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23.10.2015
 
 

Liebe Rundbrief-Leserinnen und –Leser,


wir verabschieden uns von unserer studentischen Mitarbeiterin Claudia Niemeyer, die Sie im letzten Jahr über den Rundbrief mit spannendem Lesestoff versorgt hat und sich nun nach ihrem Studium neuen Aufgaben widmet. Wir wünschen Ihr viel Spaß und Erfolg dabei und danken ihr für ihre bereichernde Mitarbeit.
Gleichzeitig begrüßen wir Hannes Gröneweg, der Sie auch in Zukunft über interessante Themen rund um nachhaltige Entwicklung in und um Hamburg informieren wird.
Auch im Oktober stehen uns spannende Veranstaltungen bevor. Wir wünschen Ihnen schöne Herbsttage und angenehme Lesestunden!

Ihr Zukunftsrat-Team

 
 

In eigener Sache

Der Zukunftsrat ist Mitunterzeichner der Absichtserklärung für nachhaltige Olympische Spiele

Ziel dieser Absichtserklärung ist es, „ein Olympia der Nachhaltigkeit sicherzustellen und damit gleichzeitig weitergehende Impulse für die Nachhaltige Entwicklung in Hamburg und Deutschland auszulösen“.  Delia Schindler, stellvertretende Sprecherin des Zukunftsrat Hamburg: „ Der Zukunftsrat Hamburg setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Stadt Hamburg eine Nachhaltigkeitsstrategie erhält, die eine Ausgewogenheit aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten sicherstellt. Mit der Vereinbarung gibt der Erste Bürgermeister der gesamten Zivilgesellschaft Hamburgs das Versprechen, die Zukunftsfähigkeit der Stadt Hamburg nicht wegen einer Großveranstaltung aufs Spiel zu setzen, sondern im Gegenteil zu sichern. Die Bildung einer ‚Kommission nachhaltiges Hamburg 2024‘ ist ein erster und überfälliger Schritt hierzu. Das wollen wir in einem kritischen Dialog begleiten.“

Der Zukunftsrat wird  die Bewerbung weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten und möchte mit der  Unterzeichnung der Absichtserklärung dazu beitragen, dass Stadt und Bewerbungsgesellschaft ein ehrgeiziges Nachhaltigkeitskonzept erarbeiten, so dass Im Falle eines positiven Ausgangs des Referendums alle wesentlichen ökologischen und sozialen Anforderungen im Sinne der Nachhaltigkeit erfüllt werden können.

Das übergeordnete Ziel des Zukunftsrats ist es, dass Hamburg seinen eigenen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Deutschlands leistet. Hieraus ergibt sich aus Sicht des Zukunftsrats die Verpflichtung, unabhängig von der eigenen Position zu olympischen Spielen in Hamburg, die Stadt bei der Planung der Spiele mit seiner Expertise zu unterstützen - um die nachhaltigsten Spiele zu kreieren, die in Hamburg möglich sind.
Über eine Empfehlung zum Referendum wird das Leitungsgremium des Zukunftsrats in Kürze entscheiden.


Einladungen

Buchvorstellung und Diskussion mit Reinhard Loske: Politik der Zukunftsfähigkeit

Am Dienstag, den 17.11. ab 19 Uhr stellt Reinhard Loske in der GLS Bank, Düsternstraße 10,  sein neues Buch Politik der Zukunftsfähigkeit. Konturen einer Nachhaltigkeitswende vor, das am 26.11.2015 erscheint. Es wird viel geredet vom Ende des grenzenlosen Wachstums, von der dringend gebotenen Befreiung vom Wohlstandsballast, von einer Politik der Nachhaltigkeit. Doch was heißt das für die Praxis? Der ehemalige Politiker und Volkswirtschaftler Reinhard Loske gibt Anregungen für ein neues Denken, das sich dem Nachhaltigkeitsideal verpflichtet fühlt und politisch umgesetzt werden kann. Er schlägt konkrete politische Reformen vor, insbesondere die Förderung kooperativen Wirtschaftens sowie Verknüpfungen der Ökologiefrage mit Fragen der Freiheit und Gerechtigkeit. Eine Veranstaltung von umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. in Kooperation mit dem Zukunftsrat Hamburg. Der Eintritt ist frei.

Klima Talk

am Donnerstag, den 26.11. von 18.30 bis 20.30 Uhr auf Gut Karlshöhe, Karlshöhe 60 d, 22175 Hamburg.
Kurz vor Beginn der großen Klimakonferenz in Paris moderiert Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation einen Klima-Talk mit Prof. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin und Prof. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Diskutiert werden die die Chancen der Klimakonferenz in Paris, die Aussichten für das Zustandekommen eines weltweiten Klimavertrages und dessen Bedeutung für den Klimaschutz in Deutschland. Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Gut Karlshöhe.

Informationen zu beiden Veranstaltungen finden Sie hier.


Von unserem Mitgliedern

Jahresbericht 2013/2014 des Instituts für Verkehrsplanung und Logistik der Technische Universität Hamburg-Harburg ist da

Ab sofort steht der aktuelle Bericht über die Arbeit am Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg-Harburg hier zum Download zur Verfügung. Eine Druckversion des Berichts, der unter anderem Forschungsprojekte  in den Bereichen Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung  sowie Logistik und Nachhaltigkeit enthält, kann telefonisch unter  +49 (0) 40 428 78 3519 oder per E-Mail bei Frau Hagel-Ruscher (annette.hagel-ruscher@tu-harburg.de) angefordert werden.

Bergedorf setzt Klimazeichen  

Der Bezirk Bergedorf lässt ein umfangreiches Klimaschutzkonzept erstellen. Bereits am 8.10. trafen sich die Initiatoren und Akteure des integrierten Klimaschutzkonzeptes Bergedorf (IKK Bergedorf) sowie alle interessierten Bürger im Spiegelsaal des Bergedorfer Rathauses zu einer Auftaktveranstaltung, auf der das beauftragte Arbeitsteam – OCF Consulting, Averdung Ingenieure und die motum GmbH – sein Vorgehen bei der Erstellung des IKK Bergedorf erläutern und zur Diskussion vorstellte.

Abgesehen von den möglichen Schwerpunkten bezieht das integrierte Klimaschutzkonzept alle klimarelevanten Bereiche – öffentliche Gebäude, private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen über Mobilität und Verkehr bis hin zu Abfall und Abwasser – mit ein. Einer IST-Analyse über Energieverbräuche und CO2-Emissionen folgen eine Potenzialanalyse und eine Fokussierung auf einen machbaren Maßnahmenkatalog. Denn: Vieles ist möglich, aber nicht alles ist sinnvoll. Und: Nicht alles, was sinnvoll ist, ist auch machbar.

Das IKK Bergedorf möchte die vorhandenen Ansätze zusammenbringen, an bereits Erreichtes anknüpfen und die jeweiligen Akteure unmittelbar mit einbinden. Damit setzt das IKK bisherige Klimaschutzaktivitäten in Bergedorf mit einer fundierten und themenumspannenden Handlungsgrundlage fort.

Aber auch weiterhin können alle Bergedorfer -  Einzelhaushalte, Unternehmen oder Schulen, und persönlich oder politisch motivierte Bürgerinnen und Bürger - dem Team Wünsche, Befürchtungen und weitere Hinweise mitteilen. Gerne per Email an IKK-Bergedorf@ocfc.de oder in jeder anderen Form. Melden Sie sich bitte auch, wenn Sie in den Informationsverteiler aufgenommen werden wollen bei Dr.-Ing. Manuel Gottschick, OCF Consulting, Tel.: 040 4664 2440.

 


Über den Tellerrand

Über das Projekt "Wohlstands-Transformation Wuppertal"

Sowohl Bevölkerungszahl als auch Industrie in Wuppertal schrumpfen. Dennoch, oder auch gerade deshalb, befindet sich die Stadt mitten in einer Transformation hin zu einer neuen, ressourcenunabhängigen Wahrnehmung von Wohlstand. In dem transdisziplinären Projekt"Wohlstands-Transformation Wuppertal" (WTW) wird in Reallaborenuntersucht, wie gesellschaftliche Initiativen wie z. B. Utopiastadtzur Wohlstandsproduktion beitragen können. Damit tritt WTW in denDialog mit Wuppertaler Bürgerinnen und Bürgern und eröffnet dieDebatte, welchen Wohlstand Wuppertal will, schreiben Michael Roseund Katharina Schleicher, beide wissenschaftliche Mitarbeiter imProjekt, in ihrem Blog-Beitrag "Degrowth City Wuppertal?" auf derInternet-Plattform "Postwachstumsgesellschaft". Die Stadt könnesich zum Transformationsvorbild entwickeln und von den im Projektentwickelten Tools und gesammelten Erfahrungen könnten andere Städteprofitieren. Der komplette Beitrag steht hier online zur Verfügung.

 


Publikationen und Studien

Diskussionspapier zur Debatte um den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel

Mehr als 100 Gäste waren dabei, als Umweltsenator Jens Kerstan mit Christian Maaß vom renommierten Hamburg Institut und Hanne Harder vom Hamburger Wärmedialog über die wichtigsten aktuellen Fragen der Hamburger Klimaschutzpolitik diskutierten. Als wichtige Ergänzung zur Debatte um den Ersatz des Heizkraftwerks Wedel finden Sie hier das Diskussionspapier von Prof. Rabenstein „Erdgas – Brücke oder Sackgasse? Ist Erdgas in jedem Fall weniger klimaschädlich als Steinkohle?“ Weitere Informationen zum Ratsftreffen finden Sie hier.

 

Erneuerbare können die Welt ab 2050 zu 100 Prozent mit Energie versorgen

Die globale Energieversorgung bis 2050 vollständig auf Erneuerbare umzustellen, ist technisch möglich, finanziell attraktiv und kann Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Dies zeigt die neue Greenpeace-Studie Energy Revolution, die zusammen mit dem Institut für Technische Thermodynamik - Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Luft- und Raumfahrt Zentrums (DLR) erarbeitet wurde. Die darin durchgerechnete Umstellung kann zudem den CO2-Ausstoß so weit senken, dass der Temperaturanstieg unter der kritischen Grenze von 2 Grad bleibt. „Die Erneuerbaren Energien sind inzwischen erwachsen und können mit klimaschädlichen Kohlekraftwerken und riskanten Atommeilern konkurrieren. Mehr erfahren...

Quelle: Greenpeace

 

Positionspapier „Der Weg zu einer klimagerechten Zukunft" veröffentlicht

Zwei Monate vor Beginn der internationalen Klimaverhandlungen in Paris (COP21) haben die Klima-Allianz Deutschland und VENRO in einem gemeinsamen Positionspapier Forderungen an die Bundesregierung gestellt. Das  Positionspapier „Der Weg zu einer klimagerechten Zukunft – Forderungen der deutschen Zivilgesellschaft an die Bundesregierung zu den internationalen Klimaverhandlungen in Paris und den Perspektiven danach“ erläutert die Dringlichkeit eines globalen Abkommens, dessen verbindliche Maßnahmen so gestaltet werden müssen, dass sie die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius beziehungsweise 1,5 Grad begrenzen. Mehr erfahren...

Quelle: Klima Allianz

 

 

Studie „Städte auf Kurs Nachhaltigkeit“

Unter dem Titel „Städte auf Kurs Nachhaltigkeit“ hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eine Studie zur sozial gerechten und ökologisch verträglichen Versorgung mit Wohnraum, Mobilität und kommunalen Finanzen herausgegeben. Die Studie bildet den Stand der wissenschaftlichen Diskussion ab und nimmt Bezug auf aktuelle Positionspapiere der Kommunen sowie auf Interviews mit den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, die am Dialog „Nachhaltige Stadt“ des RNE teilnehmen. In der Studie beschreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Difu die Herausforderungen aber auch Rahmenbedingungen, die Kommunen für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort brauchen. Zur Studie...

Quelle: EWNW-Rundbrief

 

Positionspapier„Der Weg zu einer klimagerechten Zukunft“

Zwei Monate vor Beginn der internationalen Klimaverhandlungen in Paris, bei denen in Nachfolge des Kyoto-Protokolls eine neue Klimaschutzvereinbarung verabschiedet werden soll, haben die Klima-Allianz Deutschland und der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) ihre Forderungen an die Bundesregierung gestellt. In ihrem Positionspapier „Der Weg zu einer klimagerechten Zukunft – Forderungen der deutschen Zivilgesellschaft an die Bundesregierung zu den internationalen Klimaverhandlungen in Paris und den Perspektiven danach“ weisen Klima-Allianz und VENRO auf die Dringlichkeit eines neuen Abkommens hin, um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich in Paris für einen Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz einzusetzen. Mehr erfahren...

Quelle: EWNW-Rundbrief

 

Nutzt oder schadet stationsunabhängiges Carsharing dem Nahverkehr?

Immer mehr Menschen melden sich bei Carsharing-Diensten an. Die Frage, ob das dem öffentlichen Nahverkehr nutzt und Mobilität insgesamt umweltschonender macht, wird intensiv debattiert. Studien deuten darauf hin, dass die im Stadtgebiet überall verfügbaren, stationsunabhängigen Free-Floating-Angebote den Nahverkehr in geringer Zahl Kunden kosten.
Zur Meldung in voller Länge geht es hier.

 

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Leitfaden „Lebenswerte Stadtquartiere durch Umweltgerechtigkeit“

Gesunde Lebensbedingungen unabhängig von der sozialen Lage der Menschen zu etablieren, steht im Zentrum der Umweltgerechtigkeitsdiskussion. Wichtige Ziele sind: mehr bezahlbarer und energetisch sanierter Wohnraum in Städten, Chancengleichheit für alle Bevölkerungsgruppen bei Umwelt, Bildung und Gesundheit sowie Natur in sämtlichen Stadtquartieren. Nur gemeinsames Handeln verbessert die Situation, denn die Herausforderungen sind komplex. Die Zivilgesellschaft und die Kommunen können Umweltgerechtigkeit vor Ort aktiv mitgestalten und Impulse in die Bundespolitik geben. Der vorliegende Leitfaden „Lebenswerte Stadtquartiere durch Umweltgerechtigkeit“ enthält neben Problemanalysen gelungene Beispiele und Handlungsempfehlungen. Er stellt die übergeordneten Schlüsselfaktoren „Beteiligung, Kooperation und äußere Rahmenbedingungen“ vor. Zudem geht die Broschüre auf die vier zentralen Bereiche „Stadtentwicklung, Grün im Stadtquartier, Energiegerechtigkeit sowie Verkehr und Lärm“ ein.


Auf der Internetseite steht die Broschüre zum Download bereit.


Gedruckten Exemplare können direkt bei der Deutschen Umwelthilfe bestellt werden: Tel: 07732/ 9995-57, E-Mail: gal@duh.de.


Buchtipps

„It’s the Planet, Stupid!“

Das Buch "It's the Planet, Stupid! Sieben Perspektiven zum Klimawandel" erklärt den Klimawandel so, dass jeder ihn verstehen kann. Denn nur wer dessen Ursachen und Wirkungen versteht, wird auch die notwendigen Anpassungen unterstützen. Die Klimakonferenz in Paris steht kurz bevor. Doch darf man das Thema Klimawandel allein der internationalen Klimadiplomatie überlassen? Die Wissenschaftsjournalistin Anja Paumen und der Biologieprofessor Jan-Heiner Küpper liefern mit ihrem Buch einen Einstieg zum Thema - inklusive Interviews mit prominenten Experten: "Energie muss teurer werden, damit sie nicht mehr verschwendet wird", fordert der Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker. Deutsche Alleingänge zur Förderung von erneuerbaren Energien schaden der Wirtschaft, nützen aber nicht dem Klima, warnt andererseits der Ökonom Hans-Werner Sinn. Sein Kollege Mathias Binswanger verlangt: "Wirtschaftspolitik darf nicht allein auf maximale Wachstumsraten ausgerichtet sein". In weiteren Gesprächen mit dem Klimawissenschaftler Hartmut Graßl, dem Soziologen Meinhard Miegel, dem Mediziner und Biologen Wulf Schiefenhövel sowie dem Künstler und Umweltschützer Enoch zu Guttenberg werden unterschiedliche Positionen auf technischer, wirtschaftlicher, politischer sowie kultureller Ebene deutlich - aber auch Gemeinsamkeiten.

Anja Paumen, Jan-Heiner Küpper: "It's the Planet, Stupid! Sieben Perspektiven zum Klimawandel". 304 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-739-6, 24,95 Euro / 25,70 Euro (A), erschienen am 28. September 2015. Auch als E-Book erhältlich.

 

„Die bezifferte Welt: Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht"

Warum aus Kunden wieder Bürger werden müssen

Im Herbst 2014 wurde bekannt, der englische National Health Service wolle in Zukunft jedem Arzt 55 Pfund bezahlen, der bei einem Patienten Demenz diagnostiziert. Die Empörung war groß: Steigt so nicht das Risiko von Fehldiagnosen? Wissen Ärzte nicht auch ohne solche Anreize, was zu tun ist? Das Beispiel zeigt, dass die Logik des Neoliberalismus trotz der großen Krise weiterhin auf dem Vormarsch ist.
Der damit verbundene Wandel betrifft alle Lebensbereiche: Schulen, Krankenhäuser und Polizei werden im Rahmen des großen Zahlenspiels umstrukturiert und dem Diktat der Kennziffern unterworfen; aus Studenten und Fahrgästen sollen Kunden werden, die agieren wie Rechenmaschinen. Auf dem Weg in die »Informationsgesellschaft« bleibt eine zentrale Ressource auf der Strecke: das Wissen selbst.
Colin Crouch zeichnet nach, wie der Neoliberalismus alternative Formen des Wissens und der Expertise korrumpiert. Anders als seine Apologeten behaupten, ist der Markt keine perfekte Wissensmaschine, die aus anonymen Entscheidungen Transparenz herbeizaubert, im Gegenteil: Lässt man die Logik der Finanzmärkte ungehindert operieren, kann sie das Immunsystem unserer Gesellschaften zerstören.

Colin Crouch „Die bezifferte Welt: Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht". 250 Seiten, gebunden, ISBN: 978-3-518-42505-3, 21,95€ (D), erschienen am 07. September 2015.



Wettbewerbe uns Ausschreibungen

Für mehr Gerechtigkeit in der Welt: Eine-Welt-Preis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Der Preis würdige den Einsatz von Gruppen und Einzelpersonen, die sich für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen und motiviere andere Menschen, den notwendigen Wandel hin zu einer fairen, solidarischen und nachhaltigen Gesellschaft zu gestalten. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, der Gewinner des zweiten Preises erhält 2.000 Euro und der dritte Preisträger 1.500 Euro.  Angesprochen sind Personen, Gemeinden, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Partnerschaftsgruppen oder Initiativen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die sich in den vergangenen beiden Jahren kreativ und vorbildlich für lebendige Nord-Süd-Beziehungen und eine gerechtere Welt engagiert haben. Bis zum 15. November 2015 können sie vorgeschlagen werden oder sich selber bewerben. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die aus Mitgliedern der Kirchenleitung und der Landessynode der Nordkirche sowie Fachleuten der Entwicklungszusammenarbeit besteht. Die Gewinner werden am 29. Januar 2016 im Rahmen eines großen Eine-Welt-Preis-Festes in Hamburg bekannt gegeben.

Nähere Informationen zur Bewerbung erhalten Sie hier.

 

Fraunhofer-Gesellschaft sucht bis 30. Oktober Ideen für zukunftsfähige Städte

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Die Fraunhofer Gesellschaft sucht mit ihrem Wettbewerb „Urban Futures“ nach neuen Konzepten und Ideen für Produkte, Technologien oder Verfahren. Studierende, Start-ups, Kommunen, Innovationsagenturen, Kreative sowie kleine und mittlere Unternehmen sind zur Teilnahme am Ideenwettbewerb rund um das Thema "Zukunftsstadt" aufgerufen.

Genaueres erfahren Sie hier.

 

FOTOKLIMA 2015/16  

Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) startet im Schuljahr 2015/16 ein neues Bildungs- und Fotoprojekt zum Thema Klimawandel: FOTOKLIMA 2015/16, gefördert aus Klimaschutzmitteln der Stadt Hamburg. Angesprochen werden besonders die Lehrkräfte der Fächer Bildende Kunst, Biologie, Geografie und Politik/Gesellschaft/Wirtschaft sowie an Schüler-AGs der Bereiche Kunst, Fotografie und Medien.

Mithilfe von Fotografie soll der Blick von Schülerinnen und Schülern geschärft werden für die Ursachen und Folgen globaler Klimaveränderungen und sie anregen, ihr eigenes „Klima-Handeln“ sowie die gesellschaftspolitische Verantwortung in den Fokus zu nehmen. Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse sind aufgerufen, sich ein Bild von Zusammenhängen und Wirkungen des Klimawandels, den eigenen Handlungsoptionen und den Möglichkeiten des Klimaschutzes zu machen und dieses fotografisch auf den Punkt zu bringen.
Eine Fachjury prämiert die besten zehn Beiträge mit wertvollen gestifteten Sachpreisen im Gesamtwert von 10.000 €. Weitere Informationenfinden Sie hier.

Bis zum 07. Dezember 2015 können sich Klassen, Foto-AGs und Schülergruppen zur Teilnahme beim Bildungsprojekt FOTOKLIMA 2015/16 formlos mit einer Mail anmelden unter: fotoklima@li-hamburg.de 

 

Für Kurzentschlossene:

Die Frist für den von Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung veranstalteten Wettbewerb Werkstatt N zur Einreichung von Beiträgen verlängert wurde: Die Bewerbungsfrist ist bis 31. Oktober 2015 verlängert worden.
Mit dem Wettbewerb und Qualitätssiegel Werkstatt N zeichnet der Rat jedes Jahr die 100 innovativsten Ansätze für eine nachhaltige Zukunft aus. Mehr Informationen hier.


Petition

„Konzerne zahlen gerne?!“ – Oxfam-Petition gegen Steuertricks von Unternehmen

Im Jahr 2016 wird nur ein einziges Prozent der Weltbevölkerung mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammengenommen. Die Lücke zwischen Arm und Reich wächst. Transnationale Großkonzerne sind Mitverursacher des Problems, denn durch Steuertricks entgehen Ländern des Globalen Südens Unsummen, die sie für Investitionen im Gesundheits- oder Bildungssektor nutzen könnten. Das Problem beschränkt sich nicht auf ein paar Länder und einige besonders skrupellose Konzerne. Auf zahlreichen Gipfeln wird das Thema Steuergerechtigkeit diskutiert. Die Hilfsorganisation Oxfam sammelt online Unterschriften, die im November an die Bundesregierung übergeben werden sollen.

Hier unterschreiben.


Termine

Alle Termine finden Sie auf unserer Website.

 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

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  Der Zukunftsrat Hamburg wird gefördert durch die Behörde für Umwelt und Energie.