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Gemeinsames Engagement

Liebe Leserinnen und Leser,

Neuer Monat, neue Krisen. Unter dem Iran-Krieg leiden vor allem die Menschen direkt vor Ort. Allerdings sind die Auswirkungen auch bei uns spürbar. Die Benzinpreise steigen. Die Sorge vor weiterer Inflation wächst. Wer ein Elektroauto fährt wird sich wohl gerade besonders darüber freuen nicht von fossilen Treibstoffen abhängig zu sein. Denn das zeigt das Brennglas des Iran-Krieges deutlich: die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist längst kein reines Klimathema mehr. Zwar sollte der Kampf gegen den Klimawandel mehr als Grund genug sein, endlich Dampf in die Energiewende zu bringen aber falls dieses Argument nicht reicht, ist das Thema Sicherheit ein weiteres.

In diesem Rundbrief werfen wir einen genaueren Blick auf dieses Thema mit einer Studie, die zeigt, dass ein Großteil der Deutschen mehr Energiewende möchte, aufgrund ihrer Sorge um die nationale Sicherheit.

Außerdem schauen wir auf den Zusammenhang zwischen Geschlechtergerechtigkeit und Klima, wie Kopenhagen an seinen Klimazielen “erfolgreich gescheitert” ist und freuen uns über das Bundesverdienstkreuz für ein langjähriges Mitglied in unserem Netzwerk. Zum Abschluss gibt es natürlich wieder jede Menge aktueller Termine.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr Zukunftsrats-Team

Inhaltsübersicht

  1. In Eigener Sache
    • Bundesverdienstkreuz für Angelika Ohse
    • Blogbeitrag von Angelika Ohse: Inklusive und nachhaltige Mobilitätswende in Hamburg
  2. Hamburg
    • Harburg – Internationale Wochen gegen Rassismus
    • Grünes Ding auf St.Pauli: Neuer Park an der Elbe
  3. Über den Tellerrand
    • Umfrage und Wirtschaftsappell zur Energiewende
    • Petition: Pflicht zur Barrierefreiheit
    • Leseempfehlung: Klimagefühle
    • Ökofeminismus: Die Verbindung von Klima und Gender
    • Erfolgreich gescheitert – Kopenhagens Klimaplan
  4. Termine, Termine, Termine

In eigener Sache

Bundesverdienstkreuz für Angelika Ohse

Angelika Ohse, Maryam Blumenthal © Landesfrauenrat Hamburg
Schon seit über 45 Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich in der Gleichstellungsarbeit und der Teilhabe und gesellschaftlichen Anbindung von Geflüchteten. Unter anderem ist sie aktiv bei ArbeiterKind.de und im Landesfrauenrat, wo sie seit 2023 im Vorstand ist. Für ihr Engagement wurde Angelika Ohse jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Ein zentraler Fokus ihrer Arbeit ist das Thema Bildungsgerechtigkeit. So setzt sie sich besonders für die Förderung von Mädchen im MINT-Bereich ein und bringt dabei auch ihren beruflichen Hintergrund mit ein. Sie ist studierte Mathematikerin und arbeitete lange in der Software-Entwicklung und im Projektmanagement.

Seit 2023 ist sie auch in unserem Koordinierungskreis aktiv.
Der Zukunftsrat Hamburg gratuliert Angelika Ohse zur Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz und bedankt sich für ihr unermüdliches und konsequentes Engagement für Gleichstellung und Abbau von Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Wir fühlen uns geehrt, dass Angelika ihre wertvollen Beiträge auch in unser Netzwerk einbringt, damit wir in gemeinsamer Anstrengung die Zukunft für uns alle lebenswert gestalten können.

Beitrag: Inklusive und nachhaltige Mobilitätswende in Hamburg

Passenderweise können wir Ihnen gleich einen neuen Beitrag von Angelika Ohse präsentieren. Es geht um das Projekt „Gleichberechtigt mobil in Hamburg“ und die Frage nach Unterschieden im Mobilitätsverhalten von Frauen und von Männern*.

"Traditionelle Planungsprozesse wurden überwiegend von / für Männer* konzipiert, die ihre eigene Art der Mobilität als allgemein ansahen.

Darum wurden in der Stadtentwicklung die spezifischen Bedürfnisse von Frauen*, aber auch von Kindern, älteren Menschen und anderen marginalisierten Gruppen, weitgehend vernachlässigt. Um diese Lücke zu schließen, ist es unerlässlich, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen* in Bezug auf Mobilität zu berücksichtigen."

Der Blogbeitrag fasst die Ergebnisse des Projektes zusammen. Von einer Bestandsaufnahme bis zu konkreten Handlungsempfehlungen für die Stadt Hamburg.

Hamburg

Harburg - Internationale Wochen gegen Rassismus

Bereits zum fünften Mal beteiligt sich der Bezirk Harburg an den Internationalen Wochen gegen Rassismus mit einer Reihe von Veranstaltungen in Süderelbe. Teil des vielfältigen Programms sind unter anderem Lesungen, Ausstellungen, Angebote um kreativ zu werden und Workshops.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind (bundesweite) Aktionswochen der Solidarität mit den Gegner*innen und Opfern von Rassismus. Das diesjährige Motto lautet 100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Wann:
16.03 - 28.03
Wo: verschiedene Veranstaltungsorte in Harburg & Süderelbe

Grünes Ding auf St.Pauli: Neuer Park an der Elbe

Zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken entsteht ein neuer Park. Basierend auf über 700 Vorschlägen von Anwohner*innen soll die Hafenkante von St.Pauli neu gestaltet werden und in einen grünen Freiraum für die Nachbarschaft verwandelt werden. Statt Parkplätzen und Beton sollen hier bald Bäume Schatten spenden und Viel Platz für Sport, Freizeit und Erholung entstehen.

Über den Tellerrand

Umfrage und Wirtschaftsappell zur Energiewende

Steigende Benzinpreise und Sorgen um Inflation im Rahmen sorgen für eine weiter zunehmende Unterstützung für den Ausbau erneuerbarer Energien. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe. 58 Prozent der Deutschen wollen eine Priorisierung der Energiewende. Unter Unterstützer:innen der Regierungsparteien ist dieser Wert noch höher (CDU/CSU: 72 Prozent; SPD: 81 Prozent) Die Umfrage wurde noch vor dem Iran-Krieg durchgeführt, der die Zahlen tendenziell eher noch nach oben treiben dürfte.

Zugleich haben inzwischen schon über 4.500 Unternehmen einen Appell an die Regierung unterschrieben, am beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren festzuhalten und nicht auf die Bremse zu treten. Ein deutliches Signal an die Politik.

Den Appell finden Sie hier:

Petition: Pflicht zur Barrierefreiheit

Zu einer nachhaltigen Zukunft für Alle gehören auch Inklusion und Barrierefreiheit. Ende Februar beschloss das Bundeskabinett eine Reform des Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz, die von Betroffenen stark kritisiert wird. Hauptkritikpunkt: Unternehmen werden zwar dazu verpflichtet nach Lösungen für mehr Barrierefreiheit zu suchen, können sich der konkreten Umsetzung aber einfach entziehen, indem sie Maßnahmen als “unzumutbar” erklären.
Hier setzt die Petition von René Schaar an, er ist selbst von einer Behinderung betroffen und fordert, dass die Politik bei der BGG-Reform dringend nachbessern soll.

Leseempfehlung: Klimagefühle

Die Klimakrise kann überwältigen, Angst machen, Wut, Scham, gar Verzweiflung hervorrufen. Zu groß scheint die Herausforderung, zu enorm die schon eingetretenen und noch möglichen Folgen für Mensch und Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, sich im Angesicht der Krise um die eigene mentale Gesundheit zu kümmern, damit Kraft bleibt für das Engagement für eine bessere Zukunft. Genau darum geht es in “Klimagefühle” von Lea Dohm und Mareike Schulze. Die beiden Gründerinnen der Psychologists for Future geben in diesem Ratgeber praktische und fundierte Tipps um nicht den Mut zu verlieren und die eigenen Klimagefühle als Motivationsmotor zu nutzen.

Ökofeminismus: Die Verbindung von Klima und Gender

Im Nachgang des internationalen Frauentags am 8. März lohnt es sich, einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit zu werfen. Maja Ziegenbein hat für die Heinrich-Böll-Stiftung Paris eine tiefgreifende Analyse ökofeministischer Perspektiven geschrieben. Ein kurzer Auszug:

Zwischen den Verursacher:innen des menschengemachten Klimawandels und jenen, die am stärksten unter seinen Folgen leiden, besteht eine grundlegende Kluft. Diese Ungleichverteilung von Verantwortung und Betroffenheit bildet die Grundlage der Forderung nach Klimagerechtigkeit – eine Forderung, der sich auch ökofeministische Ansätze anschließen. Besonders betroffen sind die ärmsten und am stärksten marginalisierten Bevölkerungsgruppen, deren Vulnerabilität häufig auf ein Zusammenwirken struktureller Ungleichheiten zurückzuführen ist. […]

Verschiedene Studien zeigen dabei, dass insbesondere Frauen* in Ländern des Globalen Südens stark unter den Folgen klimabedingter Ressourcenknappheit leiden. Dies äußert sich nicht nur in einer erhöhten Arbeitsbelastung, einem höheren Armutsrisiko und wachsender Ernährungsunsicherheit, sondern auch in einer steigenden Gefahr geschlechtsspezifischer Gewalt.”

Erfolgreich gescheitert – Kopenhagens Klimaplan

Kopenhagen hatte große Ambitionen. Bis 2025 sollte die Stadt klimaneutral werden. Hat’s funktioniert? Nicht ganz, die Stadt hat ihre Emissionen nur um knapp 80 Prozent reduziert. Dennoch wird der Kopenhagener Klimaplan als Erfolg gewertet. Ohne das ambitionierte Ziel hätte es nicht genug Druck gegeben auch schwierige politische Entscheidungen zu treffen und die Stadt wäre vermutlich deutlich weiter von Net-Zero entfernt als heute.
In der Schweizer Zeitung Republik analysieren Rasmus Thirup Beck und Rebecca Thao Vy Pham die Ursprünge, Erfolge und die Zukunft des Kopenhagener Klimaplans.

Republik ist in der Regel nur Abonnent:innen vorbehalten, dieser Artikel ist jedoch kostenfrei zugänglich. Möglicherweise müssen Sie aber ein Pop-up wegklicken.

Termine

Kostenfreie Schulung zum Thema Nachhaltiges und Gesundes Büro

Im Rahmen eines EU-geförderten Projekts bietet das Baltic Environmental Forum, ein Umweltverein aus Hamburg, aktuell eine kostenfreie Online-Schulungsreihe zum Thema „Nachhaltiges und Gesundes Büro" an. In sechs Modulen zeigen wir, wie sich mit einfachen Mitteln plastikfreie, schadstoffarme und ressourcenschonende Alternativen im Büroalltag umsetzen lassen – mit Blick auf Gesundheit, Klima und Umwelt. Mit wöchentlichen Challenges und einem eigenen Mini-Projekt setzen die Teilnehmenden das Gelernte direkt um und geben ihr Wissen im Team weiter.

  • 14.04.2026: Einführung in nachhaltige Bürowelten – Grundlagen, Hintergründe und Zusammenhänge
  • 21.04.2026 Nachhaltigkeit in Büroküche, Bad und Homeoffice – mit Fokus auf gesunde Materialien
  • 28.04.2026: Schreibwaren und elektronische Geräte – bewusster Einsatz und gesündere Alternativen
  • 05.05.2026: Wissen weitergeben und Veränderungen im Team anstoßen
  • 12.05.2026: Nachhaltige Beschaffung in der Praxis – Austausch und Tipps
  • 19.05.26: Inneneinrichtung nachhaltig und gesund gestalten (Selbststudium)
Die Module finden online statt, dauern jeweils ca. 2 Stunden (ein Modul im Selbststudium) und finden jeweils von 10 bis 12 Uhr statt.

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei: sara.lohse@bef-de.org.
Mehr Informationen finden Sie unten:

20 - 22.03.: Where Courage Grows — Diversitätssensible Lernräume gestalten

Wie können wir Lernräume gestalten, in denen Mut wächst, Beziehungen entstehen und Verantwortung gemeinsam getragen wird? Dieses Seminar lädt Multiplikator*innen aus der Bildungsarbeit ein, zu erkunden, wie eine machtkritische, diversitätssensible und gemeinschaftsstärkende Bildungsarbeit gestaltet werden kann. Veranstalterin: Brot für die Welt.


Wann: 20.03.2026 um 18:00 Uhr bis 22.03.2026 um 13:15 Uhr
Wo St. Ansgar Haus, Schmilinskystraße 78, Hamburg

25.03.: Klimafolgenanpassung: gut beraten und besser vorgesorgt

Der aktuelle Copernicus-Bericht vom 14. Januar 2026 zeigt, dass sich der Trend steigender globaler Temperaturen auch im Jahr 2025 fortgesetzt hat. Damit rückt die Bedeutung der Klimafolgenanpassung weiter in den Mittelpunkt. Im Laufe des Jahres wird die EU einen neuen europäischen Rahmen für Klimaresilienz und Risikomanagement vorlegen. Parallel entwickeln zahlreiche Städte und Kommunen eigene Strategien zur Anpassung an klimatische Veränderungen.

Das Online-Seminar gibt einen Überblick über folgende Themen:
  • das Arbeiten an kommunalen Klimaanpassungskonzepten
  • Aspekte einer wassersensiblen Stadtentwicklung anhand des Projekts BlueGreenStreets 2.0
  • Einsatzmöglichkeiten und Wirkprinzipien von Moos-Klimaanlagen zur Verbesserung des Mikroklimas
Wann: 25.03. von 10 bis 12:00 Uhr
Wo: Online

14.04.: Infoveranstaltung der Hamburger Energielotsen: Passt eine Wärmepumpe zu meinem Haus?

Die Wärmepumpe gilt als Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen – auch in Hamburg. Doch eignet sich Ihr Gebäude für den Umstieg?
Die Hamburger Wärmepumpenpotenzialkarte liefert erste Antworten: Sie zeigt, wo Luft- oder Erdwärmepumpen besonders sinnvoll eingesetzt werden können und unterstützt Eigentümer:innen bei der Planung.

Für Hauseigentümer:innen werden praktische Fragestellungen mit aktuellem Fachwissen beantwortet: Funktionieren Wärmepumpen auch in älteren, ungedämmten Häusern? Wie laut sind moderne Wärmepumpen heutzutage und was bedeutet das für die Nachbarschaft? Zudem werden Unterstützungsangebote der Hamburger Energielotsen und Fördermöglichkeiten der Hamburgischen Investitions- und Förderbank vorgestellt.

Wann: 14.04. von 16 bis 18:00 Uhr
Wo: Online

26.03.: Einstiegsseminar: Zirkuläres Bauen – Grundlagen, Beispiele, Hinweise

Das Bauen wird zunehmend unter den Aspekten der Ressourcenschonung und der Abfallreduzierung stattfinden. In Hamburg entwickeln sich dafür Netzwerke und Chancen für die Schaffung (neuer) Arbeitsplätze. Eine zunehmende Anzahl von Anbietern stehen einer stetig wachsenden Nachfrage nach Wiederverwertung von Baustoffen gegenüber.
In diesem Einstiegsseminar nähern wir uns kompakt den wichtigsten Grundlagen des Zirkulären Bauens.

Unsere Referierende Karoline Habt ist nach Beratungstätigkeiten für Drees & Sommer und EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer seit drei Jahren selbstständige Prozessbegleiterin für zirkuläres Bauen. Mit einem breiten Netzwerk und Erfahrungsschatz unterstützt sie unterschiedliche Kund:innen und Projekte bei der Umsetzung von zirkulärem Bauen – von der Strategieentwicklung bis zur Produktwahl.

Das Einstiegsseminar widmet sich folgenden Themen:
  • Definition und Bedarf des zirkulären Bauens
  • Zirkuläre Produktwahl
  • Rückbaubarkeit und lösbare Fügetechniken
  • Zirkuläre Planungsprozesse
  • Beispiele Zirkulärer Bauprojekte
  • Messbarkeit von Zirkularität
  • Förderungen, Beratungen und Netzwerke
Neben inhaltlichen Inputs werden die Teilnehmenden interaktiv eingebunden.
Zielgruppe des Seminars sind Planende, die einen kompakten ersten Überblick über das Thema erhalten wollen.

Wann: 26.03. von 14 bis 17:00 Uhr
Wo: Online
Teilnahmebeitrag: 59,- € inkl. MwSt.
Studierendenticket: 29,- € inkl. MwSt. (schreiben Sie von Ihrer Uni-Mailadresse eine Email an info(at)zebau.de)

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