Klicken Sie RB Juni, falls der Rundbrief nicht korrekt dargestellt werden kann.
  Logo Zukunftsrat Hamburg rundbrief  
     
 
10. Juni 2015
 
 

 

Liebe Rundbrief-Leserinnen und -Leser,
in der aktuellen Ausgabe unseres Rundbriefes erwarten Sie spannende Neuigkeiten rund um das Thema Nachhaltigkeit. Positive Entwicklungen verzeichnen wir insbesondere in der Ausweitung von Beteiligunsverfahren bei städtischen Vorhaben wie dem Stromausbau, dem Imagewandel von Recyclingpapier und dem Änderungsverfahren um die EU-Öko-Richtlinie.
Mit diesen wie mit allen weiteren Themen wünschen wir Ihnen angenehme Lesestunden.
Ihr Zukunftsrat-Team

 
 

Einladungen

Die Verleihung des 1. Hamburger Zukunftspreises

findet am Donnerstag, den 11.6., ab 18 Uhr im Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg, statt.
Der Zukunftspreis des Zukunftsrates Hamburg fördert Projektideen und Vorschläge, die zur Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002. Die Leitidee lautet: Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können – überall auf der Welt!
Bewerben konnten sich Jugendliche und junge Erwachsene aus der Metropolregion Hamburg bis zum Alter von 25 Jahren aus Schule, Berufsbildung, Betrieb und Hochschule.

52. Ratstreffen des Zukunftsrates zur Flüchtlingspolitik Hamburg: „(Will-)Kommen, um zu bleiben“

Am Donnerstag, den 18.6.15 von 18 bis 20:30 Uhr im 6-Eck-Saal des Rudolf Steiner Hauses, Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg
Seit den Protesten von Lampedusa in Hamburg im März 2013 hat die Debatte um Hamburgs Umgang mit Flüchtlingen nicht abgenommen, sondern wird aktuell unter breiter öffentlicher Beteiligung über den Neubau von Flüchtlingsunterkünften weitergeführt. Diese Diskussion möchte der Zukunftsrat aufgreifen und die Chancen und Herausforderungen, die auf kommunaler wie gesellschaftlicher Seite für die Integration der Geflüchteten bestehen, aufzeigen.
ReferentInnen:
Hendrikje Blandow-Schlegel, Flüchtlingshilfe Harvestehude e. V.
Dr. phil. Vassilis Tsianos, Universität Hamburg,
Dr. Rembert Vaerst, Sprecher der Geschäftsführung fördern und wohnen, Hamburg.  
Moderation: Dr. Anke Butscher


Hamburg

Hamburger Umweltsenator zeichnet Bildungsakteure für Nachhaltigkeit aus

Zum zweiten Mal wird am 1. Juli 2015 das NUN-Zertifikat „norddeutsch und nachhaltig“ für außerschulische Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) durch Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg, vergeben. Die feierliche Veranstaltung findet auf dem Gut Karlshöhe statt und ehrt Hamburger BildungsakteurInnen für die besondere Qualität ihrer Bildungsarbeit. Die NUN-Zertifizierung unterstützt einen Qualitätsentwicklungsprozess in den norddeutschen Ländern. In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen (als Gast) soll ein gemeinsames Qualitätssystem im außerschulischen Bereich entwickelt werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung, der Zertifizierung und bereits ausgezeichneten BildungsakteurInnen in Hamburg erhalten Sie hier

Bürgerinitiative lobt den Planungsprozess um das Gelände der Esso-Häuser auf Sankt Pauli

Seit Spätsommer 2014 organisiert Planbude im Auftrag der Stadtentwicklungsbehörde einen breiten Beteiligungsprozess um den Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Esso-Häuser auf Sankt Pauli. In einer Anlaufstelle vor Ort konnten AnwohnerInnen ihre Kriterien für den anstehenden städtebaulichen Wettbewerb formulieren. Planbude brachte sie erfolgreich in die Verhandlungen zwischen Bezirksamt und dem Eigentümer ein: Fast 60% der Wohnungen entstehen nun als geförderte Wohnungen, es wird keine Eigentumswohnungen geben und im Gewerbebereich sind viele Flächen für quartierbezogene Nutzung und für eine soziale Infrastruktur vorgesehen. Die Erklärung der Initiative Esse Häuser können Sie hier nachlesen.


Über den Tellerrand

EU-Öko-Verordnung: Häusling stellt umfassenden Änderungsantrag

Der GRÜNE Europaabgeordnete und Berichterstatter des EU-Parlaments für die Reform der Ökoverordnung, Martin Häusling, hat seinen Änderungsantrag für den umstrittenen Entwurf der Öko-Verordnung der EU-Kommission eingereicht. Er beantragt unter anderem die komplette Streichung der von der Kommission geplanten Grenzwerte für Rückstände in Bio-Lebensmitteln. Außerdem fordert er die Einführung einer Europäischen Ökolandbau-Agentur. Sie soll die Öko-Kontrolle auf EU-Ebene koordinieren und einen einheitlichen, effektiven Vollzug sicherstellen. Der Antrag liegt nun dem EU-Parlament zur Beratung vor. Die Bio-Verbände Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) lobten Häuslings Engagement. Hier können Sie den Änderungsantrag in voller Länge herunterladen. Mehr erfahren... 

Bürgerdialog zum Ausbau der Stromnetze gestartet

Am 18. Mai feierte die Initiative Bürgerdialog Stromnetz ihren Auftakt in Berlin. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt organisiert einen breit angelegten Dialogprozess über den geplanten Ausbau von Stromnetzen in der Bundesrepublik. Offen und transparent sollen Beteiligte und Betroffene vor Ort miteinander in Kontakt gebracht und informiert werden. Mit Bürgerbüros und einem Bürgermobil versorgt die Initiative insbesondere die Standorte, die von konkreten Vorhaben betroffen sind und fallabhängigen Informations- und Dialogbedarf besitzen. Auf der ansprechenden Internetseite mit Mediathek können sich BürgerInnen eigenständig informieren. Zur Internetseite gelangen Sie hier.

Jetzt anmelden zum ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Ab dem 13. September machen sich PilgerInnen von Flensburg aus auf den Weg zur UN-Klimakonferenz in Paris. Unter dem Motto "Geht doch!" setzen sie ein Zeichen für Klimagerechtigkeit. Hervorgegangen aus einer Initiative der Entwicklungspolitischen Plattform organisiert nun ein breites ökumenisches Bündnis aus Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten, Missionswerken und (Jugend-)Verbänden die Pilgerreise. Auf der Reise werden positive (z.B. Gemeindehaus mit Passivhausstandard) und problematische Orte (z.B. Kohlekraftwerke) der Nachhaltigkeit besucht. Die Anmeldung ist ab sofort hier möglich.


Publikationen und Studien

Hans-Joachim Menzel: Über unsere Verhältnisse

Globalisierung und Wachstum? Sven lernte in Afrika die andere Seite kennen. Zurück in der glitzernden Zivilisation kämpft er nun für globale Gerechtigkeit. Die Elbe ist eng im Hamburger Hafen, aber Anja, die ehrgeizige Umweltbeauftragte einer Schuhfirma, will eine saubere Lieferkette für die Produktion in China. Der Dritte im Bunde des „Forums für Entwicklung und Umwelt“ ist der intellektuelle Anwalt Julian. Er nervt seine Familie mit rigiden Konsumvorschriften für eine bessere Welt – mit fatalen Folgen. Hans-Joachim Menzel, stellvertretender Sprecher des Zukunftsrat Hamburg e.V.,  portraitiert drei engagierte StreiterInnen für eine gerechtere Zukunft und zeigt ihre Konflikte mit der sozialen Umwelt und ihre eigenen menschlichen Schwächen. „Über unsere Verhältnisse“ ist im Self-publishing-Verlag tredition erschienen und kann hier bestellt werden.

Zur Nachahmung empfohlen: Kompass für bürgernahen Klimaschutz in Kommunen

Wie das Klimaschutzverhalten von BürgerInnen am neuen Wohnort nachhaltig in Schwung gebracht werden kann, zeigt der Leitfaden „Gelegenheiten nutzen! Neubürger beim Klimaschutz mitnehmen“. Sechs Verbraucherzentralen und das Öko-Institut e.V. haben im vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt „Neustart fürs Klima“ zwei Jahre lang einen geballten Erfahrungsschatz an bürgernaher Klimaschutzkommunikation in fünf Modellkommunen und  unter anderem in Hamburg gesammelt. Den Kompass mit zahlreichen praxistauglichen Tipps können Sie hier heruntergeladen.

Grünbuch des Ministeriums für Arbeit und Soziales: Arbeiten 4.0

Im April veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das Grünbuch „Arbeiten 4.0“. Das Grünbuch skizziert bestimmende Trends, wichtige Handlungsfelder und zentrale gesellschaftliche Fragen zur Arbeitswelt der Zukunft. Der bis Ende 2016 angelegte Dialogprozess Arbeiten 4.0 zielt auf einen öffentlichen wie fachlichen Dialog über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft. Gewandelte Werte und neue Handlungsfelder sollen bestimmt und für die praktische Umsetzung nutzbar gemacht werden. Das Grünbuch können Sie hier herunterladen.

Erster Recyclingpapier-Report : Recyclingpapier ist neuer Imageträger

In der Wahrnehmung von Recyclingpapier hat sich in den vergangenen Jahren ein Bewusstseins- und Imagewandel vollzogen, der eine steigende Nutzung des Papiers mit dem bekanntesten deutschen Umweltzeichen, dem Blauen Engel, bewirkt hat. Recyclingpapier hat sich damit aus der einstigen Nische herausbewegt und ist für eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen und Behörden zu einem sichtbaren Symbol für ressourceneffizientes und klimaschonendes Handeln geworden. Diese Zwischenbilanz zogen die Initiative Pro Recyclingpapier, das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und der Umweltverband NABU anlässlich der Vorstellung des ersten Recyclingpapier-Reports Ende März in Berlin. Mehr erfahren...


Internet-Tips

Online-Clip zum Einsatz Integrierter Fachkräfte in kommunalen Partnerschaften

Mit dem Programm „Thematisch flexible Maßnahmen mit Integrierten Fachkräften“ vermittelt das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt deutsche und europäische Fachkräfte in Partnerschaften mit Kommunen des Globalen Südens. In einem neuen Online-Clip wird nun anschaulich erklärt, wie an dem Programm teilgenommen werden kann und wie damit die kommunalen Partnerschaften konkret unterstützt werden können. Hier können Sie sich den Clip ansehen und weitere Informationen zur Antragstellung erhalten.

EcoCrowd - nachhaltige Crowdfunding-Plattform

Seit Oktober 2014 ermöglicht EcoCrowd eine Crowdfunding-Plattform speziell für nachhaltig ausgelegte Projekte. Die Deutsche Umweltstiftung hat die  Plattform ins Leben gerufen und zeigt damit, dass Nachhaltigkeit Spaß macht und erlebbar ist und jede/r mit ihrem/seinem Beitrag wirklich etwas bewirken kann. Dafür erhielt das Projekt bereits  den "Werkstatt N"-Publikumspreis des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Hier geht es direkt zur Plattform.

Zukunft für Europa: Young European Voices 2015

Die beiden Botschafter Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) organisieren mit Förderung von der Stiftung Mercator das Projekt Young European Voices 2015. Das Projekt bringt junge AktivistInnen, StudentInnen und UnternehmerInnen aus Europa zusammen, über die Zukunft des Kontinents nachzudenken. Bei mehreren Treffen, von denen das erste im April in Berlin stattfand, sollen gemeinsame Publikationen entstehen, die die öffentliche Debatte anregen und um kreative Ideen bereichern. Auf ihrer Internetseite veröffentlichen die Literatur-Aktivisten ihre Beiträge. Seit Mai steht ihnen außerdem eine eigene Kolumne im Debatten-Magazin The European zur Verfügung.


Ausschreibungen und Wettbewerbe

Wettbewerb zur Hauptstadt des Fairen Handels 2015

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt ruft zum siebten Mal Städte und Gemeinden in Deutschland auf, sich um den Titel der Hauptstadt des Fairen Handels zu bewerben. Ausgezeichnet werden die innovativsten Maßnahmen und Projekte, die mit anderen AkteurInnen zusammen den Fairen Handel vor Ort unterstützen. Als Aktivitäten können sowohl einzelne Aktionen oder Projekte  als auch kontinuierliche Maßnahmen, Leitbilder und Strategien eingereicht werden. Neben einem Preisgeld erhält die Gewinner-Kommune ein eigens entwickeltes Gütesiegel, das sie für ihre künftigen Marketingaktivitäten führen darf. Einsendeschluss ist der 13. Juli 2015. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular erhalten Sie hier.

Erstmaliger Song-Contest zum Schulwettbewerb des Bundespräsidenten

Der Schulwettbewerb „Alle für EINE WELT für Alle“ des Bundespräsidenten wird in diesem Jahr erstmals von einem Song-Contest begleitet, der am 1. Mai 2015 gestartet ist. Dabei sind junge Menschen zwischen zwölf und 25 Jahren aufgerufen, einen EINE WELT-Song zu schreiben und bis spätestens Ende Juli 2015 online einzureichen. Der Gruppengröße und der Wahl des Musikstils sind keine Grenzen gesetzt. Die zehn Gewinnersongs werden professionell aufgenommen und zu einem Album produziert. Darüber hinaus gibt es Musikequipment, Musikworkshops und Live-Auftritte zu gewinnen. Mehr erfahren...


Termine

Deutsch-Amerikanische AFS Green Summer School vom 17. Juli bis 8. August in Hamburg

Die AFS Green Summer School begrüßt vom 17. Juli bis 08. August 2015 zwanzig US-amerikanische SchülerInnen und zwanzig Jugendliche aus Hamburg und Umgebung zwischen 15 und 18 Jahren, um gemeinsam über das Thema Nachhaltigkeit zu lernen. Dies beinhaltet einen Englischsprachkurs für die deutschen SchülerInnen, Exkursionen, Interkulturelle Workshops und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit (z.B. Umgang mit Ressourcen, Nachhaltiger Konsum, einen Besuch im Klimahaus Bremerhaven). Die TeilnehmerInnen erarbeiten gemeinsam Ansätze, wie Nachhaltigkeit aktiv gelebt werden kann und können in die jeweils andere Kultur eintauchen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede austauschen. Die Green Summer School findet im Rudolf-Steiner Haus, Mittelweg 11-12 in 20148 Hamburg statt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Der Teilnahmebeitrag beträgt 200 Euro. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.


Alle weiteren Termine finden Sie hier.


Stellenausschreibung

Die WeltladenCityHamburg eG sucht für den Weltladen Hamburg–Ottensen ab dem 1. August 2015 eine_n Geschäftsführer_in (Teilzeit)

Anforderungen: Erfahrung im Einzelhandel, unternehmerisches Denken, Freude an einer anspruchsvollen Tätigkeit im Fairen Handel, Fähigkeit zur Ladenorganisation, Lust auf die Leitung eines überwiegend ehrenamtlichen Ladenteams, Gespür für attraktive und kundenorientierte Sortimentsgestaltung und Warenpräsentation, sicheren Umgang mit EDV, Kassensystem, Internet, Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und zur intensiven Beschäftigung mit dem Fairen Handel.
Leistungen: ein erprobtes Rahmenkonzept für einen professionellen Weltladen, eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit Gestaltungsfreiräumen, Erfahrung, Einarbeitung und Begleitung in allen Bereichen der Ladenarbeit, ein Gehalt in Anlehnung an den Einzelhandelstarif (bei ca. 19 Wochenstunden 1.000,00 € brutto).
Bewerbungen ausschließlich in elektronischer Form bis zum 10. Juni 2015 an bewerbung@weltladen-ottensen.de

 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Knut Möller, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

Dieser Rundbrief ist kein Spam. Zum Abmelden des Rundbriefs klicken Sie bitte hier.