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele in Hamburg bisher noch nicht geliefert. Daher setzt der Zukunftsrat seine Berichterstattung mit den HEINZ 2019 auch im 15. Jahr fort. Ergebnis der statistischen Daten: Verbesserungen bei den Indikatoren Müll, CO2, Fluglärm, Kriminalität; Verschlechterungen jedoch bei öffentlichen Schulden, privatem Wasserverbrauch, Ozon-Belastung, Schulabgänger*innen ohne Abschluss und Empfänger*innen von Sozialleistungen.

Die Hamburger Entwicklungs-Indikatoren Zukunftsfähigkeit (kurz HEINZ) zeigen für das Jahr 2018 wieder ein gemischtes Bild auf. Mehr erfahren… //  Den vollständigen HEINZ finden Sie hier

Aufruf zur Einrichtung einer „Zukunftskommission“ in Hamburg

Nach Artikel 27 der Hamburger Verfassung können mindestens 20% der Bürgerschaftsabgeordneten „zur Vorbereitung von Entscheidungen über umfangreiche und bedeutsame Sachkomplexe“ die Einrichtung einer Enquete-Kommission beantragen.  Mitglieder dieser Kommission sind neben Abgeordneten ‚auch‘ sachverständige Personen, die nicht Mitglied der Bürgerschaft sind. Deshalb schlagen wir in Hamburg die Einrichtung einer Enquete-Kommission („Zukunftskommission“) für die nächste Legislaturperiode vor – mit der zentralen Leitfrage:  „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ (Arbeitstitel). Thematisch „umfangreich und bedeutsam“ als Konkretisierung dieser Leitfrage halten wir die „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN in Hamburg“ bis 2030 für den am besten geeigneten Bezug. Neben Lösungsvorschlägen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen schlagen wir insbesondere die Erarbeitung von Vorschlägen zu zwei Schwerpunktthemen vor:

1. Beschleunigung der Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung
2. Systematische Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen politischer Entscheidungsfindung

Wir setzen uns für eine breite Unterstützung der Bürgerschaftsabgeordneten zur Einrichtung dieser Zukunftskommission ein. Wir erwarten bei der Bildung der Kommission die Berücksichtigung einer bedeutsamen Zahl von ‚sachverständigen Personen‘ aus der Hamburger Zivilgesellschaft.

Wenn Sie diesen Vorschlag unterstützen, senden Sie einfach eine E-Mail mit Ihrem vollen Namen und dem Betreff Zukunftskommission an gokel(at)zukunftsrat.de  oder an helena.peltonen(at)t-online.de  oder an u.skirke(at)on-line.de  Mehr erfahren…


Von unseren Mitgliedern

DGB: Auch Hamburg braucht ein neues Vergabegesetz

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger fordert die Überarbeitung des Vergabegesetzes: „Jedes Jahr vergibt die Stadt Aufträge in Milliardenhöhe. Dabei steht jedoch nur der Preis im Mittelpunkt – nicht die Qualität. So kommen nicht die Bewerber mit guten Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen zum Zuge, sondern diejenigen mit dem billigsten Angebot. Eine Neufassung ist dringend geboten. Die Berliner zeigen gerade, wie das geht.“

Anfang Dezember hat der Berliner Senat die Novellierung des dortigen Vergabegesetzes auf den Weg gebracht. Darin enthalten sind Vorgaben für soziale und ökologische Kriterien bei der Beschaffung. Das Vergabeentgelt in Berlin soll sich am Tarifvertrag der Länder für die Landesbeschäftigten orientieren.

Katja Karger: „Tariftreue muss auch in Hamburg die Grundlage bei allen Auftragsvergaben werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Stadt Lohndumping und das Unterlaufen von internationalen arbeits- und sozial-rechtlicher Standards mit öffentlichem Geld finanziert.“ Mehr erfahren...

Quelle: dgb


Hamburg

Nachhaltigkeitsforum Hamburg

Wie in der Drucksache 21/9700 formuliert, stellt sich Hamburg seiner Verantwortung zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG), und hat in Zusammenarbeit mit der maßgeblich zuständigen Behörde für Umwelt und Energie (BUE) ein zivilgesellschaftliches Gremium einberufen, welches den SDG-Implementierungs¬prozess in Hamburg in¬tensiv begleitet. Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg ist ein Netzwerk aus über 25 Mitgliedsorganisationen mit Vertreter*innen aus Umwelt- und Sozialverbänden, Wirtschaft, Gewerkschaft, Kultur und Bildung. Es trifft sich regelmäßig und langfristig, unabhängig von Wahlperioden.

Auf einer Pressekonferenz am 29.11. präsentierte das Nachhaltigkeitsforum seine Stellungnahme zur besagten Drucksache und fordert den Senat zum entschlossenen Handeln auf.  Mehr erfahren…

Hamburger Haushalt wird auf Gleichstellung ausgerichtet

Der Senat wird in den kommenden Jahren die Gleichstellungswirksame Haushaltssteuerung rechtlich und dauerhaft implementieren. Dazu werden die Behörden und Ämter die entsprechenden haushaltsbezogenen Ziele, und Kennzahlen, soweit möglich, geschlechterdifferenziert ausweisen. Zielsetzung ist, die Verteilung öffentlicher Gelder so zu steuern, dass sie zur Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen wird. Mehr erfahren…

Quelle: Hamburger Ratschlag

Neuer Klimaplan und neues Klimaschutzgesetz für Hamburg

Der Senat beschließt konkrete Maßnahmen für die kommenden zehn Jahre und setzt neue CO2-Ziele für 2030 und 2050. Mehr erfahren…

Quelle: Stadt Hamburg

BUND Hamburg sieht rot-grünen Klimaplan kritisch

Der BUND Hamburg begrüßt das grundsätzliche Bekenntnis des Senats zum  Klimaschutz und die Aufnahme in die Hamburger Verfassung, fordert aber  deutliche Nachbesserungen zum heute vorgestellten Klimaplan. Das  ebenfalls aktuell vorlegte Klimaschutzgesetz wertet der BUND als soliden ordnungspolitischen Aufschlag, verweist aber darauf, dass zentrale  Details erst noch auf der Verordnungsebene geregelt werden müssen. Dies gilt beispielsweise für das wichtige Thema der Gebäudesanierung. 

Als Antwort auf die Klimakrise hat der BUND Hamburg einen breit aufgestellten
Forderungs- und Maßnahmenkatalog erstellt. Ziel ist es, Hamburg bis 2035
klimaneutral auszurichten und damit die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens
umzusetzen. Mehr erfahren…

Quelle: BUND Hamburg

Hamburg unterzeichnet Anti-Plastik-Erklärung

Als eine von 20 europäischen Großstädten hat Hamburg auf der Eurocities Konferenz in Oslo die Erklärung zur Reduzierung von Plastikabfällen und Verschmutzungen durch Plastik unterzeichnet. Die Deklaration wurde vom Städtenetzwerk Eurocities gemeinsam mit der diesjährigen Europäischen Umwelthauptstadt Oslo erarbeitet. Mehr erfahren…

Quelle: Stadt Hamburg


Über den Tellerrand

Reaktionen auf die Ergebnisse der COP 25: "Enttäuschend, inakzeptabel, verantwortungslos"

Massive Blockaden einzelner Länder, schwache Minimalkompromisse erst nach tagelangem Streit, viele ungeklärte Fragen: Nach Abschluss der UN-Klimakonferenz in Madrid zeigen sich viele Beobachter tief enttäuscht.

"Wie laut muss noch demonstriert werden, wie viele Warnungen muss die Wissenschaft noch aussprechen, wie viele junge Leute müssen ihre ganz reale Zukunftsangst noch äußern, damit die großen Wirtschaftsmächte sich endlich nicht mehr taub stellen?", fragte Sven Harmeling, Klimaexperte der Hilfsorganisation Care. Mehr erfahren…

Quelle: Klimareporter

Dänemark legt beim Klimaschutz vor

Dänemark will den CO2-Ausstoß bis 2030 um 70 Prozent reduzieren, bis 2050 klimaneutral sein. Und es schafft auch die Rahmenbedingungen dafür.

Das dänische Klimalov kann sich im internationalem Vergleich sehen lassen: Der CO2-Ausstoß des Landes soll bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 70 Prozent reduziert werden. Und spätestens 2050 will Dänemark „klimaneutral“ sein. Dieses Ziel hat zwar beispielsweise auch Großbritannien. Und Schweden will sogar schon 5 Jahre vorher dort gelandet sein. Aber anders als diese beiden Länder will Dänemark es ohne Atomenergie schaffen. Mehr erfahren…

Quelle:  taz

Neuer Nachhaltigkeitsrat berufen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute im Bundeskabinett die turnusgemäße Neuberufung der Mitglieder des Rats für Nachhaltige Entwicklung bekannt gegeben.

„Die Bundesregierung bekennt sich mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie. Zudem leistet er unverzichtbare Beiträge, um das gesellschaftliche Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken“, unterstrich die Bundeskanzlerin die Bedeutung des Rates. Mehr erfahren...

Quelle: Bundesregierung

Reallabore für die nachhaltige Stadtentwicklung – acht Zukunftsstädte präsentieren sich

Wie lässt sich nachhaltige Stadtentwicklung mit Ideen und Lösungen von Bürgerinnen und Bürger praktisch gestalten? Die Städte Bocholt, Dresden, Friedrichsstadt, Gelsenkirchen, Loitz, Lüneburg, Norderstedt und Ulm sind die acht Gewinner des Wettbewerbs Zukunftsstadt des BMBF. In Reallaboren vor Ort erproben sie nun die Ideen für eine nachhaltige Entwicklung, die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Wissenschaft zuvor entwickelt haben. Mehr erfahren…

Quelle: BMBF

Die Modeindustrie im Umbruch: Von fast zu fair

Mikroplastik, Pestizide, moderne Sklaverei: Düster ist die Bilanz der weltweiten Modeindustrie. Laut Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) verantwortet die 2,5 Billionen schwere Branche rund zehn Prozent aller Kohlenstoff-Emissionen – mehr als internationaler Flugverkehr und Seeschifffahrt zusammen. Jedes Jahr schwemmt das Waschen von Textilien eine halbe Million Tonnen Mikroplastik in die Meere. Jacken, Schuhe und T-Shirts werden oft unter verheerenden Arbeitsbedingungen produziert.

Doch die Industrie gelobt Besserung. So sagt etwa Zalandos Co-CEO Ruben Ritter: „Die gesamte Modebranche steht vor großen Herausforderungen beim Thema Nachhaltigkeit und wir sind Teil des Problems. Zukünftig wollen wir ein Teil der Lösung sein.“ Ab sofort will sich Zalando der Klimaneutralität verpflichten. Mehr erfahren…

Quelle: enorm Magazin

Sauberes Wasser macht immer mehr Aufwand

Immer mehr Schadstoffe wie Pestizide, Nitrat oder Arzneimittelrückstände belasten die Wasserressourcen. Sie zu entfernen, kostet viel Geld; das Verursacherprinzip gesetzlich zu verankern, wäre nach Ansicht der Versorger besser. Mehr erfahren…

Quelle: Spektrum der Wissenschaft

Wie sinnvoll sind Bürgerversammlungen?

Klimaaktivisten fordern eine Bürgerversammlung für den Klimaschutz. Einer neuen Studie zufolge könnte das die polarisierte Klimadebatte voranbringen. Der Philosoph Dominic Lenzi vom "Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change" in Berlin hat sich in einer Studie genauer angeguckt, wie Bürgerversammlungen und ähnliche Konzepte der Bürgerbeteiligung funktionieren.

Er kommt zu dem Schluss, dass sie der Demokratie gerade in umstrittenen Fragen wie dem richtigen Weg zu effektivem Klimaschutz sogar zuträglich sein könnten.  Mehr erfahren…

Quelle: Klimareporter

Das Thema Bürgerversammlungen auf dem Zukunftsrat-Blog: Nichts ist unmöglich: Bürger*innen leisten, was die GroKo nicht hinkriegt

Erstmalig haben in Deutschland Bürgerinnen aus dem ganzen Land in sechs Regionalgruppen die Agenda für zentrale Demokratiefragen für die Bundesebene gesetzt. Die Kernfragestellung war: Wie muss man die Demokratie in Deutschland weiterentwickeln, damit sich die Bürgerinnen mitgenommen fühlen. Mehr erfahren...

Das Problem mit den ausgedienten Windrädern

Förderung ausgelaufen, ineffizient, leistungsschwach: In den kommenden Jahren werden Tausende Windräder ausgedient haben. Die Hoffnungsträger der Energiewende könnten zur Last werden, warnt das Umweltbundesamt. Mehr erfahren…

Quelle: spiegel online

Europas Entwicklungsbank steigt als erste aus fossilen Energien aus

Die Europäische Investitionsbank EIB hat beschlossen, ab dem Jahr 2022 keine Kredite für Kohle-, Öl- und Gasprojekte mehr zu vergeben. Ob und wann andere Entwicklungs- und Geschäftsbanken diesem Beispiel folgen werden, ist noch unbekannt. Mehr erfahren…

Quelle: Klimareporter

Aktion gegen Kurzstreckenflüge: Unter 1000

Flüge unter 1000 km sind einfach zu vermeiden: Es gibt genügend gut funktionierende und klimaschonende Alternativen wie die Bahn, Fernbusse oder Videokonferenzen um Entfernungen unter 1000 km Länge zu überwinden. Also: Unter 1000 machen wir`s nicht! Mehr erfahren…


Publikationen und Studien

World Nuclear Waste Report: Endlagerung von Atommüll konfrontiert Regierungen mit unkalkulierbaren Risiken

Die Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll stellt Regierungen weltweit vor große, bisher nicht ansatzweise gemeisterte Herausforderungen und birgt unkalkulierbare technische, logistische und finanzielle Risiken. Das stellt der erste „World Nuclear Waste Report – Focus Europe" fest.

Nach Berechnungen werden alleine in Europa über 60.000 Tonnen abgebrannter Brennstäbe weiterhin nur in Zwischenlagern gelagert. Bisher habe kein Land der Welt ein Endlager für hochradioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken in Betrieb genommen. Mehr erfahren…

Quelle: Forum nachhaltig wirtschaften

Gucken, was andere tun. Oder: Was motiviert Menschen, sich auf Klimarisiken einzustellen?

Für einen Aufsatz im Fachmagazin Nature Climate Change haben Anne van Valkengoed und Linda Steg von der niederländischen Universität Groningen den Forschungsstand zu der Frage zusammengefasst, was Menschen auf der Ebene von Denken und Fühlen dazu motiviert, sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.

Allgemein wird auch angenommen, dass Menschen sich deshalb so wenig an Klimaänderungen anpassen, weil sie zu wenig über den Klimawandel und die damit verbundenen Gefahren wissen. Doch in den Studien zeigt sich nur ein schwacher Zusammenhang zwischen Wissen und Anpassungsbereitschaft. Etwas stärker hingegen wirkt die emotionale Bindung, die Menschen an einen Ort haben. Demnach können emotionale Investitionen in ein Haus, eine Umgebung oder eine lokale Gemeinschaft Menschen eher dazu motivieren, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Mehr erfahren…

Quelle: klimafakten.de

Zustand der Umwelt in Europa 2020

Europa wird seine Ziele für 2030 nicht erreichen, wenn es in den nächsten zehn Jahren nicht dringend gebotene Maßnahmen gegen den alarmierenden Rückgang der Artenvielfalt, die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels und den übermäßigen Verbrauch natürlicher Ressourcen ergreift. Der heute veröffentlichte Bericht „Zustand der Umwelt“ der Europäischen Umweltagentur (EUA) stellt fest, dass Europa im Umweltbereich vor Herausforderungen von nie da gewesener Größenordnung und Dringlichkeit steht. Dem Bericht zufolge besteht jedoch auch Anlass zur Hoffnung. Sie gründet sich auf dem gestiegenen öffentlichen Bewusstsein für Nachhaltigkeit, technologische Innovationen, wachsende Gemeinschaftsinitiativen und neue EU-Maßnahmen wie dem „Europäischen Green Deal“. Mehr erfahren… // Zum Bericht…

Quelle: Umweltbundesamt

Klimakrise zwingt jährlich 20 Millionen Menschen zur Flucht

Klimabedingte Katastrophen waren in den vergangenen zehn Jahren die Hauptursache für Binnenflüchtlinge. Sie zwangen jedes Jahr mehr als 20 Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen – das ist eine Person alle zwei Sekunden.

Die ärmsten Länder trifft es am härtesten: Das zeigt Oxfams neuer Bericht „Forced From Home“, der zum Start der UN-Weltklimakonferenz in Madrid erscheint. Es braucht endlich raschere und weitreichendere Emissionssenkungen der Industrieländer sowie die Einrichtung einer Finanzierungsmöglichkeit, die arme Länder bei der Bewältigung von unvermeidlichen Verlusten, Schäden und Zerstörungen durch die Klimakrise unterstützt. Mehr erfahren… // Bericht herunterladen…

Quelle: Oxfam

Broschüre Klimaschutz zum Selbermachen

Die Broschüre "Klimaschutz zum Selbermachen - saubere Energie für alle" ist da! Das Bündnis Bürgerenergie, richtet sich mit dieser Broschüre an Bürger*innen und Gemeinden, die Klimaschutz als wichtiges Thema erkannt haben und macht bewusst, wie wichtig eine nachhaltige, saubere Energieversorgung für das Klima ist. Die Broschüre soll Lust auf Energiewende verbreiten und den Menschen Möglichkeiten aufzeigen, selbst Teil der Energiewende zu werden in den Bereichen Strom, Mobilität und Wärme. Die Chancen der Energiewende sehen und nutzen, ist die Devise! Zur Broschüre...

Quelle: Bündnis Bürgerenergie


Internet-Tipps

Podcast: Mission Energiewende – Warum ist das alles gedeckelt?

Zwischen Januar und September diesen Jahres sind gerade einmal 148 neue Windräder errichtet worden. So gering war der Zubau seit 20 Jahren nicht.

Grund dafür ist vor allem die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) aus dem Jahr 2017. Demnach müssen sich Unternehmen, die Windkraftanlagen errichten möchten, über Auktionen um eine Förderung bewerben. Genehmigt werden diejenigen mit den niedrigsten Geboten. Gerade wird der Zubau von Solar-und Windkraftanlagen immer unattraktiver. Mehr erfahren…

Quelle: Detektor.fm

Weltkarte zur Klimagerechtigkeit

Der Klimawandel trifft diejenigen am härtesten, die ihn am wenigsten zu verantworten haben. Ob wir das Klima schützen oder die Klimakrise weiter anheizen, ist somit immer auch eine Frage der Gerechtigkeit. Gemeinsam mit PowerShift und der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt das Umweltinstitut München, wie sich die bestehenden Ungerechtigkeiten auf einem um drei Grad erwärmten Planeten weiter verstärken.

Den Geschichten von Hitze und Dürre, Überschwemmungen und kollabierenden Ökosystemen stellt es die Kämpfe der erstarkenden Klimabewegung weltweit gegenüber. Eine Bewegung, die grundsätzliche Fragen stellt: nach unserem Zusammenleben und Wirtschaften, nach Transformation, Demokratisierung und der Autonomie über die eigenen Ressourcen. Hier verlinkt…

Quelle: Umweltinstitut München


Wettbewerbe und Ausschreibungen

3. Hamburger Zukunftspreis

Der Zukunftspreis des Zukunftsrates Hamburg fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitrage.

Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene aus der Metropolregion Hamburg bis zum Alter von 30 Jahren. Bewerbungen und Vorschläge sind bis zum 31. März 2020 einzureichen. Mehr erfahren… // Zum Facebook-Event

Fördertopf "Junges Engagement im Umwelt-/Klimaschutz" der BürgerStiftung

Mit der Einrichtung des Fonds hat die BürgerStiftung Hamburg sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche aus Hamburg (10 – 25 Jahre) darin zu unterstützen, ihre eigenen Projekte und Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz umzusetzen. Die maximale Fördersumme beträgt 3.000€. Antragsberechtigt sind sowohl freie außerschulische Jugendgruppen als auch Projekte, die an der Hochschule, in der Schule oder im Jugendverband angesiedelt sind. Wichtig ist, dass die jungen Menschen sowohl Impulsgeber als auch Durchführer der Projekte sind.

Über die Vergabe der Fondsmittel entscheidet der neu gegründete Jugendumweltrat der BürgerStiftung Hamburg. Die erste Beschlusssitzung des Jugendumweltrates findet am 30.01.2020 statt. Die Antragsfrist für die erste Vergaberunde endet somit am 10.01.2020.  Förderkriterien, kommende Entscheidungsrunden und die entsprechenden Antragsfristen werden Anfang Februar online kommuniziert. Mehr erfahren…

UBA-Wettbewerb „Blauer Kompass“ gestartet

Mit dem Wettbewerb „Blauer Kompass“ zeichnet das Umweltbundesamt Projekte zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels aus. Es werden Projekte gesucht, die innovative Antworten auf Klimafolgen in Deutschland finden.

Die vier Gewinner (ein Publikumspreis) erhalten jeweils eine Trophäe sowie Unterstützung bei der bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu jedem Projekt wird außerdem ein Kurzfilm gedreht und auf der Preisverleihung präsentiert. Bewerbungen können bis zum 10. Februar 2020 online eingereicht werden. Mehr erfahren…


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