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9.11.2011
 
 

Liebe RundbriefleserInnen,

heute erscheint nicht nur der neue Rundbrief für den November. Wir freuen uns, Ihnen auch unsere Webseite in neuem Design präsentieren zu können. Sie ist moderner, übersichtlicherer und informativer.
Schauen Sie rein und überzeugen Sie sich selbst unter www.zukunftsrat.de.  

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Viele Grüße,
Ihr Zukunftsrat-Team


Hamburg

Planfeststellungsverfahren Fernwärmetrasse vom Kraftwerk Moorburg nach Altona – Erörterungstermin im November

Die Firma Vattenfall Europe Wärme AG (VEW) plant eine  Fernwärmetransportleitung mit 12,4 km Länge vom Kraftwerk Moorburg in Hamburg-Moorburg zu einer betriebseigenen Pumpstation im Haferweg in Hamburg-Altona. Hierfür hat die Firma die Planfeststellung nach § 20 Umweltverträglichkeitsgesetz beantragt. Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 16. Mai 2011 bis zum 15. Juni 2011 zur allgemeinen Einsicht ausgelegen. Die Einwendungsfrist endete am 29. Juni 2011. Es sind fristgerecht rund 4.600 Einwendungen erhoben worden.
Die Erörterung der form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen, der Stellungnahmen der Behörden und der anderen Träger öffentlicher Belange sowie der Verbände findet aufgrund der Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes in nicht öffentlicher mündlicher Verhandlung statt am Freitag, den 18. November 2011, Montag, den 21. November sowie an den darauffolgenden Werktagen jeweils von 9 bis ca. 17 Uhr, Hamburg Messe, Eingang Ost, St. Petersburger Straße 1, 20355 Hamburg, Halle B, 3. Obergeschoss.
 Es werden die Inhalte der im Verfahren abgegebenen Einwendungen und Stellungnahmen erörtert. Bürger, die an dem Termin teilnehmen möchten, müssen sich zum Nachweis ihrer Beteiligung am Verfahren ausweisen können.
Die Tagesordnung des Erörterungstermins wird rechtzeitig im Internet unter der Adresse www.hamburg.de/fernwaermeleitung-moorburg-altona zur Verfügung gestellt. Dort finden sich auch weitergehende Informationen und die Möglichkeit, Einsicht in die Antragsunterlagen zu nehmen.
Kontakt: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Volker Dumann, T: (040)428.40-32 49


Vergleich mit Vattenfall in der Moorburg-Klage / BUND fordert Offenlegung aller Details

Nach einem Bericht des Handelsblatts zur Klage Vattenfalls gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Washingtoner Schiedsgericht für Investitionsstreitigkeiten (ICSID) und Zahlungen der Bundesrepublik an
Vattenfall im Jahr 2010 fordert der BUND den Hamburger Senat auf, alle
Verhandlungen mit dem Energieriesen sofort einzustellen und die Details im Rahmen der Moorburgklage aus dem Jahr 2010 ausnahmslos offenzulegen.
Das Handelsblatt hatte berichtet, dass Vattenfall für die Rücknahme der Klage vor dem ICSID gegen die Auflagen für das Kohlekraftwerk Moorburg eine Entschädigungszahlung erhalten habe, über deren Höhe Stillschweigen vereinbart wurde. Vattenfall könne das Ergebnis aber „als vollen Erfolg“ verbuchen.
Nach der aktuell angekündigten Klage Vattenfalls vor dem ICSID gegen den bundesweiten Atomausstieg fordert der BUND, dass der Senat die Gespräche mit dem Energieriesen im Rahmen der Konzessionsverträge für die Energienetze sofort einstellt. „Die SPD steht hier im Wort“, so Braasch. Noch am 22. Juni 2011 habe die Abgeordnete Monika Schaal in der Plenarsitzung sich eindeutig von einer Zusammenarbeit mit Konzernen, die ggf. gegen den Atomausstieg klagen, distanziert. „Für mich kommt kein Partner für eine Hamburger Netzgesellschaft infrage, der (…) den Atomausstieg samt Abschaltung der Altmeiler wie Brunsbüttel und dem Pannenreaktor Krümmel vor deutschen Gerichten oder etwa vor dem
internationalen Schiedsgericht der Weltbank aushebelt“, wird die Abgeordnete zitiert (Plenarprotokoll vom 22. Juni 2011, S. 572 f., 20/9).
Für Rückfragen: Paul Schmid, BUND-Pressesprecher, Tel. 040/ 600 387 12


Aktionsaufruf von "Unser Hamburg-unser Netz"

Die Initiative "Unser Hamburg-Unser Netz", die im Juli 116.000 Unterschriften für die vollständige Übernahme der Hamburger Energienetze in die öffentliche Hand im Rathaus abgeben konnte, ruft zur regen Teilnahme an der öffentlichen Anhörung des Volksbegehrens in der Bürgerschaft auf. Zeit: 18. November, 18.00Uhr; Ort: Festsaal im Rathaus. Der Saal bietet vielen Personen Platz und eine starke Präsenz unterstützt das Anliegen der Initiative sehr (http://unser-netz-hamburg.de/).
  Der 18. November ist damit ein kleiner "Hamburger Energiegipfel", denn es ist auch der erste Tag der Erörterung im Planfeststellungsverfahren zur Fernwärmetrasse vom Kohlekraftwerk Moorburg nach Altona. Zeit: 9-17.00 Uhr; Ort Messegelände Hamburg, Eingang Ost, St. Petersburger Straße 1, Halle B, 3.OG. (mehr Info: http://www.moorburgtrasse-stoppen.de/ )


Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik

Im Juni 2010 kam der Hamburger Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik zu seiner ersten Sitzung zusammen. Seine Arbeit endete mit dem vorzeitigen Ablauf der Legislaturperiode im März 2011. Nach ihrer Ernennung im Juli hat Bürgermeister Olaf Scholz die 12 Ratsmitglieder am 31. Oktober im Rathaus zur konstituierenden Sitzung am 31. Oktober begrüßt. Die Amtszeit dauert bis 2015.
Zu den Fragen, mit denen sich der Rat beschäftigen wird, gehören beispielsweise die Frage der Zusammenarbeit mit Partnern in anderen Ländern, wie im Rahmen der im Jahr 2010 geschlossenen Städtepartnerschaft mit Dar es Salaam (Tansania) aber auch Themen der entwicklungspolitischen Arbeit in Hamburg, wie die Verbesserung der Qualität des Fairen Handels.


Rückblick - Zukunftscafés

Nicht nur bei den Umwelthauptstadt-Dialogen, sondern auch in den Nexthamburg Zukunftscafés während der diesjährigen Klimawoche konnten Ideen und Meinungen zum Thema nachhaltiger Konsum eingebracht werden. Die Ergebnisse der Zukunftscafés und der Umwelthauptstadt-Dialoge in der Ideensammlung auf: http://nexthamburg.de/ideensammlung.php gefunden weiter diskutiert werden.


Rückblick - Der MultiCOOLtipark für Wilhelmsburg: Die erste Parkbank steht

Im Rahmen des Projektes Your Place Nextwilhelmsburg hatten Kinder und Jugendliche aus Wilhelmsburg die Möglichkeit, für ihren Ortsteil einen Park zu entwerfen. Methodische und soziale Kompetenzen haben sie sich dabei angeeignet, durch Befragungen ein Meinungsbild der Einwohner erstellt, sich basierend auf ihren Ergebnissen Gedanken zum verplanenden Gelände hinter dem Haus der Jugend Kirchdorf gemacht und letztendlich präsentiert – so ist die Idee zum Multicooltipark entstanden. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat das Büro Hunck + Lorenz mit der professionellen Planung des Parks und der Umsetzung der Ideen der Kinder und Jugendlichen beauftragt und bereits die erste Parkbank aufgebaut – auf einer knallgelben Plakette können die beteiligten Kids ihre und die Namen ihrer Helfershelfer von Your Place – Nextwilhelmsburg lesen und bewundern lassen. Bald soll auch ein Grillplatz folgen. Neben einer 130-Meter-Laufstrecke, einem Fußballfeld, einer Tischtennisplatte, Backgammonspieltischen und Hängematten, die auf dem Grundstück hinter dem Haus der Jugend Kirchdorf geplant sind, sollen die Jugendlichen auch künftig Mitverantwortung für den Park tragen dürfen – beispielsweise mit selbst angelegten Blumen- und Gemüsebeeten.  Das Ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt der IBA Hamburg und Nexthamburg.
Fotos unter http://www.flickr.com/photos/nexthamburg/sets/


Über den Tellerrand

Best Practice: Westhof – Bio-Gemüse bald energieneutral

Der Westhof-Bio in Dithmarschen wirtschaftet Jahr für Jahr klimafreundlicher und energieeffizienter. Der nach Bioland-Richtlinien arbeitende Gemüseproduktions- und Verarbeitungsbetrieb in Wöhrden hat sich zum Ziel gesetzt, eine energie- und nährstoffneutrale Produktions- und Verarbeitungskette aufzubauen. Hierzu gehören das Biomethan-BHKW, welches Wärme für das Blanchieren in der Gemüse-Frosterei liefert und die Biogas-Anlage mit Gewächshaus. Die Substrate hierfür bestehen aus nicht handelsfähigem C-Gemüse und Kleegras als fester Bestandteil der Bioland-Fruchtfolge.
Mehr Informationen finden Sie unter:
http://www.bioenergie-portal.info/sh-hh/demonstrationsbetriebe/westhof/


20 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen

Die erneuerbaren Energien haben in den ersten sechs Monaten 2011 erstmals die Marke von 20 Prozent übersprungen. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten die erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 50,4 Milliarden Kilowattstunden Strom und 18,3 Prozent des Strombedarfs. Wie der BDEW weiter mitteilt, bleibt die Windenergie mit einem Anteil von 7,5 Prozent die wichtigste erneuerbare Energiequelle. Es folgte Biomasse mit 5,6 Prozent. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag durch einen erneut starken Zubau von Anlagen sowie sonnenreicher Frühjahrsmonate nahezu verdoppeln und damit die Wasserkraft zum ersten Mal vom dritten Platz verdrängen. Insgesamt lieferten die Photovoltaikanlagen 3,5 Prozent des Stroms. Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromerzeugung lag aufgrund der Witterungsverhältnisse bei 3,3 Prozent. Der Anteil regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken sowie sonstigen erneuerbaren Energien betrug 0,8 Prozent.
www.bdew.de/internet.nsf/id/DE_20110829-PI-Erneuerbare-liefern-mehr-als-20-Prozent-des-Stroms?open&ccm=900010020010


Kennzeichnung von Wildfisch- wie Aquakulturprodukten weiterhin ein Problem

Unsere Meere leeren sich, und der Fischkonsum steigt. Nur wenn die Supermarktketten und Discounter eine nachhaltige Fischeinkaufspolitik betreiben, werden wir uns auch langfristig noch von dem ernähren können, was uns die Ozeane bieten. Ein Bestandteil dieser Einkaufspolitik ist eine vernünftige und ausreichende Kennzeichnung der Produkte. Sie ermöglicht, dass die Verbraucher den Inhalt, die Herkunft und die Fangmethode ebenso wie den Weg eines Produkts genau nach verfolgen können. Nur mit diesen Informationen können Sie aktiv eine Kaufentscheidung treffen, die eine nachhaltige Fischerei unterstützt. Ein Ende Oktober veröffentlichter Greenpeace-Test zeigt, dass die Fischproduzenten und der Lebensmitteleinzelhandel deutlichen Nachholbedarf haben. Das Ergebnis der in 105 Filialen aller großen Lebensmitteleinzelhändler und Discounter untersuchten rund 700 Fisch-Produkte zeigt: rund 70 Prozent der Produkte sind unzureichend gekennzeichnet.


"Eigentlich schon zu spät für Nachhaltigkeit"

Angesichts bedrohlicher Umweltgefährdungen und wachsender ökonomischer Probleme sieht Dennis L. Meadows die dringende Notwendigkeit, mit Nachdruck einen Kurswechsel im Sinne der Nachhaltigkeit einzuschlagen. Vor der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ äußerte sich der US-Ökonom am 24.10.11 jedoch pessimistisch, was die Chancen zur Umsetzung entsprechender Reformen angeht. Der fortschreitende Klimawandel, die Verknappung der Ressourcen oder der wachsende Gegensatz zwischen Arm und Reich lehrten, dass es für eine „nachhaltige Entwicklung eigentlich schon zu spät ist“. Der emeritierte Professor warf Politik wie Bürgern vor, vorwiegend an kurzfristigen Vorteilen statt an langfristigen Erfordernissen interessiert zu sein.
Der Ausschuss unter dem Vorsitz der SPD-Abgeordneten Daniela Kolbe wollte mit dem 69-Jährigen, Co-Autor der 1972 vom Club of Rome veröffentlichten Studie zu den „Grenzen des Wachstums“, über eben dieses Thema diskutieren. Das Gremium soll das rein ökonomisch und quantitativ ausgerichtete Bruttoinlandsprodukt als Messgröße für gesellschaftliches Wohlergehen weiterentwickeln und etwa um ökologische, soziale und kulturelle Kriterien ergänzen. Letztlich soll die Arbeit der Kommission in die Definition dessen münden, was als qualitatives Wachstum gilt und wozu beispielsweise die Entkoppelung des Ressourcenverbrauchs von der Steigerung der Wirtschaftsleistung gehört.
Meadows sagte massive Probleme auch ökonomischer Natur voraus, wenn es nicht zu einer Begrenzung des Wachstums komme. Dies werde nicht erst in ferner Zukunft, sondern in einem überschaubaren Zeitraum der Fall sein: „Bis 2030 wird es Veränderungen in einem Ausmaß geben wie insgesamt in den vergangenen 100 Jahren.“ Allein das weitere Anwachsen der Weltbevölkerung, so der Systemanalytiker, werde den Ressourcenverbrauch spürbar vergrößern. Schon die Expertise von 1972 habe prognostiziert, dass das Wachstum bis 2000/2010 zwar weiter voranschreiten werde. Doch danach werde die hinter dieser Entwicklung stehende Politik zu wirtschaftlichen Einbrüchen führen.
mehr: http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_10/2011_421/02.html


Protestaktion von Foodwatch

Fast 30.000 Menschen haben sich bereits an der Protest-Mail-Aktion von foodwatch beteiligt. und einen Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln gefordert. Und der Chef der Deutschen Bank reagierte schnell und versprach in einem persönlichen Brief an foodwatch eine Prüfung der Rohstoff-Geschäfte der Deutschen Bank.  
Laut dem 88-seitigen Report „Die Hungermacher“ hat foodwatch erdrückende Belege dafür gesammelt, dass die Spekulation mit Agrarrohstoffen die Preise für Nahrungsmittel nach oben treibt und damit Hunger verursacht. Josef Ackermann trägt dafür auch eine persönliche Verantwortung, denn die Deutsche Bank ist mitten drin im Geschäft mit hochspekulativen Rohstoffderivaten.
Hier finden Sie alle Informationen zum Thema:  hier


Publikationen und Studien


Germanwatch: Biokraftstoffe gefährden globale Ernährung

Der staatlich geförderte Agrarsprit-Boom in Europa und den Vereinigten Staaten ist nach Einschätzung der Bonner Nord-Süd-Organisation Germanwatch die „wichtigste strukturelle Ursache“ der steigenden Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel. Die Organisation fordert die Streichung sämtlicher Subventionen und Mindestvorgaben für die Beimischung von Kraftstoffen aus Nahrungspflanzen in Benzin und Diesel.
Die im Oktober von Germanwatch veröffentlichte Trendanalyse finden Sie hier:
http://www.germanwatch.org/handel/trend-ern11.pdf


WWF-Studie zur Wasserkrise in Mega-Städten

Große Städte, so genannte Mega-Städte, könnten in den nächsten Jahren besonders stark von einer Verschärfung der Wasserkrise betroffen sein. Zu diesem Ergebnis kommt der World Wide Fund For Nature (WWF) in einer Studie, die er zu Beginn der Internationalen Weltwasserwoche in Stockholm veröffentlicht hat. Besonders schwerwiegend werde der Mangel an sauberem Trinkwasser sein. Weitere Probleme bildeten eine abnehmende Wasserqualität und eine ungenügende Abwasserbewirtschaftung. Als Beispiele von Städten mit großen Wasserproblemen nennt der WWF Städte wie Mexiko-City, Buenos Aires oder die südpakistanische Hafenstadt Karachi. Die englischsprachige Studie „Big Cities. Big Water. Big Challenges“ steht im Internet zum Download bereit.


PM Studie "PEAK OIL – Herausforderung für Sachsen"

Am 25. Oktober hat die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen im Sächsischen Landtag eine 80-seitige Studie "PEAK OIL – Herausforderung für Sachsen" der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Untersuchung der Gründungsmitglieder des Hamburger "Postfossil Instituts e.V." (PFI), Norbert Rost, (Dresden, Studienleitung) und Gerd Wessling (Bielefeld, Sprecher der Transition-Town-Initiativen in D-A-CH), der den noch nicht veröffentlichten Teil 3 zur "Transition-Town"-Bewegung betreute, steht unter der Leitfrage: Wie anpassungsfähig ist die sächsische Wirtschaft auf plötzliche rasante Preisanstiege für Mineralöl gerüstet? Wie resistent begegnet sie dem grundlegenden Preisanstieg in den kommenden Jahren? Wie lässt sich Krisenfestigkeit auf kommunaler Ebene zur Abfederung der schwer kalkulierbaren Folgen von "Peak Oil", dem Erdöl-Fördermaximum, bewirken? Auf welchen Strukturbruch muss sich Deutschland und hier insbesondere der Freistaat Sachsen einstellen?
 Die Studie ist damit - neben den Untersuchungen im Rahmen der von den Grünen im Landtag NRW schon 2007/8 initiierten Enquete-Kommission zu den langfristigen Auswirkungen steigender Öl- und Gaspreise -  ein weiterer wichtiger Schritt, politisch die Auswirkungen künftiger dramatischer Preisentwicklungen bei den fossilen Rohstoffen, insb. beim Erdöl, ins Auge zu fassen, sie zu antizipieren und möglichst schon jetzt kalkulierbar zu machen.
Die Studie ist erhältlich auf der Website der Grünen Landtagsfraktion Sachsen: hier


Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen
Immer mehr BürgerInnen in Nordrhein-Westfalen investieren in Projekte für erneuerbare Energien. Allein 35 neue Windkraftanlagen – darunter auch Bürgerenergieanlagen – sind während der ersten sechs Monate des Jahres 2011 in NRW installiert worden. Die von der EnergieAgentur.NRW herausgegebene neue Broschüre „Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen“ bietet Orientierung im vielschichtigen Geflecht der Gesellschaftsformen, die sich zum Betrieb von Bürgerenergieanlagen anbieten. Insbesondere gibt das Heft einen Überblick über Modelle für Betreibergesellschaften und Beteiligungsformen anhand von Projektbeispielen aus NRW. Die Broschüre kann kostenlos bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.
Bezug: EnergieAgentur.NRW, Hotline 01803-190000, Download


Analyse: Nachhaltigkeit großer Wasser- und Energieversorger ausbaufähig
Von 154 weltweiten Energie- und Wasserversorgern legen 103 zu wenig Engagement für Nachhaltigkeit an den Tag. Zu diesem Schluss kommt die auf Nachhaltigkeit spezialisierte Ratingagentur oekomresearch, München, in einer Ende Oktober veröffentlichten Analyse. Bewertet wurden unter anderem Strategien und Investitionen zum Ausbau erneuerbarer Energien, das Klimaschutzengagement und die Fairness der Unternehmen.
Eine Zusammenfassung der oekom-Analyse können Sie hier herunterladen.


„Wir sind doch nicht blöd!?

Eine Broschüre als Einkaufshilfe für den ökosozi- alen Einkauf hat die Christliche Initiative Romero herausgegeben. Christliche Initiative Romero e. V., Beul 23, 48143 Münster, Tel. 0251-89503, www.ci-romero.de


Immer noch notwendig: der Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik

Er erscheint bereits in der 14. Auflage und wurde mehr als 3,4 Millionen Mal verteilt. Und er ist immer noch notwendig! Im aktualisierten Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik listet Greenpeace Firmen in Deutschland auf, die ohne gentechnisch veränderte Futterpflanzen produzieren. Während immer mehr Molkereien und Eierproduzenten auf eine gentechnikfreie Fütterung setzen, fällt die Branche der Geflügelfleischproduzenten zurück: Firmen wie Sprehe, Vossko oder Süddeutsche Truthahn AG verfüttern wieder Gen-Soja. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gefährdet die biologische Vielfalt und führt zu vermehrtem Pestizideinsatz.


iz3w „Der Grüne Kapitalismus kommt“
Die wichtige Rolle erneuerbarer Energien u.a. in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hat bei aller Freude über Klimaverträglichkeit eine Kehrseite: Wieder wird europäische Technologie in den Süden transferiert, wo die Ressourcen zu finden sind. Darin muss man nicht nur Umweltschutz erkennen sondern möglicherweise die bewusste Zementierung der Dominanz des Nordens.
Desertec und Biogaskraftwerke können ebenso kritisch gesehen werden wie
Elektromobilität mit Lithiumakkus, deren Herstellung teilweise mit neuer
Umweltzerstörung einher gehen. Verschiedene Zertifizierungsdebatten spielen eine Rolle, auch Zertifizierungen können reine Machtmittel des Nordens gegenüber dem Süden sein.
Angesichts des definitiven Endes des Erdölzeitalters ist der Ausbau von Strukturen Erneuerbarer Energie die Vorbereitung neuer globaler Wirtschaftsstrukturen. Die Umstellung nach dem Erdölzeitalter wird zu einer neuen industriellen Revolution. Zu wessen Nutzen? Auf wessen Kosten?
iz3w 327, Der Grüne Kapitalismus kommt. Mission Windrad, 5.30 Euro,  Infos u. Bestellmöglichkeiten: https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/327


Internet-Tipps


Interaktiv: Nachhaltigkeit, Jugendliche und Schule

Mit zukundo.de ist Ende Oktober ein neues Internetportal angetreten, Kinder und Jugendliche für Nachhaltigkeit zu gewinnen. Erdacht und entwickelt wurde die Website vom Münchener Verein CreatingSustainability, einem Zusammenschluss von Studierenden, Doktoranden und Berufsanfängern, um jungen Menschen das Leitbild Nachhaltigkeit näher zu bringen. Zukundo, ein Kunstwort aus „Zukunft“ und „do“, also Handeln, lässt Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen und begleitet den Online-Dialog mit Schulaktionen. „Wir wollen Nachhaltigkeit erlebbar machen“, sagt Stefanie Rall, die Geschäftsführerin von CreatingSustainability.
Die vollständige Meldung lesen Sie unter hier


Buch-Tipps

Klaus Schleicher: Werte in einer globalisierten Welt
Eine kulturelle Herausforderung

2011, 168 Seiten, ISBN 978-3-89622-108-7, EUR 24,80
Reinhold Krämer Verlag, Hamburg
Erscheinungstermin: Oktober 2011
Klaus Schleicher setzt sich mit einem zentralen Problem in unserer globalisierten Welt auseinander. Er untersucht, wie sich Werte in der Gesellschaft entwickeln und heute dramatisch verändern.
Er zeigt, welche Ebenen und Perspektiven im Bildungsprozess zu berücksichtigen sind und weshalb Wertkonflikte unvermeidbar sind.
Angesichts der vielfältigen Veränderungen in unserer globalisierten Welt ist die Frage nach den Werten nicht nur eine kulturelle Herausforderung, sondern auch wichtig für das Überleben der Menschheit.  ‚
Infos: http://www.kraemer-verlag.de/Neuerscheinungen/werteinfo/werteinfo.htm

Mikrofinanz-Industrie - Das Geschäft mit der Armut
Wer denkt bei dem Stichwort Mikrokredite nicht an Bangladesh, Armutsbekämpfung, Gemeinwohl? Das positive Image der Mikrokredite als
Strategie gegen Armut hält sich bis heute. Nicht zuletzt wegen Muhammad Yunus, über den Entwicklungsminister Dirk Niebel sagt, er habe „mit der Grameen Bank vorgemacht, dass man auch mit ganz armen Menschen nachhaltige Bankgeschäfte tätigen kann“. Dafür bekam Yunus 2006 den Friedensnobelpreis und wurde zum Symbol des guten Samariters.
So weit die Mär, so weit der Mythos. Weniger bekannt ist die Kehrseite der Mikrofinanz-Industrie, wie die englische Bezeichnung lautet. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das Gemeinschaften in vielen Ländern in die Überschuldung treibt. Die Folgen sind psychosozialer Druck, Pfändung und Enteignung bis hin zu Suizid. Dabei sollte schon eine einzige Zahl genügen, um den Glauben an die wohltätige Wirkung der Mikrofinanz zu verlieren: 38 Prozent. So hoch sind die effektiven Zinssätze für Mikrokredite im weltweiten Durchschnitt.
Gerhard Klas, freier Journalist aus Köln, beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema. Sein Buch ist die erste Publikation in deutscher Sprache, die sich kritisch mit der Mikrofinanz-Industrie auseinandersetzt. Er schreibt über Allianzen von Investoren, Banken und NGOs, zeichnet den Paradigmenwechsel der „Entwicklungshilfe“ nach, räumt mit den Mythen der Mikrofinanzwelt auf und zieht nicht zuletzt die Querverbindungen zum reichen Deutschland.
Für ihn steht fest: Die Mikrofinanz ist – gemessen an ihren proklamierten Zielen – eine Geschichte des Scheiterns. „Ethisches Investment“ ist eine Illusion. Das
Kreditgeschäft funktioniert auf Kosten und nicht zum Nutzen der Armen.
Gerhard Klas: Die Mikrofinanz-Industrie. Die große Illusion oder das Geschäft mit der Armut, Assoziation A, 320 Seiten, Oktober 2011, 19.80 Euro


Wettbewerbe


KITA21-Auszeichnungsverfahren geht in die dritte Runde

Auch in diesem Kita-Jahr haben Kindertageseinrichtungen aus Norddeutschland wieder die Möglichkeit, sich um die Auszeichnung „KITA21“ zu bewerben. Einrichtungen, die in Krippen, Elementargruppen oder Horten Bildungsarbeit und Projekte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umsetzen, sind herzlich eingeladen, sich bis zum 18. November 2011 für das Auszeichnungsverfahren „KITA21 – Die Zukunftsgestalter“ anzumelden.
Mit der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden nicht nur die wichtigsten Informationen zum Ablauf des Verfahrens, bei Bedarf stehen ihnen auch alle Unterstützungsangebote wie z.B. individuelle Beratung und Vernetzungstreffen zur Verfügung. Als Sonderveranstaltung ist für das Frühjahr 2012 ein Workshop zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geplant.
Weitere Infos und Anmeldung zu dem kostenlosen Verfahren unter www.kita21.de.
Kontakt: Alena Beutler, Telefon 040 / 240 600.


Einsendeschluss 07.12.2011: Wettbewerb „Entdecke die Vielfalt 2011!“

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ruft Kinder und Jugendliche auf, sich am Schüler- und Jugendwettbewerb „Entdecke die Vielfalt!“ zu beteiligen. Gesucht werden kreative Ideen rund um die biologische Vielfalt in den Themengebieten „Natur erforschen“, „Global handeln“ oder „Kreativ kommunizieren“. Teilnehmen können Neun- bis Zwölfjährige, 13- bis 16-Jährige und erstmals auch 17- bis 25-Jährige. Zu gewinnen sind Geld-, Sach- und Sonderpreise im Wert von rund 25.000 Euro, darunter ein Wassererlebnis-Wochenende, das die Jugend der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG-Jugend) gemeinsam mit der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend) vergibt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) stiftet im Internationalen Jahr der Wälder einen Sonderpreis für Projekte zur Bewahrung der Biodiversität in Wäldern. Für die Kategorie „Global handeln“ steht die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Pate.
www.entdecke-die-vielfalt.de/

 
Einsendeschluss 07.12.2011: Wettbewerb „WASsERRETTUNG“
Die BUNDjugend und die DLRG-Jugend rufen Kinder und Jugendliche zwischen neun und 16 Jahren auf, im Rahmen des Wettbewerbs „WASsERRETTUNG“ so genannte „Blue Caches“ einzureichen. Blue Caches sind Geocaches, die an besonderen Wasserplätzen oder Orten einen Schatz verstecken und diesen per GPS-Koordinate im Internet veröffentlichen. Der Schatz besteht aus Gegenständen zum Tauschen und einem Logbuch. Er soll aber vor allem deutlich machen, warum Wasser für Menschen, Tiere und Pflanzen unersetzbar und schützenswert ist und was jeder für den Schutz tun kann. Neben einem Wasserabenteuer-Wochenende gibt es Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 25.000 Euro zu gewinnen. Der Wettbewerb eingebettet in das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt „WASsERLEBNIS“ und den DBU-Bundeswettbewerb „Entdecke die Vielfalt“.
www.wasserlebnis.de

 
Einsendeschluss 10.12.2011: Die Gelbe Hand
Bereits zum sechsten Mal schreiben der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ und seine Kooperationspartner den Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ aus. Teilnehmen können SchülerInnen an Berufsschulen und alle Jugendlichen, die sich derzeit in einer beruflichen Ausbildung befinden. Gesucht werden Beiträge zu den Themen Ausgrenzung, Rassismus und Gleichberechtigung in der Arbeitswelt. Bei der Wahl der Darstellungsformen sind keine Grenzen gesetzt: Reportagen, Interviews, Filme, und Ausstellungen können ebenso eingereicht werden wie Computerspiele, Animationen, Logos für eine Kampagne, Songs oder auch Plakate, Postkarten, Bilder und Collagen. Die ersten drei Preise sind mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert. Zusätzlich gibt einen Sonderpreis NRW und einen Sonderpreis DGB-Jugend NRW in Höhe von jeweils 500 Euro.
www.gelbehand.de/cms/index._cGlkPTc3NA_.html
 

Einsendeschluss 31.12.2011: Unfairer öffentlicher Auftraggeber 2012

Das Netzwerk für Unternehmensverantwortung CorA sucht den „Unfairen Auftraggeber 2012“. In Frage kommen alle BeschafferInnen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene, bei denen gegen soziale oder ökologische Standards verstoßen wurde. Kritisch unter die Lupe zu nehmen sind dabei auch die Aktivitäten jener Unternehmen, die sich im Besitz der öffentlichen Hand befinden. Als Beobachtungszeitraum gilt das Kalenderjahr 2011. Es wird gebeten, möglichst genaue Quellen anzugeben, mit denen die jeweiligen Verstöße belegt werden können, da der Negativ-Preis nur verliehen werden kann, wenn auf hieb- und stichfeste Beweise zurückgegriffen werden kann. Die Verleihung soll im Februar 2012 anlässlich des jährlichen „Tages des öffentlichen Auftraggebers“ stattfinden.
www.cora-netz.de/


Termine


Hamburger Lateinamerikatage 2011
„Einmal im Jahr bieten die Lateinamerikatage Gelegenheit, sich im Rahmen einer Veranstaltungsreihe über die aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Situationen in Lateinamerika zu informieren und Einschätzungen zu diskutieren.
Die aktuellen Entwicklungen in Lateinamerika geben Anlass, auch in diesem Jahr verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der LateinamerikaTage anzubieten, die Einblicke in derzeitige Tendenzen, Probleme und Perspektiven geben. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Gruppen laden zu Information, Diskussion und zu kulturellen Veranstaltungen ein.
Der Text wurde der Website www.lateinamerika-tage.de entnommen, wo sich das detaillierte und ausführliche Programm findet.


Edel und fair: Schmuckherstellung ohne Blutdiamanten

Produktinformation am Freitag, 11.11.2011, 20.00 Uhr im Weltladen Osterstraße, Osterstraße 171
Die Förderbedingungen von Diamanten sind seit der Diskussion um so genannte „Blutdiamanten“, die die Kriege in Kongo und Liberia/Sierra Leone vorantrieben, in den Blickpunkt kritischer VerbrauerInnen geraten. Aber auch der Verarbeitungsprozess sowohl von Diamanten als auch von anderen Edelsteinen und Halbedelsteinen muss kritisch hinterfragt werden. So sind die Arbeitsbedingungen z.B. in Indien, einem Schwerpunkt der Schleifindustrie, vielfach von unsozialen Arbeitsverhältnissen und Kinderarbeit geprägt. Friedel Hütz-Adams vom Südwind-Institut stellt die Bedingungen in der Schmuckproduktion vor und berichtet, wie sich auch hier Forderungen nach fairer Produktion durchsetzen.
Referent: Friedel Hütz-Adams/Südwind
Eintritt: 2 €, Veranstalter: AZ3W

 
Veranstaltungen Energie Bau Zentrum

Mo. 14.11.11 um 18:30 Uhr: Fachveranstaltung „Sanierung von Klinkerfassaden in Hamburg“
Mi. 30.11.11 um 18:30 Uhr: Informationsveranstaltung „Energetische Dachsanierung“
Nähere Informationen finden Sie im Internet unter: www.energiebauzentrum.de
Sie möchten an einer Veranstaltung teilnehmen?
Gerne können Sie sich wie folgt anmelden: Tel.:    040 - 359 058 22


Veranstaltungen Norddeutsche Apfeltage 2011

Obstbaumschnitt  am 19.11.11
Peter + Thorsten Klock
Kosten: 7,00 EUR, Botan. Sondergarten Wandsbek, 14-16h

2. Hamburger Edelreiser Tauschbörse am 20.11.11
Kosten: 2,00 EUR, Botan. Sondergarten Wandsbek, ab 14h

Obstbaumschnitt am 26.11.11
Peter + Thorsten Klock,
Kosten: 7,00 EUR, Botan. Sondergarten Wandsbek, 14-16h

Veranstalter, Info + Anmeldung: Botanischer  Sondergarten Wandsbek, Tel. 040-69 39 734

 

 
 
 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Knut Möller, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

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