E-Mail
 
 
 
21. Juni 2018

Liebe Rundbrief-Leserinnen und Leser,

 

im Zuge der neuen Datenschutzgrundverordnung stand für den Zukunftsrat Hamburg ein größeres technisches Update unserer Online-Präsenz an. Wir haben eine aufgefrischte Webseite, die nun übersichtlicher und technisch auf dem neuesten Stand zum Stöbern einlädt. Auch bei unserem Rundbrief hat sich vor und hinter den Kulissen etwas getan. Neben einer neuen Datenschutzerklärung war auch eine erneute Bestätigung Ihres Rundbrief-Abonnements notwendig. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle für Ihr stetiges Interesse danken. Durch das Update haben wir nun neue technische Möglichkeiten, mit denen wir in der nächsten Zeit unseren Rundbrief weiter verbessern möchten. Sollte es in der Übergangsphase zu technischen Problemen kommen, so bitten wir dies zu entschuldigen.

Wir freuen uns, Sie weiter über unsere Arbeit sowie zu Neuigkeiten und interessanten Beiträgen aus der Nachhaltigkeitsdebatte zu informieren und wünschen angenehme und spannende Lesestunden.

 

Ihr Zukunftsrat-Team  

 


 

In eigener Sache

Relaunch unserer Webseite

Wir haben unsere Webseite überarbeitet und sowohl technisch als auch optisch auf den neuesten Stand gebracht.

Die Menüstrukturen wurden gestrafft und übersichtlicher organisiert. Auch das restliche Design der Seite ist auf klare Strukturen und Übersichtlichkeit ausgelegt. Neu ist auch, dass sich die Webseite dynamisch der Browsergröße anpasst. So ist nun auch ein angenehmes Lesen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets möglich. Mit den neuen technischen Möglichkeiten wollen wir in den kommenden unser Online-Angebot weiter anpassen und verbessern. Sollte es zwischendurch zu technischen Problemen können, so bitten wir dies zu entschuldigen. Wir bemühen uns natürlich, diese zu vermeiden.

Schauen Sie doch schon mal rein: www.zukunftsrat.de


Rückkauf der Hamburger Fernwärme darf nicht scheitern

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND und Zukunftsrat Hamburg

Der Streit um den Rückkauf des Fernwärmenetzes in Hamburg geht weiter. Obwohl die Hamburger*innen sich per Volksentscheid für die Rücknahme auch des Fernwärmenetzes in die Hände der Stadt ausgesprochen haben, macht Vattenfall jetzt Probleme.

Die aktuell vorgelegte neue Wertermittlung, nach der sich der Unternehmenswert der Hamburger Fernwärme innerhalb von sechs Jahren auf 645,1 Mio. Euro halbiert hätte, legt den Verdacht nahe, dass die Unternehmensbewertung im Jahr 2011 fehlerhaft gewesen ist. Damals war das Unternehmen, das dieses Jahr in die öffentliche Hand zurückgeholt werden soll, auf 1,3 Mrd. Euro taxiert worden. Das entscheidende Gutachten wurde damals trotz erheblicher Zweifel und entsprechender Transparenzanträge nicht öffentlich gemacht. Der neue Unternehmenswert lässt möglicherweise sogar die Geschäftsgrundlage der Preisvereinbarung von 2011 entfallen; jedenfalls wäre ein Festhalten am überhöhten Mindestpreis ein Verstoß gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB).

Der Zukunftsrat Hamburg und der BUND Hamburg sehen eine Übernahme der Hamburger Fernwärme in die öffentliche Hand weiterhin als zwingend erforderlich an. Zum einem verpflichtet der erfolgreiche Volksentscheid Unser Hamburg - Unser Netz die Bürgerschaft und den Senat dazu. Zum anderen blockiert Vattenfall als aktueller Betreiber des Netzes den Umstieg auf erneuerbare Energieträger, wenn gleichzeitig Kohlewärme aus dem umstrittenen Kraftwerk Moorburg eingespeist werden soll.
„Die Fernwärme muss wieder in die öffentliche Hand, daran geht kein Weg vorbei. Nur wenn uns in Hamburg der Einstieg in eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung gelingt, schaffen wir bei der Energiewende auch die „Wärmewende“ und die klimapolitischen Zielvorgaben“, so Dr. Jochen Menzel vom Hamburger Zukunftsrat.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie als pdf-Dokument hier.

 

Tschüss Kohle: Über 21.000 Unterschriften für den Kohleausstieg an den Senat übergeben

Der Zukunftsrat Hamburg hat am 08.6. als Bündnispartner der ‚Volksinitiative Tschüss Kohle‘ und als einer von 45 Partner*innen über 21.000 Unterschriften für den Kohleausstieg von Hamburgerinnen und Hamburgern beim Hamburger Senat eingereicht.

Der Zukunftsrat Hamburg ist von Anfang an Partner und Unterstützer der Volksinitiative, da der Kohleausstieg zunächst im Wärmebereich und schließlich in der gesamten Energieversorgung Hamburgs eine der effektivsten Klimaschutzmaßnahmen in der Metropolregion darstellt – und endlich den Weg für regenerative Energien freimacht!

„Nachdem die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs mit vielen Unterschriften eindrucksvoll für Kohleausstieg und Klimaschutz votiert haben, erwarte ich, dass die Hamburger Bürgerschaft baldmöglichst ein entsprechendes Gesetz beschließt,“so Dr. Ulf Skirke vom Zukunftsrat Hamburg und Vertrauensperson der ‚Volksinitiative Tschüss Kohle‘.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.


Hamburg

Große Solarthermie in großer Stadt

Die Energiewende kommt – vor allem im Wärmebereich – bisher weiterhin schleppend voran. Götz Warnke, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie in Hamburg, hat in einem Artikel in Fachzeitschrift Sonnenenergie nun ein innovatives Konzept für Hamburg skizziert.

Dieses Konzept sieht die Einrichtung von großen Solarthermie-Anlagen speziell hier in der Millionenstadt Hamburg vor. Große Solarthermie-Anlagen gibt es bisher vor allem in Dänemark, aber auch dort nur am Stadtrand; innerstädtisch galten sie bislang als nicht umsetzbar. Da aber eine künftige, fossil-freie Wärmeversorgung ohne die Sonnenenergie als effektivste Erneuerbare Energieform kaum möglich sein wird, ist eine Lösung auch in innerstädtischen Lagen nötig. Warnke hat dafür den nördlichen Altonaer Autobahn-Deckel als potentielles Ort identifiziert und zeigt in seinem Artikel ausführlich die Machbarkeit und die Vorteile des Projektes auf. Dabei kombiniert er eine große Solarthermie-Anlage mit dem Schaffen eines artenreichen Biotops. Den Artikel als .pdf können Sie hier abrufen.

 


Über den Tellerrand

Fußball Weltmeisterschaft 2018 - Spielwiese Menschenrechte

Vertreibung, Diskriminierung, unmenschliche Arbeitsbedingungen: Sportereignisse wie die WM in Russland gehen mit der Aushöhlung von Menschenrechten einher – und die Gleichgültigkeit der Profis lässt autoritäre Regime alltäglich erscheinen. Doch auch in Demokratien können Megaevents solch eine Aushöhlung der Menschenrechte in Gang setzen. Wenn sie für eine Turnierlänge Millionen Menschen aus aller Welt zueinander führen, aber ihre Kosten danach dem Gemeinwohl zur Last liegen - über Jahre, manchmal Jahrzehnte. Steuergeld fließt in Schuldentilgung und Instandhaltung, weniger in Gesundheitsvorsorge und Bildung, weniger in Sicherheit und Infrastruktur. Wie kann man ein Bewusstsein dafür schaffen, dass unser Stadionvergnügen mit der Ausbeutung asiatischer Trikotnäherinnen zu tun hat? Wie könnte ein Megaevent aussehen, das niemandem schadet?
Der Journalist Ronny Blaschet beschäftigt sich in der Themenreihe „Fußball und Menschenrechte“ pünktlich zur nun beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit diesen Themen. Mehr erfahren… 

Quelle: 120minuten.net

 

Luftschadstoff und CO2 Reduzierung durch elektrischen Betrieb von LKW-Kühlaggregaten

Täglich sind auf Bundesdeutschen Straßen ca. 50.000 LKW mit Kühlaggregaten unterwegs Während der Fahrt werden diese Aggregate durch einen separaten Dieselmotor angetrieben. Diese Dieselmotoren unterliegen nicht der Abgasregulierung und besitzen i. d. R. keine Vorrichtungen zur Schadstoffreduzierung (NOx, Feinstaub, etc.).

Während der Ruhe- und Ladezeiten laufen diese Diesel ebenfalls, obwohl mehr als 95% der Aggregate einen Stromanschluss für den schadstofffreien elektrischen Betrieb haben. Für große Teile Deutschlands ergibt sich durch die Bereitstellung einer Infrastruktur für den elektrischen Anschluss dieser LKW während Ruhe- und Ladezeiten ein hohes Potential zur CO2- und Schadstoffreduzierung. Die Kosten der Infrastruktur sind relativ gering und amortisieren sich bei entsprechender Auslastung schon nach wenigen Jahren.

Der Arbeitskreis Energie & Klima der Initiative Agenda 21 Ottobrunn-Neubiberg schlägt deshalb eine bundesweite Umsetzung dieses Projektes vor.

Kontakt:
Agenda21 Ottobrunn-Neubiberg  AK-Energie&Klima                
Dieter Heber  0163 2707987
Neue-energie-ottobrunn(at)arcor.de

http://www.agenda21-ottobrunn-neubiberg.de   

Die vollständige Projektskizze können Sie hier abrufen.

 

Warum Mode-Labels Schulen in Indien unterstützen sollten

Der Glamour immer neuer modischer Farben, Formen und Applikationen im Modebereich kostet heute kaum etwas. Den wahren Preis zahlen zum Beispiel die 55 Millionen Baumwoll-Kleinstbauern in abgehängten ländlichen Regionen unserer Welt. Die GoodTextiles Stiftung entwickelt und unterstützt Programme, um die natürlichen Lebensgrundlagen von Farmer-Familien und Arbeiterinnen zu schützen.

Diesen zentralen, aber meist für uns unsichtbaren Partnern textiler Wertschöpfungskette und auch ihren Kindern will die Stiftung wirtschaftlich eine Perspektive sichern. Projektziele sind immer, die Verbesserung der Lebenssituation, Schonung der natürlichen Wasserreserven, Ausbau des ökologischen Gleichgewichtes, Investition in Bildung und die Erzielung höherer Einkommen. Dieses gelingt, indem gezielt in die Infrastruktur vor Ort investiert wird. Mehr erfahren...
 

 


Publikationen und Studien

Nachhaltige Kita- und Schulverpflegung – wie geht das?

Das Projekt „Gutes Essen macht Schule“ zeigt in seiner neuen Broschüre auf, wie Ernährung in Kindergärten und Schulen nachhaltig gestaltet werden kann. Die 52-seitige Broschüre ist vor allem für Menschen gedacht, die in einer Kita- oder Schulküche arbeiten oder für die Planung der Verpflegung an Kitas und Schulen verantwortlich sind. Auch engagierte Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen soll die Broschüre bei ihrem Einsatz für gutes Kita- und Schulessen unterstützen.
Die Broschüre bietet Hintergrundinformationen darüber, was eine nachhaltige Ernährung beinhaltet und welche Vorteile sie bietet. Die Kapitel widmen sich den Themen Einsatz von Bio-, Regional- und fair gehandelten Lebensmitteln sowie den Anforderungen an ein nachhaltigen Fleisch- und Fischkonsum. Zudem beleuchtet die Broschüre Gründe für hohe Lebensmittelabfälle an Kitas und Schulen und zeigt auf, wie die Abfälle reduziert werden können.
Im Mittelpunkt der Broschüre stehen Anregungen, wie eine nachhaltige Ernährung in der eigenen Küche praktisch und kostengünstig umsetzt werden kann. Erfolgreiche Praxisbeispiele einer nachhaltigen Kita- und Schulverpflegung werden in dem Heft vorgestellt, so dass Verpflegungsverantwortliche und engagierte Menschen sich inspirieren lassen können für Initiativen an der eigenen Einrichtung.

Die Broschüre kann hier bestellt oder als pdf-Dokument runtergeladen werden.

 

Status der weltweiten Energiewende

Das Politiknetzwerk REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century) veröffentlicht jährlich den „Globalen Statusbericht zu Erneuerbaren Energien“ (Global Status Report, GSR), der den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien verfolgt und sich damit zur Standardreferenz für Ausbau und Investitionen in erneuerbare Energien entwickelt hat. Der jährliche Bericht stellt Stand und geografische Verteilung der weltweit installierten Erneuerbaren-Kapazitäten, der Ausbauziele und Politikinstrumente sowie die weltweit getätigten Investitionen in erneuerbare Energien, sowie eine interaktive Karte mit länderspezifischen Informationen dar.

Gerade wurde der Report für 2018 veröffentlicht. Das Ergebnis ist zwiespältig: Auf der einen Seite nimmt das Wachstum der Erneuerbaren Energien weiter zu. Im Stromsektor wurden 2017 gar 70 % der weltweit dazugewonnenen weltweiten Stromerzeugungskapazitäten erneuerbar erzeugt. Auf der anderen Seite stiegen die weltweiten CO2-Emissionen im selben Jahr nach drei stabilen Jahren erstmals wieder um 1,4 %. Schuld sind hier vor allem der Wärme-, Kühlungs- und Transportsektor, die gemeinsam etwa 80 % des Energieverbrauchs ausmachen und in denen bisher wenig Veränderung hin zu Erneuerbaren zu erkennen sind. Dennoch steigen auch die Investitionen in Erneuerbare Technologien weiter rasant an. Der Report erzählt also sowohl eine Erfolgsgeschichte als auch von weiterhin großen und noch wachsenden Herausforderungen.

Der Report ist auf Englisch in voller Länge online abrufbar. Mehr erfahren…

 


Wettbewerbe und Ausschreibungen

Der Europäische Nachhaltigkeitspreis

Im Jahr 2018 lobt die Europäische Kommission zum ersten Mal einen Europäischen Nachhaltigkeitspreis aus, um den Einsatz und die Kreativität europäischer Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen im Bereich Nachhaltigkeit zu honorieren.

Das Ziel dieser Auszeichnung ist klar: sie soll inspirierende Initiativen bekannt machen, mit denen die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung in konkrete Lösungen und Chancen umgesetzt werden.

Angesichts des Querschnittscharakters der globalen Zielen für die nachhaltige Entwicklung bezieht sich der Nachhaltigkeitspreis auf ein bestimmtes Thema, das sich an das vom Hochrangigen politischen Forum der Vereinten Nationen jährlich ausgewählte Thema anlehnt.

In diesem Jahr lautet das Thema des Nachhaltigkeitspreises: „Befähigung der Menschen und Gewährleistung von Inklusion und Gleichheit“.

Der Wettbewerb ist in vier Kategorien von Interessenträgern aufgeteilt:

  •     Jugend
  •     öffentliche Einrichtungen
  •     private Einrichtungen
  •     Zivilgesellschaft

Die Gewinner werden vom Ersten Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, und Vizepräsident Jyrki Katainen im Frühjahr 2019 anlässlich einer feierlichen Veranstaltung bekannt gegeben. Der Preis ist rein ideell, doch er sorgt für hohe Sichtbarkeit in Form von öffentlichem Interesse und verstärkter Berichterstattung zum Thema.

Interessiert? Zögern Sie nicht! Hier erfahren Sie alles über die Anmeldung zum Wettbewerb. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 14. September 2018. Vielleicht werden Sie ja der nächste Europameister in nachhaltiger Entwicklung!

Mehr erfahren...


Termine

Alle Termine finden Sie auf unserer Webseite.