ZR_Logo_mZeile_rgb
facebook instagram 

Willkommen zurück

Liebe Leser*innen,

wir begrüßen Sie zurück aus der Sommerpause und eröffnen den September-Rundbrief mit einer Vielfalt an Informationen und Veranstaltungen. Dabei ist im Besonderen auf den Hamburger Zukunftsentscheid zu verweisen, für welchen Sie bereits jetzt per Briefwahl Ihre Stimme abgeben können. Aber auch darüber hinaus bietet diese Ausgabe zahlreiche interessante Beiträge: Ob eine kritische Betrachtung der Hamburger Cruise Days, Europas größte Klimakonferenz oder der neue Klimacheck von Klimafakten.de zum Thema Elektroautos - wir wünschen Ihnen ein spannendes Lesevergnügen.

Ihr Zukunftsrat-Team!

Inhaltsübersicht

  1. In eigener Sache:
  • Hamburger Zukunftsrat unterstützt Zukunftsentscheid!
  • Cruise Days Hamburg: Wenn die Stadt die Klimakrise feiert
2. Von unseren Mitgliedern:
  • Erderwärmung beschleunigt sich unaufhaltsam ... und der Druck auf wirksameren Klimaschutz steigt
  • Online-Seminar vom Forum für Internationale Agrarpolitik e.V.: Zukunft säen mit Hand und Fuß - Landwirtschaft & Ernährung lokal und global gerechter gestalten mit dem Handabdruck
  • Online-Workshop: norddeutsch und nachhaltig - Die nun-Zertifizierung
3. Hamburg:
  • Balkonkraftwerke für alle
  • Projekt "Abpflastern" wurde mehrfach ausgezeichnet
4. Über den Tellerrand:
  • Junge Stimmen für eine klimagerechte Zukunft: LCOY 2025 vom 17.-19. Oktober in Lüneburg
  • Neuer Faktencheck von Klimafakten.de: Wie sehr nützen Elektroautos dem Klima?
5. Termine, Termine, Termine

In eigener Sache

Hamburger Zukunftsrat unterstützt Zukunftsentscheid!

Am 12. Oktober können Hamburger*innen beim Zukunftsentscheid Hamburg über ein besseres Klimagesetz abstimmen und in Zeiten des rechten Backlashs klare Zeichen weit über die Stadt hinaus setzen. Als Zukunftsrat Hamburg unterstützen wir die Ziele des Zukunftsentscheids nachdrücklich. Dafür bitten wir alle um Unterstützung und rufen zum Mitmachen auf. Weitere Informationen hier: https://zukunftsentscheid-hamburg.de/mitmachen.

Verpflichtende Sozialverträglichkeit: Wenn wir unsere Stadt zukunftsfähig machen, profitieren wir alle! Und wir sichern, dass Klimaschutz für alle bezahlbar bleibt: mit günstigen Öffis und niedrigen Strom- und Wohnkosten.

Jährliche Ziele: Ehrlichkeit beginnt mit realistischen Zielen: Mit deinem JA wird Hamburgs Klimapolitik für alle transparent und nachvollziehbar. Das schafft Sicherheit und Verlässlichkeit für Hamburgs Bevölkerung, Unternehmen und zukünftige Generationen.

Klimaneutralität 2040: Wir stellen unsere Wirtschaft für die Zukunft auf und bleiben ein attraktiver Wirtschaftsstandort, in dem Unternehmen zukunftssichere Jobs schaffen. Deshalb haben sich auch wichtige Wirtschaftsakteure wie die Handelskammer das Ziel gesetzt, 2040 klimaneutral zu sein.

Der Gesetzentwurf wurde mit Expertise aus Wissenschaft, Sozialverbänden und Wirtschaft entwickelt. Auch OECD und Handelskammer stellen in einer Studie fest: Klimaneutralität bis 2040 ist möglich!

Gemeinsam können wir mit einem JA dafür sorgen, dass Hamburg wie schon beim außerordentlich erfolgreichen Volksentscheid über den Rückkauf der Hamburger Energienetze ein deutliches Zeichen setzt für einen demokratischen, sozialen, transparenten und verantwortungsbewussten Klimaschutz.

Cruise Days Hamburg: Wenn die Stadt die Klimakrise feiert

Frank Schier, bereits seit 2018 Sprecher des Zukunftsrats Hamburgs, hat sich kritisch mit den Hamburger Cruise Days auseinandergesetzt:

"Während Klimaforscher vor den Folgen der 1,5‑Grad-Überschreitung warnen und Hamburg seine Bürger:innen zum Energiesparen aufruft, lädt die Hansestadt vom 12. bis 14. September 2025 wieder zu einer gigantischen Party der Verschwendung ein: den Hamburg Cruise Days.

Das Paradox am Hafenbecken


"Es ist schon bemerkenswert: Da ruft die Bundesregierung zum Energiesparen auf, Hamburg bewirbt seine Klimaziele und appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger:innen — und gleichzeitig feiert dieselbe Stadt drei Tage lang schwimmende Klimakatastrophen als touristische Attraktion. Die Kreuzfahrtgiganten, die da majestätisch in die Elbe einlaufen, sind schwimmende Städte des Überflusses, deren ökologischer Fußabdruck jeden klimabewussten Menschen erschaudern lassen müsste ..."

Den vollständigen Artikel finden Sie auf unserer Webseite.

Von unseren Mitgliedern

Erderwärmung beschleunigt sich unaufhaltsam … und der Druck auf wirksameren Klimaschutz steigt

Von Helena Peltonen-Gassmann (Mehr Demokratie e.V.):

Schon im Jahr 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht einen wichtigen Beschluss gefasst, nach dem die Lasten des Klimawandelns nicht auf künftige Generationen abgewälzt werden dürfen. Nun hat der Internationale Gerichtshof (IGH) in seinem Gutachten vom 23. Juli1 der Weltgemeinschaft klar gemacht, dass sie Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen muss. Diese Klarstellung betrifft insbesondere die Industriestaaten. Deutschland und insbesondere Hamburg sind davon betroffen.

Ohne einzelne Länder aufzuzählen, hat der IGH klargestellt,
  • dass der Klimawandel eine universelle und existenzielle Gefahr darstellt,
  • dass alle Staaten (nicht nur diejenigen, die dem Pariser Klimaabkommen beigetreten sind!) verpflichtet sind, effektive Maßnahmen gegen die Erderwärmung zu ergreifen,
  • dass das 1,5°C‑Ziel der Maßstab ist, an dem sich die staatlichen Aktivitäten zu orientieren haben,
  • dass sich die Verantwortung nicht auf Aktivitäten auf dem eigenen staatlichen Territorium beschränkt, sondern sich auch auf Aktivitäten eines Staates erstreckt, die unter seiner Kontrolle anderswo stattfinden,
  • dass saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt ein Menschenrecht und eine Voraussetzung für das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit ist.
Obwohl dieses Gutachten selbst noch nicht rechtlich bindend ist, müssen sich Staaten darauf einstellen, dass Gerichte dieses Gutachten zur Grundlage ihrer Entscheidungen machen. Verletzung der genannten Prinzipien kann also durchaus rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, bis hin zur Wiedergutmachung von Schäden, die Menschen – auch in anderen Ländern — erleiden. Auch das deutsche Klimaschutzgesetz könnte sich als rechtswidrig herausstellen.

Die Argumentation von Bundeskanzler Friedrich März, das Deutschland ja „nur“ 2 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursachen würde, zieht nicht. Diese Art der Verantwortungsdiffusion, d.h. wenn mehrere Akteure verantwortlich sind, übernimmt niemand Verantwortung, hilft nicht mehr. Denn Deutschland trug nach Analysen von CarbonBrief2 seit 1750 bis 2002 als viertgrößter CO2-Emittent hinter USA, China und den ehemaligen Staaten der Sowjetunion mit knapp 8 Prozent zu dem CO2-Ausstoß der zehn größten Emittenten bei. Betrachtet man alle Staaten, auch diejenigen, die die geringsten historischen CO2-Emissionen verursacht haben, zeigt die Analyse von ClimateWatch3, dass Deutschland im Zeitraum 1850 ‑2021 ca. 4,5 Prozent zum heutigen CO2-Gehalt in der Atmosphäre verantwortlich ist. Die meisten EU-Mitgliedstaaten haben erhebliche CO2-Last verursacht. Wer als do Europa jetzt führen will, muss nicht nur die Gesamtverantwortung der
EU im Blick halten, sondern mit gutem Beispiel vorangehen.

Deutschland und viele EU-Mitgliedstaaten haben auch aufgrund ihres Wohlstandes und ihrer Technologie- und Wissen(schaft)sverfügbarkeit, die Möglichkeit – und die Verantwortung — viel mehr als bisher zu tun. Insbesondere in den Bereichen Bauwirtschaft und allen Formen des Verkehrs hat Deutschland seine Möglichkeiten bei Weitem nicht ausgeschöpft. All das trifft auch auf den wohlhabendsten Bundesland Hamburg mit seinen Bau- und Umbauvorhaben, dem Autoverkehr, dem Hafen und dem Flughafen zu.

Das IGH-Gutachten liefert dem Hamburger Zukunftsentscheid und allen anderen Bürgerinitiativen und ‑begehren, die sich um Klima- und Umweltschutz bemühen, neuen Rückenwind und festigt ihre Legitimität. Jetzt ist es aber am Wichtigsten, dass die Klimagesetze und ‑pläne auf allen Ebenen an den neuesten Klimafakten und an den Anforderungen dieses IGH-Gutachtens anpassen.

1 Verpflichtungen der Staaten in Bezug auf den Klimawandel. Gutachten des IGH (engl).
2 s. Klimafakten.
3 Quelle: ClimateWatch. “Historical GHG Emissions”.

Online-Seminar vom Forum für Internationale Agrarpolitik e.V.: Zukunft säen mit Hand und Fuß – Landwirtschaft & Ernährung lokal und global gerechter gestalten mit dem Handabdruck

26. September 2025, 11:00 bis 13:00 Uhr
Wie können wir Bildungsangebote gestalten, die Menschen dazu befähigen und empowern, Strukturen zu verändern? In diesem praxisorientierten Online-Qualifizierungsseminar wollen wir anhand der Themen Landwirtschaft und Ernährung genau dieser Frage auf den Grund gehen. Mithilfe der Handabdruck-Methode von Germanwatch richten wir den Blick nicht auf individuelles Verhalten, sondern auf positive, strukturelle Veränderung im eigenen Wirkungskreis und darüber hinaus – hin zu zukunftsfähigen und global gerechteren Landwirtschafts- und Ernährungssystemen.
  • Für Bildungsreferent*innen, Multiplikator*innen, Pädagog*innen & Umweltbildner*innen, Studierende, Interessierte
  • Mit Impulsen zu Fallstudien und vielen Methodenideen für die eigene Bildungsarbeit
  • Entwickeln einer eigenen Mini-Bildungseinheit – praxisnah & partizipativ
  • Austausch, Netzwerken & Motivation inklusive
Referierende:
  • Stefan Rostock (Germanwatch e.V.) – Engagement mit Hand und Fuß: Der Handabdruck
  • Martin Rittershofen (Agrar Koordination) – Moderation
Ort: Online via Zoom, Dauer: ca. 2 Stunden
Jetzt bis 25.09. anmelden: martin.rittershofen@agrarkoordination.de

Online-Workshop | norddeutsch und nachhaltig — Die nun-Zertifizierung

Ziele: Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung erfahren die Teilnehmenden Hintergründe, Ziele und Anforderungen der nun-Zertifizierung in Norddeutschland und Hamburg. Der Workshop bietet eine ideale Gelegenheit, die Antragsstellung auf ein nun-Zertifikat vorzubereiten und individuelle Fragen zu klären.

Inhalte:
  • Vorstellung des Verfahrens der nun-Zertifizierung und des nun-Qualitätsrahmens
  • Erfahrungsbericht einer nun-zertifizierten Organisation
  • Fragen der Teilnehmenden bezüglich einer nun-Zertifizierung
Referent:innen:
  • Ralf Behrens (Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft)
  • Ulrike Kusel (nun-Geschäftsstelle, S.O.F. – Umweltstiftung)
  • Helena Peltonen-Gassmann, Mehr Demokratie e.V. LV HH
Anmeldungen bitte bis zum 15. September 2025 unter www.saveourfuture.de/nun-zertifizierung/. Die Teilnehmendenzahl ist nicht begrenzt.

Teilnahme: Für unsere Online-Workshops nutzen wir eine für die Teilnehmer*innen kostenfreie Video-Konferenz-Plattform. Technische Voraussetzung für die Teilnahme ist ein PC, Notebook oder Tablet mit Kamera, Mikro und guter Internetverbindung.

Hier gehts zum Programm der Veranstaltung

Kontakt: Ulrike Kusel, S.O.F. Save Our Future — Umweltstiftung, Tel: 040 / 226 32 77 64, nun-zertifizierung@save-our-future.de

Finanziert mit Mitteln der Freien und Hansestadt HH.

Die nun-Zertifizierung ist eine Maßnahme zur Umsetzung des Hamburger Masterplans BNE 2030.

Hamburg

Balkonkraftwerke für alle

Der Hamburger Zukunftsentscheid macht vor, wie Klimaschutz sozialverträglich gestaltet werden kann. Ein weiteres erfreuliches Beispiel für diesen Anspruch ist die neu beschlossene Förderung von Balkonkraftwerken für einkommensschwache Haushalte.

Gemeinsam mit der CARITAS hat die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft ein Programm gestartet, dass einkommensschwache Haushalte bei der Anschaffung von Balkonkraftwerken unterstützt und dabei bis zu 90 Prozent der Kosten fördert.

Darüber hinaus legt SoliSolar für besonders schnelle Interessierte noch 10 Prozent oben drauf und unterstützt durch Aufbauschulungen.

Projekt "Abpflastern" wurde mehrfach ausgezeichnet

Die vom Hamburger Netzwerk lokalkraft mit-initiierte Kampagne zur Flächenentsieglung "Abpflastern" konnte seit ihrem Start nicht nur das Interesse zahlreicher Menschen wecken, nun wurde sie auch bereits zum zweiten Mal durch die nebenan-Stiftung ausgezeichnet: Nachdem die Initiative den Klimaschutz nebenan-Preis erhielt, wurde sie nun auch mit dem Jury-Preis der Stiftung prämiert.

Über den Tellerrand

Junge Stimmen für eine klimagerechte Zukunft: LCOY 2025 vom 17.–19. Oktober in Lüneburg - jetzt kostenfrei anmelden!

Jetzt anmelden: LCOY 2025 - Europas größte Klimakonferenz für junge Menschen!

Vom 17. bis 19. Oktober 2025 findet in Lüneburg die LCOY - die Local Conference of Youth - statt. 1.300 Menschen zwischen 14 und 30 Jahren und über 300 Speaker:innen aus ganz Deutschland treffen sich, um zu diskutieren, sich zu vernetzen und sich auf vielfältige Weise mit der Klimakrise auseinanderzusetzen. Die Konferenz bietet ein vielfältiges Programm mit Workshops, Panels, Diskussionen, Skilltrainings und Kulturformaten - rund um Themen wie Klimagerechtigkeit, nachhaltiges Wirtschaften, Klimawissenschaft und Politik.

Die Teilnahme ist kostenlos - inklusive Unterkunft, Verpflegung und Rahmenprogramm.

Seien Sie mit dabei! Jetzt informieren & anmelden!

Neuer Faktencheck von Klimafakten.de: Wie sehr nützen Elektroautos dem Klima?

Im Verkehrssektor geht es kaum voran beim Klimaschutz – das liegt nicht nur, aber auch am schleppenden Umstieg auf Elektromobilität. In der Wissenschaft ist klar, dass sie starke Emissionssenkungen brächte, doch in Medien und Öffentlichkeit finden sich oft falsche Informationen. Den Stand der Forschung erklärt ein neuer F&A‑Artikel in unserem Ressort “Was nützt?”

Bei kaum einer Klimaschutz-Technologie liegen Wissenschaft und öffentliches Bild so weit auseinander wie bei E‑Autos, jedenfalls in Deutschland: Häufig dominiert noch Skepsis gegenüber der (gar nicht mehr so) neuen Antriebsart, es kursieren überholte Zahlen, die angeblich belegen, dass Stromer kaum Klimavorteile haben. In der Forschung hingegen ist klar: In der Elektromobilität liegt ein Schlüssel für schnelle und starke Emissionssenkungen im Verkehrssektor, das betont unter anderem der IPCC.

Termine

Am 15. September: Sprechen und Zuhören — Wie geht es mir mit unserer Demokratie?

Wann haben Sie sich zuletzt richtig wohlgefühlt in unserer Demokratie? Wann nicht? Wieso?

Am Internationalen Tag der Demokratie lädt mehr Demokratie e.V. ein, über unsere Demokratie zu sprechen. Wie wir uns dabei fühlen, wie es uns dabei geht. Wir hören, wie es anderen geht, und erfahren, wie andere empfinden, wie es anderen geht. Ob wir wohl alle gleich denken? Gleich ticken? Warum (nicht)? Auf jeden Fall lernen wir voneinander. Jede/r ist herzlich willkommen - Jung und Alt. Wir haben sehr wahrscheinlich etwas, was wir anderen sagen möchten.

Helena Peltonen-Gassmann und Sabine Geißler moderieren.

Kommen Sie rechtzeitig - die Veranstaltung beginnt pünktlich um 18 Uhr.

Um Anmeldung wird zwingend gebeten: claudia.vonSeggern@mehr-demokratie.de.

16. September: Demokratie-Fitness: Meinung und Empathie

Workshopserie in Kooperation mit Mehr Demokratie e.V.

Demokratie begegnet uns im Alltag, in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz — immer dann, wenn wir etwas miteinander aushandeln oder gemeinsam entscheiden. Wie Muskeln, die durch Training stärker werden, bedarf Demokratiefähigkeit des Trainings.
Das Training ist leicht verständlich, bezieht Körper und Gefühle mit ein und zeigt, dass Demokratie auch Spaß machen kann. Das „Muskeltraining“ vermittelt schon beim ersten Mal, wie viel Demokratie mit dem Alltag zu tun hat.

Fünf Teile, jeweils am 3. Dienstag eines Monats. Die Termine sind einzeln buchbar, aber die Einzeltermine ergänzen sich gegenseitig und verfestigen so die Demokratiekompetenz.

18. September: Themenwerkstatt: Zirkuläres Bauen

Das Team von GO! Hamburg lädt Sie herzlich zur Themenwerkstatt „Zirkuläres Bauen in Hamburg“ am 18. September 2025 ein – einem zentralen Impulsformat, das Akteure aus Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt, um konkrete Schritte für eine zirkuläre Baupraxis in unserer Stadt zu entwickeln.

Zirkuläres Bauen ist längst kein Nischenthema mehr. Es gibt bereits vielversprechende Initiativen. Doch wir erleben, dass viele dieser Ansätze nicht die nötige Dynamik entfalten, um strukturelle Veränderungen zu bewirken. Hier möchten wir ansetzen.

Das Team von GO! Hamburg, einer Initiative des Institut für Partizipatives Gestalten (IPG), und WoodenValley gGmbH hat ein Format entwickelt, das gezielt auf Vernetzung, konkrete Projektentwicklung und gemeinsame Umsetzung setzt.

Was können Sie erwarten?
  • Raum für strategischen Austausch und Vernetzung
  • Best-Practice Beispiele und Austausch zu den Themen: Wirtschaftlichkeit im zirkulären Bauen, unterstützende Ausschreibungs- und Vergabepraxis, weitere Vorteile von zirkulärem Bauen neben der Ressourcenschonung
  • Kokreativer Workshop mit dem Ziel, Hebel für Veränderungen zu identifizieren und anschließend in Projektgruppen zu bearbeiten

Am 25. September: Grüner Wasserstoff, weiße Prioritäten? Energiewende zwischen Klimagerechtigkeit und Kolonialität

Mit Zukunftstechnologie zur Klimaneutralität – so lautet das Versprechen des Globalen Nordens zum Import von „Grünem“ Wasserstoff. Dabei sollen auch die Produktionsländer im Globalen Süden profitieren, etwa durch neue Arbeitsplätze, den Kampf gegen Energiearmut und gleichberechtigte Partnerschaften. Doch ein genauerer Blick auf konkrete Beispiele offenbart, welches Konfliktpotenzial die geplanten Megaprojekte bergen. In Namibia werfen die Pläne zur Produktion von „Grünem“ Wasserstoff vor dem Hintergrund von Genozid und Landnahme während der deutschen Kolonialherrschaft die Frage nach kolonialen Kontinuitäten auf. Ein Projekt in der Westsahara wird auf völkerrechtswidrig besetztem Gebiet geplant.

Kann „Grüner“ Wasserstoff wirklich Teil einer klimagerechten Zukunft sein? Welche Interessen stehen dabei im Vordergrund? Wessen Stimmen werden in der Debatte gehört, und welche Argumente fehlen? Wir sprechen über das Recht auf Selbstbestimmung, Reparationen, solidarische Partnerschaften – und über Formen des Widerstands gegen koloniale Kontinuitäten im Namen des Klimaschutzes.

Konzertreihe: Concerts for Future

Im dritten Jahr in Folge möchten wir Sie herzlich zu unserer Veranstaltungsreihe „Concerts for Future“ einladen: Die Concerts for Future verbinden Vorträge und musikalische Darbietungen, sowie Gespräche und Vernetzung. Expert*innen, die sich beruflich mit verschiedenen Aspekten der Klimakrise befassen, treffen auf professionelle Musiker*innen unterschiedlicher Genres. An drei Abenden in drei verschiedenen Hamburger Kirchen wird das Publikum eingeladen, zuzuhören und dabei einerseits die Musik zu genießen und andererseits mehr über den Umgang mit der Klimakrise und Handlungsmöglichkeiten zu erfahren. Vielfältig, kreativ und fantasievoll möchten wir in dieser Stunde einen hoffnungsvollen Blick auf das geben, was sein könnte. Im Anschluss gibt es bei Snacks und Getränken noch die Möglichkeit zum Beisammensein und sich austauschen.

Die Termine im Überblick:
Donnerstag, 16. Oktober | 19 – 20 Uhr
Mit: Katja Diehl & VOX MANDALA
St. Marienkirche Ottensen
Bei der Reitbahn 4, 22763 Hamburg

Donnerstag, 20. November | 19 – 20 Uhr
Mit: Dr. Roda Verheyen & Junaït
Bethanien-Kirche Eppendorf
Martinistraße 45–49, 20251 Hamburg

Donnerstag, 11. Dezember | 19 – 20 Uhr
Mit: Carla Reemtsma& Yvonne Dombrowski & Marie Schroeder
Ökumenisches Forum Hafencity
Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Werden Sie ein Teil von uns

Als gemeinnützige Organisation ist unsere Arbeit nur möglich dank der Unterstützung durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und das großartige Team von Freiwilligen.
Auch Sie können sich engagieren und helfen:
Werden Sie mit Ihrer NGO, Ihrer Initiative oder Ihrem nachhaltig ausgerichteten Unternehmen Mitglied des Zukunftrates Hamburg und profitieren Sie von unserem starken Netzwerk. Oder unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende!
ZR_icon
BUE_Logo
Email Marketing Powered by MailPoet