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20. Oktober 2017
 
 

Liebe Rundbrief-Leserinnen und Leser,

in dieser herbstlichen Ausgabe unseres Rundbriefes möchten wir insbesondere auf eine Reihe von Veranstaltungen mit Beteiligung des Zukunftsrates hinweisen. Darüber hinaus haben wir wieder eine Vielzahl von Neuigkeiten und Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit für Sie zusammengetragen.

Wir wünschen angenehme und spannende Lesestunden!

 
 

Einladungen

3. Hamburger Ratschlag

Freitag, den 10.11.2017, von 13:00 bis 19:00 im Hotel Baseler Hof, Esplanade 11, 20354 Hamburg

Der Hamburger Beschluss zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg liegt in einer Senatsdrucksache vor. Doch wie und wo soll die Umsetzung erfolgen? Hierzu möchten wir mit Vertreter*innen des Senats, der Hamburgischen Bürgerschaft und der bunten Hamburgischen Zivilgesellschaft in Dialog treten.
Der Ratschlag richtet sich primär an Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Vereine, Initiativen und Organisationen. Um Anmeldung bis zum 31.10.17 per Email wird gebeten: hamed.abbaspur@ewnw.de

Der Hamburger Ratschlag ist eine Kooperationsveranstaltung des Marie-Schlei-Vereins, des Zukunftsrates Hamburg, der W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik und des Eine Welt Netzwerk Hamburg
Weitere Informationen finden Sie hier.

Karlshöher Gespräch: Der Meeresspiegel steigt - Wann kommt die große Flut?

Donnerstag, 16. November 2017, 18:30 - 20:30 Uhr, Karlshöhe 60 d, 22175 Hamburg

Schmelzende Gletscher und wärmer werdende Meere. Was kommt auf Küstengebiete zu? Einen Tag vor Ablauf der Weltklimakonferenz in Bonn, die von Fidschi geleitet wird, berichten die Podiumsgäste über schmelzende Gletscher auf Grönland und Fluten auf Pazifikinseln. Warum steigt der Meeresspiegel? Welche Prognosen gibt es bis zum Ende des Jahrhunderts? Welche Auswirkungen kommen auf Norddeutschland zu, wenn die Klimaerwärmung nicht eingedämmt wird?

Auf dem Podium:

  • Arved Fuchs, Expeditionsleiter und Buchautor
  • Frank Böttcher, Wettermoderator und Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation
  • Ingrid Schilsky, Jorunalistin, Pazifik-Netzwerk
  • Dr. Hartmut Heinrich, Meeres- und Klimaforscher
  • Marion Struck-Garbe, Ethnologin, Pazifik-Netzwerk

Moderation: Michael Liebert, Fachreferent bei der Hamburger Klimaschutzstiftung

Eine Kooperationsveranstaltung von der Hamburger Klimaschutzstiftung mit dem Institut für Wetter- und Klimakommunikation und dem Zukunftsrat Hamburg.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier

Verleihung des 2. Hamburger Zukunftspreises

Donnerstag, den 16.11., ab 18 Uhr im Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12

Der Zukunftsrat Hamburg lädt herzlich ein zur Verleihung des 2. Hamburger Zukunftspreises. Der Preis des Zukunftsrates Hamburg fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002.

Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen Abend mit Ihnen/euch und den Preisträgerinnen und Preisträgern!


Save the Date

58. Ratstreffen und 7. Hamburger Wärmedialog

Donnerstag, den 30.11., ab 19 Uhr in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

In Kooperation mit EnergieNetz Hamburg eG

Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf unserer Webseite.


Nachlese

Zukunftskongress 2017

Am 30.09. trafen sich etwa 100 Teilnehmende bei unserem Zukunftskongress Land unter und alle wohlauf? zu Vorträgen, Workshops und Diskussionen im Wälderhaus. Auf vielfachen Wunsch stehen nun die Präsentationen der Referent*innen auf unserer Webseite zur Verfügung. Ende des Jahres wird es dort zusätzlich eine Dokumentation der Veranstaltung als pdf-Datei geben.

Wir haben außerdem eine kleine Auswahl an Fotos auf unserer Facebook-Seite zusammengestellt.


Hamburg

Youth4planet macht junge Menschen für den Wandel stark

Youth4planet schärft die Wahrnehmung für die Erde und unterstützt junge Menschen, darüber Geschichten in Filmen und sozialen Medien zu erzählen. Durch das Projekt werden sie gefördert, selbst kreativ tätig zu werden und gemeinsam Lösungen für eine friedliche Zukunft zu finden. Über ihre digitalen Netzwerke lernen sie, Grenzen zu überwinden und sich den Herausforderungen mutig und wach zu stellen. In sogenannten „SciencePowerLabs“ sollen junge Menschen dafür gewonnen werden, sich mit dem Klimawandel konstruktiv auseinanderzusetzen und zu zeigen, wie sie selbst wirksam werden können.

Ziel ist der Aufbau eines Kompetenznetzwerks, das durch die Aktivitäten der jungen Menschen mit immer mehr Erfahrung und Wissen gefüllt wird. Über Mobiltelefone und Apps kann jeder mit dem Material aus der Kompetenz-Cloud arbeiten und eigene Projekte verwirklichen. Auf diese Weise wird eine ganze Generation bei der Umsetzung der SDGs (Sustainable Development Goals), der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN, unterstützt. Mehr erfahren...

Quelle: youth4planet

Pure Gold: Upcycling-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg präsentiert noch bis 21.01.18 die Sonderausstellung „Pure Gold – Upcycled! Upgraded!“ des Instituts für Auslandsbeziehungen. 76 Exponate zum Thema Upcycling und Recycling gebrauchter Materialien von 53 Designern aus den verschiedensten Regionen werden gezeigt. Die Ausstellung ist Auftakt einer zehnjährigen Tournee an 20 Standorten weltweit. Die Exponate zeigen verschiedene Ideen wie mit Materialien experimentiert werden kann. Je nach Vorhandensein der Müll-Rohstoffe und der technischen Möglichkeiten ergeben sich differenzierte Wege, die beschritten werden können. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Januar 2018 in Hamburg zu sehen und zieht dann weiter nach Bangkok. Zeit genug also, um sich vor Ort ein paar Inspirationen für eigene Projekte oder kreative Ideen zur Weiternutzung von ausrangierten Teilen zu holen. Mehr erfahren...

Quelle: Museum für Kunst und Gewerbe

Hamburg vegan erkunden

Erkunde Hamburg aus der veganen Perspektive! Hinter „Hamburg vegan erkunden!“ steckt Stefanie Rückert - Tüftlerin, Entdeckerin und Botschafterin für eine nachhaltige, vegane Lebensweise. In ihren Erkundungstouren mit dem Rad oder zu Fuß versorgt sie Interessierte mit Inspiration, Informationen und Insidertipps aus dem veganen Leben in Hamburg. Neben ihren spannenden Touren forscht und informiert sie zu veganen Themen auch über einen Podcast und einen Blog. Alle Informationen sowie Termine zu den Erkundungstouren finden sich auf ihrer Webseite.  

Quelle: Hamburg vegan erkunden!


Über den Tellerrand

Die Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland steigt weiter stark an

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die dem WDR vorliegt. Zum ersten Mal werden dort detaillierte Angaben zu einzelnen Nitrat-Messstellen genannt. In Süstedt in Niedersachsen hat sich demnach der Nitratgehalt in drei Jahren fast verdreifacht - von 35 auf rund 100 Milligramm pro Liter. Zulässig sind höchstens 50 Milligramm. Auf knapp einem Drittel der Landesfläche in Deutschland würden die Grenzwerte für die Nitratbelastung bereits überschritten, in vielen anderen Regionen stiegen die Werte schnell an. In Nordrhein-Westfalen nahm nach amtlichen Angaben die Zahl der Messstellen, an denen der Grenzwert überschritten wird, im vorletzten Jahr um 18 Prozent zu. Hauptverursacher ist aus Sicht des Bundesumweltministeriums die Landwirtschaft. Mehr erfahren…

Quelle: Deutschlandfunk

 

Wer B sagt muss auch C sagen

Spätestens am 31. Dezember diesen Jahres soll Reaktorblock B des riskanten Atomkraftwerks Gundremmingen endgültig vom Netz gehen. Eine gute Nachricht, denn es bestehen massive Sicherheitsmängel. Eine im März veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass beide Reaktoren des AKW gegen die gesetzlich festgelegten Sicherheitsanforderungen verstoßen.
Doch die Vorfreude auf die Abschaltung von Block B ist getrübt: Denn Block C, der Zwillingsreaktor, soll noch vier weitere Jahre laufen – bis Ende 2021.
Mit einem neuen Videoclip macht das Umweltinstitut München auf diesen sicherheitstechnischen Skandal aufmerksam und lädt dazu ein, sich an der Aktion „Wer B sagt, muss auch C sagen“ zu beteiligen. Mehr erfahren…

Quelle: Umweltinstitut München e.V.

 

Bauboom heizt das Klima auf

Zement ist ein künstlicher Stoff, der über eine chemische Reaktion hergestellt wird – als Rohstoff dient in erster Linie Kalkstein. Dazu kommen noch Ausgleichsstoffe, um die chemische Zusammensetzung richtig einzustellen.
Bei der Zementherstellung entstehen Unmengen des Treibhausgases Kohlendioxid, CO2. Wie viel genau, kann man nur schätzen. Manche Experten sagen: Pro Tonne – also 1000 Kilogramm Zement - entstehen 100 Kilogramm CO2. Andere sprechen sogar von 900 Kilogramm CO2 pro Tonne Zement. In dem Fall wäre die Masse an Treibhausgasen fast so groß wie die des produzierten Baustoffs. Weltweit gesehen ist die Zementherstellung eine der größten CO2-Quellen überhaupt, nach dem Energiesektor und der großflächigen Vernichtung von Wäldern.
Weltweit boomt die Bauindustrie. Wirkliche Alternativen zu Zement gibt es derzeit noch nicht. Werden keine klimafreundlichen Alternativen entwickelt, so wird der Bauboom in Ländern wie China und Indien zu einem enormen Eintrag von CO2 in die Atmosphäre sorgen. Mehr erfahren…

Quelle: SWR


Publikationen und Studien

Dramatischer Insektenschwund in Deutschland

Die Warnungen von Wissenschaftler*innen scheinen langsam in der Öffentlichkeit anzukommen. Zwei neue Studien zum Rückgang der Insektenpopulationen in Deutschland wurden in den letzten Tagen breit in der Presse diskutiert (z.B. hier). Der Zusammenhang zwischen Insektensterben und Pestizid-Einsatz wird dabei vielerorts als noch nicht hinreichend bewiesen aufgefassr. Eine aktuelle Studie der Task Force für systemische Pestizide (TFSP), einem Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen aus mehreren Ländern, kommt zu einem gegenteiligen Ergebnis.

Es ist die zweite Auflage ihrer weltweiten integrierten Bewertung der Auswirkungen von systemischen Pestizidenauf Biodiversität und Ökosysteme und eine Überblicksarbeit und Zusammenschau aus mehr als 500 wissenschaft­lichen Veröffentlichungen seit 2014, darunter einige von der Industrie geförderte Studien. Die Überprüfung umfasst auch das in Europa verwendete Fipronil, ein eng verwandtes systemisches Pestizid.

In den 1990er Jahren eingeführt, sind Neonikotinoide derzeit die weltweit am häufigsten verwendeten Insektizide. Sie sind auch bei sehr niedrigen Dosen toxisch. Sie sind wasserlöslich und sehr persistent (d.h. nicht leicht abbaubar) im Boden, was zu einer anhaltenden und chronischen Exposition in terrestrischen und aquatischen Umgebungen führt. Die Toxizität der Neonikotinoide wurde zuerst in Verbindung mit dem sog. Bienensterben beschrieben; inzwischen wurde erkannt, dass sie auch die Bereiche unserer Nahrungsmittelproduktion kontaminieren können. Die aktualisierte Bewertung bestätigt, dass der Einsatz von Neonikotinoiden massive Auswirkungen hat und eine weltweite Bedrohung für Biodiversität, Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen darstellt. Die Studie wird zeitnah im Journal Environmental Science and Pollution Research veröffentlicht. Mehr erfahren (Englisch)…

Quelle: Süddeutsche Zeitung, International Union for Conservation of Nature (IUCN)

Bericht zum Zustand nachhaltiger Entwicklung in Deutschland

Unter dem Titel „Großbaustelle Nachhaltigkeit – Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda“ haben elf zivilgesellschaftliche Verbände und Netzwerke einen Bericht zum Zustand der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland veröffentlicht. Darin legen 42 Autorinnen und Autoren aus der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft dar, in welchen Bereichen aus ihrer Perspektive bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 globalen Nachhaltigkeitsziele in Deutschland besonders große Umsetzungslücken bestehen – angefangen von der Steuergerechtigkeit über die Armutsbekämpfung und die Gesundheitsvorsorge bis hin zur Gewaltprävention.
Der Bericht steht hier zum Download bereit.

Quelle: Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

UN-Bericht und Fact Sheets zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat im Sommer einen Bericht zum Stand der nachhaltigen öffentlichen Beschaffungspolitik und -praxis veröffentlicht. An dem Bericht beteiligten sich 41 nationale Regierungen und mehr als 200 Stakeholder. Ziel ist, den globalen Fortschritt der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung zu verfolgen und das Verständnis zu aktuellen Hemmnissen, Bedürfnissen, Chancen und Innovationen im Bereich der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung zu vertiefen. Zum Bericht sind nun 40 Fact Sheets erschienen, in denen die Rahmenbedingungen, Prioritäten und Umsetzungsaktivitäten der beteiligten Länder bei der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung dargestellt sind. Der Bericht steht hier zum Download bereit. Die Factsheets können nun unter diesem Link abgerufen werden.

Quelle: Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.


Internet-Tipp

Mit "Serena Supergreen" die Erneuerbaren entdecken

Das Abenteuerspiel "Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel" ist für den Software-Preis GIGA Maus nominiert worden. Das unter Leitung des WILA Bonn entwickelte Spiel will vor allem Mädchen für Berufe in den Erneuerbaren Energien begeistern. Nach über zweijähriger Entwicklung steht es jetzt kostenlos als App und zum Download online – inklusive Begleitmaterial für Lehrkräfte. Mehr erfahren...


Termine

Wissenschaftscafé: Individuelle Freiheit und / oder gesellschaftliche Verantwortung?

23.10.2017 ab 18:30 Uhr im Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34

Nachhaltigkeit – als Aufgabe und Verpflichtung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erscheint sie, von mehr oder minder skurrilen Ausnahmen abgesehen, weithin unbestritten, wenn nicht gar alternativlos. Aber welche Einschränkungen würden wir – beispielsweise hier in Hamburg – ganz konkret in Kauf nehmen, um weltweit bedrohliche Entwicklungen verhindern zu helfen? Oder zumindest einen Beitrag dazu zu leisten? Wieweit wären wir bereit, unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und unsere individuelle Freiheit zugunsten der Freiheit künftiger Generationen einzuschränken? Nachhaltigkeit als politische und gesellschaftliche Herausforde-rung wird zum Prüfstein unseres Verständnisses von Freiheit und Verantwortung.
Das gilt in besonderer Weise für die Universität Hamburg. Denn indem sie sich auf den Weg zu einer „Universität der Nachhaltigkeit“ begeben hat, will sie erklärtermaßen ihren Teil dazu beitragen, die Gesell-schaften der Gegenwart so zu gestalten, dass deren berechtigten Interessen entsprochen und zugleich ihr künftiger Entfaltungsspielraum gesichert und gestärkt werden kann. Das Wissenschaftscafé lädt dazu ein, sich mit dieser komplexen Thematik über Fachgrenzen hinweg in ungezwungenem Ambiente konstruktiv auseinanderzusetzen. Mehr erfahren…

 

Alle weiteren Termine finden Sie auf unserer Webseite.

 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

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  Der Zukunftsrat Hamburg wird gefördert durch die Behörde für Umwelt und Energie.