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27. Mai 2016
 
 

Liebe Rundbrief-Leserinnen und –Leser,

die ersten sommerlichen Tage liegen hinter uns, die Bäume stehen in vollem Grün und auch in der Nachhaltigkeitsdebatte ist einiges passiert. Diese Ausgabe des Rundbriefes ist deshalb wieder gespickt mit Neuigkeiten und Informationen unterschiedlicher Perspektiven rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Wir wünschen angenehme und spannende Lesestunden!

Ihr Zukunftsrat-Team

 
 

Wir heißen unser neues Mieglied willkommen

Wir begrüßen ganz herzlich das forum anders reisen e.V. als neues Mitglied beim Zukunftsrat Hamburg. Das forum anders reisen e.V. ist ein Zusammenschluss von Reiseunternehmen, die sich dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet haben. Ihr Name steht für Reiseerlebnisse, die sich am Menschen und an der Umwelt orientieren. Ressourcen vor Ort werden sorgsam und gezielt genutzt, fremden Kulturen mit Respekt begegnet. Gemeinsam mit ihren Kunden stellen sie sich der Verantwortung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung hier und in den Reiseländern. Das forum anders reisen wurde 1998 gegründet und hat inzwischen ca. 130 Mitglieder. Hier gelangen Sie zur Website des Vereins.


Einladungen

8. Bundestreffen der Regionalbewegung in Hamburg

Das 8. Bundestreffen der Regionalbewegung in Hamburg steht mit vielen Höhepunkten und über 60 namhaften Referentinnen und Referenten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft fest. Am 3. und 4. Juni 2016 wird Hamburg zum Dreh- und Angelpunkt der Regio-Branche. Bereits zum achten Mal erleben die Teilnehmer in spannenden Foren und Diskussionsrunden zwei Tage Regionalität pur.

Themen wie die Forderung nach einem Bundesprogramm Regionalvermarktung und somit die Frage, wie tragfähige Strukturen für glaubwürdige Regionalvermarktung vorangebracht werden können, werden behandelt. Weiterhin soll diskutiert werden, wie glaubwürdige regionale Produkte am Point of Sale für den Verbraucher gekennzeichnet werden können. Unter dem Stichwort „Nahversorgung multifunktional– mehr als nur Lebensmittel“, erfahren Interessierte Neuigkeiten zu Nahversorgungskonzepten für den ländlichen Raum. Ein weiterer Schwerpunkt des diesjährigen Bundestreffens sind die Metropolen als „Schaufenster“ für regionale Produkte: Welche Konzepte gibt es zum Aufbau von Stadt-Land-Beziehungen? Wie lernen die Städter das Land kennen und umgekehrt? Und wie behaupten sich regionale Produkte in der globalen Angebotsfülle?

Beim Wissensmarkt berichten zwölf Akteure aus der Praxis über ihre Erfolgsrezepte und bei der mittlerweile legendären TourRegional lernen die Teilnehmer Hamburg auf eine ganz besondere kulinarische Weise kennen! Nicht zuletzt ist das Bundestreffen der Regionalbewegung der bedeutendste Branchentreff für Regionalinitiativen, um Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen.

Besonders hinweisen möchten wir auf den Vortrag im Plenum von Dr. Katharina Reuter , Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V, Bundesverband der grünen Wirtschaft. Am 04.6. um 09.30 Uhr die „TTIP die  Auswirkungen von TTIP  auf kleine und mittelständische Unternehmen erläutert.

Anmeldungen für das 8. Bundestreffen der Regionalbewegungen sind bereits unter diesem Link möglich. Das vollständige Programm ist dem Programmfolder zu entnehmen.

Veranstaltungsorte sind die GLS Bank Filiale Hamburg sowie die Katholische Akademie. Der Zukunftsrat Hamburg unterstützt als Kooperationspartner das Bundestreffen.


In eigener Sache

Klimaschutzplan 2050

Der Zukunftsrat Hamburg ist Unterzeichner des „Klimaschutzplan 2050 für die Zivilgesellschaft“.  Mehr als 50 Organisationen appellieren darin an die Bundesregierung, die nationalen Klimaschutzziele zu verschärfen und dies gesetzlich festzuschreiben. Für das Jahr 2050 müsse das deutsche Klimaschutzziel auf mindestens 95 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu 1990 angehoben werden. Dies erforderten die Pariser Klima-Beschlüsse, mit denen sich die Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, und wenn möglich unter 1,5 Grad Celsius, geeinigt hat. Derzeit liegt das deutsche Klimaziel für das Jahr 2050 bei 80 bis 95 Prozent CO2-Reduktion. In dem Papier heißt es, dass ein ambitionierter Klimaschutzpfad nur eingeschlagen werde, wenn Deutschland sein Reduktionsziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 erreicht. Dafür sei u. a. ein zusätzliches Abschalten von Braunkohlekraftwerken notwendig.

Mit ihren Vorschlägen wollen die Organisationen der Bundesregierung einen national und international angemessenen Rahmen für deren Klimaschutzplan 2050 setzen. Dieser soll vom Kabinett noch vor dem Sommer verabschiedet werden.

Hier können Sie den Klimaschutzplan 2050 abrufen.

Außerdem ist der  Jahresbericht der Klima-Allianz für das Jahr 2015 erschienen. Er bietet einen spannenden Einblick in Organisation, Zielsetzung und die vielfältigen Aktivitäten des letzten Jahres, wie z.B. die Veranstaltung des alternativen Energiegipfels und der ersten Berliner Klimagespräche. Der Bericht steht hier zum Download zur Verfügung.


Von unseren Mitgliedern

Nah:türlich geniessen, was so nah liegt!

Essen, trinken, einkaufen, mitreden, zuhören oder einfach nur chillen – der„nah:türlich geniessen MARKT“ lädt am 11. und 12. Juni in die historische Hamburger Großmarkthalle ein.
Mehr als 40 Aussteller aus der Genussregion Nord sind auf der erstmalig stattfindenden Food-Messe „nah:türlich geniessen MARKT“ vertreten. Hinzu kommen Gastronomen und Köche, die an ihren „Genussinseln“ authentische, frische Gerichte aus regionalen Lebensmitteln zubereiten. Verbände, Netzwerke und Initiativen, die sich für wahre Regionalität einsetzen, informieren über ihr Engagement. Auch kleine Manufakturen, Meiereien, Imkereien, Läden und hanseatische Tradtitionsunternehmen sind mit am Start.
Weitere Informationen: www.ng-markt.de oder www.nahtuerlich-geniessen.de


Hamburg

Leitfaden zur umweltfreundlichen Beschaffung in Hamburg

Hamburg kauft pro Jahr für rund 250 Millionen Euro Waren, Güter und Dienstleistungen ein. Die Beschaffung der Freien und Hansestadt soll zukünftig noch stärker als bisher nach ökologischen Kriterien ausgerichtet werden. Der Hamburger Senat hat dazu einen 150 Seiten umfassenden Kriterienkatalog beschlossen, der ökologische Standards für den Einkauf und die Vergabe definiert. Die Kriterien gelten für Waren, angefangen vom Druckerpapier über Glühbirnen oder Putzmittel und Wandfarben bis hin zum Dienstwagen. Der Kriterienkatalog enthält auch eine Negativliste mit Produkten, die die Verwaltung künftig nicht mehr einkaufen und einsetzen darf. Dazu gehören etwa Kaffeemaschinen mit Alukapseln, Mineralwasser in Einwegflaschen, Einweggeschirr oder chlorhaltige Putzmittel. Der Katalog ist als Leitfaden erschienen und kann auch anderen Kommunen als Hilfestellung für eine umweltverträgliche Beschaffung dienen. Er ist hier abrufbar.

 

Klimasparbuch Hamburg

Zum Wintersemester 2016/17 wird das „Klimasparbuch für Studierende in Hamburg“ erscheinen. Es ist nicht nur die erste Klimasparbuchausgabe für unsere Stadt, sondern auch das bundesweit erste Projekt, das sich explizit an Studierende richtet.

Das Hamburger Klimasparbuch ist ein Ratgeber für ein umweltfreundliches Leben, Gutscheinbuch und grüner Cityguide in einem. Mit seinen Tipps zeigt das Büchlein, wie einfach klimaschonendes Verhalten in Hamburg sein kann. Die Tipps und Angebote setzen direkt in der Lebenswelt der Studierenden der Hamburger Hochschulen an und zeigen, wie nachhaltiger Alltag und Studieren zusammenpassen. Um den Schritt vom Wissen zum Handeln zu erleichtern, werden die einzelnen Tipps um konkrete örtliche Adressen ergänzt. Besonders attraktiv wird das Klimasparbuch durch zahlreiche Vergünstigungen für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Der Herausgeber, die Behörde für Umwelt und Energie, möchte mit diesem Projekt die Studierenden zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Alltag anregen. Von Hochschulseite aus begleitet die Hamburger Hochschulallianz für Nachhaltigkeit das Projekt. Mitherausgeber ist der oekom e.V. für ökologische Kommunikation.

Das Klimasparbuch lebt von der Vielfalt und der Attraktivität der darin vorgestellten Angebote. Die Initiatoren laden daher alle örtlichen Unternehmen und Initiativen ein, (Rabatt-)Gutscheine für ihre klimafreundlichen oder ökofairen Produkte oder Dienstleitungen einzubringen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Klimasparbuch Hamburg wird Anfang September erscheinen und in einer Auflage von 25.000 Exemplaren an allen staatlichen Hochschulen verteilt werden.
Kontakt:
Caroline Nötzold, noetzold@oekom.de, Telefon 089/54 41 84-47
Informationen zum Klimasparbuch – mit Beispielseiten – finden Sie unter www.klimasparbuch.net

 

Fossil Free Hamburg

Die Stadt Hamburg will klimaneutral werden – allerdings nur zu 80% und erst zum Jahr 2050. Die Initiative „Fossil Free Hamburg“  meint, eine solche Zielsetzung greife zu kurz und erlaube es, wichtige Maßnahmen zu vertagen. Sie fordert deshalb die sofortige Umsetzung konkreter Klimamaßnahmen wie Gebäudesanierung, autofreier Mobilität, Ausbau erneuerbarer Energien – und den Abzug von Investitionen in klimaschädliche Industrien.

Fossil Free Hamburg fordert den Hamburger Senat und Bürgermeister Scholz in einem offenen Brief auf, klimaschädliche Investitionen bis 2020 zu stoppen und auch in Zukunft auszuschließen – für einen konsequenten Klimaschutz in Hamburg. Der offene Brief steht hier als Petition im Netz zur Verfügung. Mehr Informationen zu Fossil Free Hamburg finden Sie auf www.fossilfreehamburg.org


Über den Tellerrand

Fish Dependence Day 2016: Fischbestände weltweit bedroht

Seit dem  2. Mai ist auch der Verzehr von Fisch in Deutschland in diesem Jahr rein rechnerisch nur noch mit Hilfe von Importen möglich. Der Jahresfang der deutschen Flotten ist ab diesem „Fish Dependence Day“ aufgebraucht. Dieser Tag wird jährlich von der britischen New Economics Foundation ermittelt. Importierter Fisch kommt zu einem erheblichen Teil aus überfischten Fanggründen und trägt ferner das Risiko, aus illegaler, nicht gemeldeter und nicht regulierter Fischerei (IUU Fischerei) zu stammen. Darauf weisen Brot für die Welt, Fair Oceans, Slow Food Deutschland und die Environmental Justice Foundation hin. Mehr erfahren…

 

Klimawandel verstärkt Klimaflucht

Weltweit fliehen immer mehr Menschen vor Naturkatastrophen und gewaltsamen Konflikten. Umstritten ist, inwiefern der Klimawandel eine Mitschuld an den "erzwungenen Wanderungen" und "geplanten Umsiedlungen" trägt. Klima- und Migrationsforscher stellen neue Erkenntnisse vor.
Wie bedeutsam der Klimawandel für die weltweite Migration ist, lässt sich gegenwärtig nicht genau beziffern und fraglich ist auch, ob das jemals möglich sein. Es gibt einfach zu viele Beweggründe und Faktoren, die dazu führen, dass Menschen ihre Heimat dauerhaft verlassen. Die Größenordnungen und Trends, in denen Klimaveränderungen zu Fluchtgründen werden können, lassen sich aber schon bestimmen, erklärten Klima- und Migrationsforscher heute bei einem gemeinsamen Pressetermin in Berlin. Mehr erfahren…

 

Vereinbarung zur Abgabe für Plastiktüten getroffen

Der Handelsverband Deutschland und  Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben sich auf eine Gebühr für Plastiktüten geeinigt. Die freiwillige Vereinbarung tritt am 1. Juli in Kraft. Darin verpflichtet sich der Handel, nach spätestens zwei Jahren für mindestens 80 Prozent der gehandelten Tüten ein "angemessenes Entgelt" zu verlangen.

Die Deutsche Umwelthilfe glaubt nicht, dass die freiwillige Vereinbarung mit dem Einzelhandel das Tütenproblem in Deutschland lösen wird. 50 Prozent der in Verkehr gebrachten Plastiktüten werden mit Zustimmung der Bundesumweltministerin weiterhin kostenfrei abgegeben – die Deutsche Umwelthilfe fordert bundesweite Plastiktütenabgabe von 22 Cent nach irischem Vorbild. Mehr erfahren…

Die Pressemitteilung des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie die vollständige „Vereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Kunststofftragetaschen“ finden Sie hier.

 

Amnesty International veröffentlicht "Refugees Welcome Index"

Der „Refugees Welcome Index“ basiert auf einer Befragung von GlobeScan, für die 27.000 Menschen in 27 Ländern nach ihrer Bereitschaft befragt wurden, Flüchtlinge in ihre „Länder, Städte, Nachbarschaft und ihre Häuser“ aufzunehmen. Amnesty International kommt so zu dem Schluss, dass es eine starke Diskrepanz zwischen Politik und öffentlicher Meinung gebe. Einige Ergebnisse überraschen auch auf den ersten Blick. So landet Deutschland im Ranking auf dem zweiten Platz, hinter China. Mehr erfahren…


Publikationen und Studien

Neues Gutachten des WBGU: Die transformative Kraft der Städte

Die größte Migrationsbewegung unserer Zeit ist die vom Land in die Städte mit weltweit mehr als 2 bis 3 Milliarden Menschen innerhalb weniger Jahrzehnte. Diesem Urbanisierungsschub und seinen Folgen für den globalen Wandel im 21. Jahrhundert widmet sich das neue Hauptgutachten "Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte" des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), das gestern der Bundesregierung übergeben wurde. Darin werden sowohl der dadurch zunehmende Klima- und Ressourcendruck als auch die Lebensbedingungen der Menschen thematisiert. Das Gutachten gibt Handlungsempfehlungen an die Politik aber auch Forschungsempfehlungen. Mehr erfahren...

 

Kommunale Suffizienzpolitik – Ressourcenschutz vor Ort stärken

Welche Instrumente es für Kommunen und Bundes- wie Länderregierungen gibt, Anreize für ein ressourcenschonendes Leben zu schaffen, zeigt eine neue Studie des Wuppertal Instituts, die der BUND beauftragt hatte. Empfohlen werden darin Maßnahmen für die Bereiche Wohnen, Mobilität und öffentliche Ausschreibungen. So könnten beispielsweise im Bereich Wohnen Kommunen den teils erheblichen Leerstand von Büros nutzen und deren Umbau zu Wohnungen unterstützen. Auch die Förderung von genossenschaftlichem Wohnen mit geteilten Wohn-, Arbeits- und Gemeinschaftsräumen würde zur Ressourcenschonung beitragen, wie Beispiele in der Studie zeigten. Eine bundesweite Beschränkung des Neubaus würde es den Kommunen ermöglichen, sich vorhandenen Alternativen zuzuwenden, ohne Wettbewerbsnachteile befürchten zu müssen.

Die Studie "Kommunale Suffizienzpolitik. Strategische Perspektiven für Städte, Länder und Bund" steht auf der Website des BUND zum Download zur Verfügung.

 

Umweltgutachten 2015 des SRU

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) fordert in seinem am Dienstag an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergebenen Umweltgutachten 2016 eine anspruchsvolle und integrative Umweltpolitik. Der Handlungsdruck beispielsweise durch Klimawandel und Biodiversitätsverlust ist so groß, dass er mit herkömmlichen Ansätzen alleine nicht mehr bewältigt werden kann. Notwendig sind strukturelle Veränderungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Energie und Wohnen.

Allerdings bringt ambitionierter Umweltschutz neben großen Chancen auch Zielkonflikte mit sich. Diese Konflikte müssen entschärft werden, damit die dringend notwendigen ökologischen Transformationen im Einklang mit sozialem Zusammenhalt und ökonomischer Entwicklung erfolgen können. Der SRU macht in seinem Gutachten anhand verschiedener Themenfelder deutlich, wie eine solche integrative Umweltpolitik gelingen kann.

Das Umweltgutachten 2016 „Impulse für eine integrative Umweltpolitik“ kann hier online abgerufen werden. 

 

Naturbewusstsein 2015

Rund 65 Prozent der Bundesbürger befürchten, dass die Natur für Kinder und Enkel „kaum“ noch bleibt.  Zudem wollen sie, dass die Landwirte in Deutschland umwelt- und tierfreundlicher wirtschaften. Das ist das Ergebnis der Naturbewusstseinsstudie 2015 des Bundesumweltministeriums. Sie ist die vierte repräsentative Bevölkerungsumfrage des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesamts für Naturschutz (BfN) zum gesellschaftlichen Bewusstsein für Natur, Naturschutz und biologische Vielfalt. Die Studie ist hier abrufbar.


Buch Tipp

Gutes Essen - arme Erzeuger. Wie die Agrarwirtschaft mit Standards die Nahrungsmärkte beherrscht

Rudolf Buntzel, Francisco Marí

Wenn wir heute im Supermarkt Kaffee, Bananen oder andere weit entfernt produzierte Lebensmittel einkaufen, möchten wir nicht nur beste Qualität bekommen, sondern auch zum Wohl von Erzeugern und Umwelt beitragen. Kommerzielle Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards geben an, dies zu garantieren. Versprechungen zu Qualität, Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind willkommen – doch wer legt diese fest und wer kontrolliert sie? Supermarktketten und der Handel verfolgen ihre eigenen Interessen, ihnen dienen Standards zur Kontrolle ihrer globalen Lieferketten.

Und Standards haben ihren Preis: Kleinerzeugern überall auf der Welt fällt es schwer, den Auflagen nachzukommen. Standards bei Lebensmitteln sind so zu einem globalen Herrschaftsinstrument entwickelter Länder geworden. Sie räumen unseren Konzernen und unserer Esskultur den Vorrang auf der Welt ein. Was „gutes Essen“ ist, sollte aber nicht allein von den Supermärkten in Europa und den USA bestimmt werden. Private Standards müssen daher in einen staatlichen Rahmen gesetzt werden, um Missbrauch auszuschließen und gerechte internationale Agrarbeziehungen zu etablieren.

Dieses Buch wird herausgegeben von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

380 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-797-6

Weitere Informationen finden Sie hier.


Internet Tipps

Nachhaltig grillen

Die ersten warmen Tage und somit auch die ersten Grillabende des Jahres liegen hinter uns. Manch einer bekommt bei Grillkohle, Einweggrills, Bergen von Fleisch und zugemüllten Parkflächen Gewissensbisse. Aber aufs Grillen verzichten?!
In einem online-Ratgeber gibt utopia 10 Tipps, wie man auch nachhaltig schöne Grillabende verbringen kann. Hier erfahren Sie mehr...

 

Mediathek Klimagerechtigkeit jetzt online!

Seit Jahren engagiert sich die Nordkirche in der Infostelle Klimagerechtigkeit in der Bildungsarbeit zum Thema Klimagerechtigkeit. Im Zuge dieser Arbeit wurde diese Online-Sammlung von Methoden, Arbeitsblättern und Unterrichtskonzepten ermöglicht. Die Materialien stammen von bundesweiten Anbieter*innen und zeigen damit das große Netz derer, die zu Aspekten von Klimagerechtigkeit arbeiten. Auch Filme, Hörbücher, Experimente und Spiele für verschiedene Altersgruppen werden in der Klimamediathek vorgestellt und laden dazu ein, sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise anzunähern. Über diesen Link können Sie die Mediathek besuchen.

 

Aktualisierte Projektdatenbank zur „Hauptstadt des Fairen Handels“

Faires kommunales Engagement lebt von guten Ideen und Projekten. Für den bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ im vergangenen Jahr wurden insgesamt 818 kommunale Projekte eingereicht, die nun in die Projektdatenbank zum Wettbewerb eingepflegt wurden. Die Datenbank umfasst damit rund 2.400 vorbildliche Projekte und innovative Aktionen zum Themenfeld Fairer Handel sowie zu verwandten Bereichen. Holen Sie sich Anregungen für Ihre fairen Aktivitäten vor Ort und stöbern Sie hier in der aktualisierten Projektdatenbank zum Wettbewerb.

Kontakt: SKEW, Michael Marwede, 0228 20717-332, michael.marwede@engagement-global.de


Wettbewerbe und Ausschreibungen

Deutscher Bürgerpreis 2016

Einsendeschluss 30.06.2016

Unter dem Motto „Deutschland 2016 – Integration gemeinsam leben“ sucht die Initiative „für mich. für uns. für alle.“ Personen, Projekte und Unternehmen, die Menschen die Integration in die Gesellschaft erleichtern. Der Deutsche Bürgerpreis wird in drei Kategorien verliehen: Bewerberinnen und Bewerber bis 21 Jahre stehen in der Kategorie „U21“ im Fokus. Die Kategorie „Alltagshelden“ richtet sich an vorbildlich engagierte Personen und Projekte ab einem Alter von 22 Jahren. Der Preis in der Kategorie „Lebenswerk“ würdigt Menschen, die sich schon seit mindestens 25 Jahren ehrenamtlich einsetzen. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Geld- und Sachpreise in Höhe von 400.000 Euro für ihr ehrenamtliches Projekt. Kommunen können sich aktiv etwa als Partner einer lokalen Initiative an der Initiative beteiligen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.deutscher-buergerpreis.de.


Termine

Alle Termine finden Sie auf unserer Webseite.

 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Knut Möller, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

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