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20. Dezember 2016
 
 

Liebe RundbriefleserInnen,

das Jahr geht zur Neige und wir verabschieden uns mit einer Doppelausgabe in die Winterpause. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für Ihr Interesse an unserem Rundbrief bedanken und freuen uns darauf, Sie auch im nächsten Jahr als LeserInnen und auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu können.

Wir wünschen Ihnen ein schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr! Viel Spaß beim Lesen!

Ihr Zukunftsrat-Team  

 
 

Nachlese

Am 31.10. fand unsere Jubiläumskonferenz zum 20-jährigen Bestehen des Zukunftsrats Hamburg statt. Die Vorträge des Abends sind nun zusammen mit einer Nachlese auf unserer Webseite abrufbar.


Von unseren Mitgliedern

Harburger Nachhaltigkeitspreis verliehen

Am 25.11. wurde zum 4. Mal der Harburger Nachhaltigkeitspreis verliehen. Mit dem Preis würdigt die Bezirksversammlung das Engagement von Harburger Bürger*innen, Initiativen, Vereinen, Organisationen, Institutionen und Unternehmen, die sich für eine faire, umweltfreundliche und wirtschaftlich tragfähige Zukunft einsetzen. Er ist mit 2.000 Euro dotiert. Der erste Preis der diesjährigen Ausschreibung des Harburger Nachhaltigkeitspreises ging dieses Jahr an ContraZt e.V., den Betreiber*innen eines Umsonstladens und von Mehr Wert Kultur. Der Verein hatte die Jury mit dem Konzept des kostenlosen "Gebens und Nehmens" überzeugt, das von 35 Akteuren aus 12 Nationen seit vielen Jahren getragen wird. Mehr erfahren…


Hamburg

Aurubis-Wärme kommt ins Fernwärmenetz

Nach Hinweisen, die dem BUND vorliegen, soll das Unternehmen Aurubis einen Teil der industriellen Abwärme der Kupferhütte in das derzeit noch von Vattenfall betriebene Fernwärmenetz einspeisen. Aurubis hat sich offenbar mit Vattenfall Wärme Hamburg über eine Abnahme der Wärme geeinigt. Allerdings stehen nur ca. 40 MW zur Verfügung, der Ersatz des alten Kohlekraftwerks Wedel wird deutlich mehr Leistung erfordern. Der BUND Hamburg fordert daher einen umfangreichen Einstieg der Hamburger Wärmeversorgung in „erneuerbare Wärme", um das Kraftwerk Wedel zu ersetzen. Spätestens 2019 muss dieses aus dem Regelbetrieb genommen werden. Mehr erfahren…

Gleichzeitig ist der Bau einer Fernwärmetrasse aus dem Süden Hamburgs unter der Elbe hindurch in den Norden anscheinend trotz des Bürgerentscheids noch nicht ganz vom Tisch. Auf der Sitzung des Energienetzbeirats vom 10. November 2016 wurde dies als ein mögliches „Szenario Süd“ von der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) vorgestellt. Lesen Sie hier einen Artikel zum Thema (klimaretter.info) und hier das Protokoll der Sitzung vom 10. November (Vorstellung der Szenarien unter Top 6).

REFUGIUM Gesundheitsförderung: Kostenlose Materialien für Geflüchtete online

REFUGIUM steht für Rat mit Erfahrung: Flucht und Gesundheit – Information und Multiplikation. Die Initiative der HAW Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Christine Färber hat zum Ziel, geflüchteten Menschen in Deutschland mehr Eigenverantwortung für Gesundheit und Prävention zu ermöglichen. Workshops von und für Geflüchtete bilden den Kern. In Kooperation mit dem Verlag Barbara Budrich werden dazu Materialien in acht Sprachen zum kostenlosen Download angeboten. Mehr erfahren…


Wie sich eine Millionenstadt nur aus dem Umland ernähren kann

In Anbetracht von Klimawandel und Umweltzerstörungen wird eine regionale Ernährung empfohlen. So werden Transportwege und Ressourcen gespart und umweltrelevante Auswirkungen sind direkt erkennbar und gegebenenfalls regulierbar. Sowohl bei Experten als auch bei immer mehr Konsumenten herrscht darüber Konsens. Doch ist so eine Ernährung in der Großstadt überhaupt möglich?
Eine Studie der Hamburger HafenCity Universität (HCU) hat dies am Beispiel der Stadt Hamburg untersucht. Das Ergebnis: Die Bewohner der Stadt und seines Umlands können sehr wohl von Landwirtschaft in 100km Umkreis vollständig versorgt werden – jedoch nur unter veränderten Ernährungsgewohnheiten. In der Studie werden verschiedene Ernährungsweisen als Szenarien miteinander verglichen. Mehr erfahren…

 

Aktuelle Beteiligungsverfahren in Hamburg

In Bergedorf startet am 21. Dezember (Auftaktveranstaltung im Forum Gymnasium Allermöhe, Walter-Rothenburg-Weg 41, Beginn 18 Uhr) die Planung zum neuen Stadtteil Oberbillwerder, ein für ganz Hamburg interessantes Projekt. Zum Start stellen Senatorin Dr. Stapelfeldt, Oberbaudirektor Prof. Walter, IBA-Geschäftsführerin Karen Pein und Bezirksamtsleiter Arne Dornquast das Projekt vor.
Anschließend können Sie sich bis zum 22. Januar 2017 unter hier online an der ersten Phase der Planung beteiligen und Ideen, Wünsche und Anregungen für den neuen Stadtteil äußern.
 Und auch Eimsbüttel blickt in die Zukunft: Hamburgs kleinster und am dichtesten besiedelter Bezirk möchte mit Hilfe der BürgerInnen und Bürger Leitlinien entwickeln, wie künftiges Bevölkerungswachstum, Wohnungsbau und Infrastruktur gestaltet werden sollen. Auch hier sind Sie eingeladen, sich ab sofort und bis zum 18. Januar unter www.eimsbuettel2040.de online zu beteiligen! Beide Projekte nutzen das von der Stadtwerkstatt entwickelte online-Beteiligungstool.


Mobilität im Ländervergleich: Hamburg auf dem letzten Platz

Mit inhaltlicher Unterstützung der Bundesländer stellte die „Allianz pro Schiene“ den diesjährigen Bundesländerindex Mobilität und Umwelt 2016/17 vor.
Im Ländervergleich liegt Hamburg auf dem letzten Platz. In nahezu allen Kategorien belegt die Hansestadt hintere Ränge. Vor allem an der Luftqualität und an Lärmschutz besteht dringender Handlungsbedarf. Doch ambitionierte Gegen-Pläne oder gar Strategien sucht man in Hamburgs vergebens. Mehr erfahren…


Über den Tellerrand

Klimaziel 2020: Es reicht nicht

Deutschland wird sein Klimaziel für 2020 wohl verfehlen – zumindest sieht es derzeit stark danach aus. Das ist Ergebnis des Klimaschutzberichts 2016, den das Bundeskabinett heute verabschiedet hat. Mehr erfahren…

 

Klima kommt in den Geschäftsbericht

Die Industriestaaten fürchten, dass ein Werteverfall bei fossilen Konzernen ein Börsenbeben auslösen könnte. Deshalb sollen Konzerne künftig offenlegen, welche Risiken ihnen aus Klimawandel und Klimaschutz erwachsen. Mehr erfahren…


EuGH stärkt Auskunftsrecht zu Pestiziden

Bürger und Umweltorganisationen haben ein Recht darauf zu erfahren, welchen Schaden Pestizide anrichten. Das entschied jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH) für den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat und das Insektizid Imidacloprid. Würden Pestizide versprüht, seien das Emissionen in die Umwelt, über die ein Auskunftsanspruch bestehe, so die Luxemburger Richter. Das Chemieunternehmen Bayer will teilweise kooperieren. Mehr erfahren...


Mehr als eine Million gentechnisch veränderte Versuchstiere innerhalb eines Jahres

In Deutschland wurde im Jahr 2015 erstmals die Zahl von einer Million gentechnisch veränderter Versuchstiere überschritten. Die offizielle Statistik weist für 2015 1,1 Millionen gentechnisch veränderter Tiere aus, die meisten davon sind Mäuse und Ratten. Im Vergleich zu den Zahlen von 2014 (984.886 Tiere) ist das ein Anstieg von mehr als 10 Prozent.
Diese Zahlen folgen einem alarmierenden Trend: Zwischen 2004 und 2013 hatte sich die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere bereits verdreifacht, von 317.777 auf 947.019.
Wie Testbiotech in mehreren Berichten gezeigt hat, ist der Grund für diesen starken Anstieg nicht mit konkretem medizinischen Nutzen zu rechtfertigen. Mehr erfahren…

 

"Fossile Lobbyisten finden zu viel Gehör"

Auf Klimakonferenzen tummeln sich immer auch viele Lobbyvertreter der Fossilindustrie. Teilweise genießen sie sogar denselben Beobachterstatus wie Umweltorganisationen. Jesse Bragg von der US-amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Corporate Accountability International erklärt im Interview was dagegen getan werden kann. Mehr erfahren...




Publikationen

Klimaneutraler Verkehr möglich?

Mit Effizienz, einer stärkeren Elektrifizierung und erneuerbaren Energien lässt sich ein vollkommen treibhausgasneutraler Verkehr organisieren, ohne Einschränkungen bei Wachstum und Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Das ist das Ergebnis von Szenarien des Öko-Instituts, die das Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hatte. Die Szenarien für einen treibhausgasneutralen Verkehr wurden gemeinsam mit maßgeblichen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. Die Ergebnisse der Studie sind auf der Seite des Forschungsprojektes gesammelt und lassen sich auch in interaktiven Grafiken anschaulich darstellen und vergleichen. Mehr erfahren…

 

Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Neue WBGU-Sondergutachten

Die oft als Club der großen Wirtschaftsmächte geschmähten G20 können die Welt mit Entscheidungen in vier Bereichen voran bringen auf dem Weg zu Klimastabilisierung und Wirtschaftsdynamik – und dadurch autoritäre Bewegungen zurückdrängen helfen. Hierzu übergibt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) am 13.12. ein Gutachten mit dem Titel „Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I“ an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.
Die G20-Staaten sollten ihre Volkswirtschaften bis 2050 dekarbonisieren. Sie sollten die Große Transformation zur Nachhaltigkeit dabei als weltwirtschaftliches Modernisierungsprojekt wahrnehmen, das erhebliche Chancen bietet. Die Transformation zur nachhaltigen Gesellschaft kann Innovationen inspirieren und Investitionen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz lenken.
Das komplette Gutachten steht zum freien Download zur Verfügung. Erstmalig finden Sie auch die Hauptbotschaften des Gutachtens kurz zusammengefasst. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung des WBGU. Mehr erfahren...

 

Öko-Landwirtschaft in der Subsahara: produktiv und ressourcenschonend

Eine Langzeitstudie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) und lokalen Partnern in Kenia zeigt, dass die Maiserträge in biologischen Anbausystemen den konventionellen Erntemengen ähnlich sind. Aufgrund der höheren Preise ist Bio gar rentabler als konventionell.
Die kürzlich in der Zeitschrift "Agriculture, Ecosystems & Environment" publizierte Studie zeigt die Ergebnisse der ersten sechs Jahre eines Langzeitvergleichs von biologischem und konventionellem Landbau in Kenia. Forscher des FiBL führen den Versuch gemeinsam mit kenianischen Forschungspartnern durch. Mehr erfahren…


Buch-Tipp

Die Welt reparieren - Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis

Andrea Baier / Tom Hansing / Christa Müller / Karin Werner (Hg.)
Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens von Dingen, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und sogar auf den Kopf stellen.
Das Buch widmet sich der visionären Kraft dieser vielversprechenden innovativen Praxis und bietet zugleich eine gesellschaftliche Einordnung der neuen »Labore« gesellschaftlicher Transformation. Es ist sowohl als Printversion käuflich erwerbbar als auch als pdf online und kostenlos abrufbar.


Internet-Tipps

Suchmaschine für Partnerschaften Deutscher Länder mit Ländern des Südens

Entwicklungspolitik ist nicht nur eine Aufgabe des Bundes, sondern auch der 16 Deutschen Länder. Sie haben vielfältige entwicklungspolitische Beziehungen und stellen dies auf dem Internetportal „Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ dar. Durch deren Partnerschaftsarbeit wird die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stark gefördert.
Aktuell stellt das Portal „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ ausführliche Informationen zu allen für die Entwicklungspolitik relevanten Beziehungen der 16 Deutschen Länder vor. Die Rubrik „Partnerschaften der Länder“ ermöglicht einen Überblick über die vielfältigen entwicklungspolitischen Beziehungen der Länder und durch eine benutzerfreundliche Filterfunktion ist die Suche nach bestehenden Partnerschaften für alle Interessierten übersichtlich.

Mehr zu den Programmen und inhaltlichen Schwerpunkten der 16 Deutschen Länder erhalten Sie auf dem Internetportal „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“. Mehr erfahren...

 

Chatten, Posten und Co. – Tipps zur Sicherheit im Netz

Soziale Netzwerke sind weit verbreitet. Insbesondere Jugendliche kommunizieren über Plattformen wie Facebook, WhatsApp oder andere Dienste mit ihren Freundinnen und Freunden. Doch die Plattformen bergen auch vielfältige Risiken, wie zum Beispiel Datenmissbrauch, Urheberrechtsverletzungen oder Mobbing. Die neue Broschüre „Chatten, Posten und Co.“ der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz macht auf die Gefahren aufmerksam und zeigt, wie man sich schützen kann. Der Ratgeber ist speziell für junge Leute gestaltet und enthält Hinweise und Tipps für die Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Er ist hilfreich als Anschauungsmaterial im Schulunterricht, aber auch für Eltern und Kinder selbst als Information geeignet.

Diese Broschüre kann bei der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz kostenfrei per E-Mail unter publikationen@bgv.hamburg.de oder per Telefon unter 040-428 37-2368 bestellt werden. Außerdem steht sie unter diesem Link zum Download bereit.


Wettbewerbe und Ausschreibungen

2. Hamburger Zukunftspreis

Bis zum 31.03.2017 können sich Jugendliche und junge Erwachsene bis 35 Jahren aus dem Raum Hamburg für den Hamburger Zukunftspreis bewerben Der Zukunftspreis fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002 -  und ist mit insgesamt 5.000 Euro für die fünf erstplatzierten Vorschläge dotiert. Das Preisgeld wird von der Effenberger Brot für die Zukunft Stiftung zur Verfügung gestellt.

Mehr über die Kriterien für die Auswahl und den Bewerbungsbogen finden Sie hier.


Termine

Alle Termine finden Sie auf unserer  Webseite.

 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

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