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18. April 2017
 
 

Liebe Rundbrief-Leserinnen und Leser,

auch die aktuelle Ausgabe unseres Rundbriefes hält wieder einige spannende Neuigkeiten, informative Hintergrundartikel und interessante Veranstaltungshinweise rund um das Thema Nachhaltigkeit für Sie parat.

Wir wünschen angenehme und spannende Lesestunden!

Ihr Zukunftsrat-Team

 
 

Einladungen

Fahrradstadt Hamburg – Mobilität neu gestalten

27.4. auf Gut Karlshöhe, Karlshöhe 60 d, 22175 Hamburg
Für Hamburg ist der Verkehr ein wichtiges Zukunftsthema. Um die hohe Lebensqualität in der Metropole zu erhalten, muss Mobilität neu gestaltet werden. Das Konzept Fahrradstadt Hamburg will dazu einen Beitrag leisten. An immer mehr Straßen werden Radstreifen eingerichtet und die Zahl der
Stellplätze besonders vor U- und S-Bahnhöfen wird erhöht. Als gesundes und umweltfreundliches Verkehrsmittel wird Rad fahren in Hamburg immer beliebter. Gleichzeitig gibt es Befürchtungen, die Förderung des Radverkehrs könnte den Berufs- und Warenverkehr behindern. Wie diese Interessengegensätze zukunftsorientiert gelöst werden können, soll beim Karlshöher Gespräch diskutiert werden.

Auf dem Podium:

  • Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion
  • Dr. Philine Gaffron, Verkehrswissenschaftlerin an der TUHH
  • Stefanie Miczka, Referentin für Verkehr beim ADFC Hamburg
  • Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin der Stadt Hamburg
  • Carsten Willms, Leiter der Abteilung Technik und Verkehr beim ADAC Hansa

Moderation:

  • Michael Liebert, Fachreferent bei der Hamburger Klimaschutzstiftung.

Eine Veranstaltung von: Hamburger Klimaschutzstiftung, Zukunftsrat Hamburg, ADFC und UmweltHaus am Schüberg.

G20 in Hamburg – worum geht es?

Der G20-Gipfel in Hamburg wird mit Spannung, aber auch mit Sorge erwartet: Wird er dem offiziellen Motto gerecht, im Interesse der Menschen „die vernetzte Welt gemeinsam (zu) gestalten“? Oder wird er weiter den Eigeninteressen mächtiger internationaler Akteure den Weg ebnen? Wir bieten Hintergrundinformationen: Wie ist die G20 entstanden? Wie sind die Teilnehmer legitimiert? Was wird auf dem Treffen entschieden? Mit Helmut Janßen-Orth (AK „Wirtschaft neu denken“ des UmweltHauses am Schüberg).
Veranstalter sind UmweltHaus am Schüberg, der Zukunftsrat Hamburg und die Katholische Akademie Hamburg. Die Veranstaltung findet am Montag, 29. Mai 2017, um 19 Uhr in der Katholischen Akademie Hamburg, Herrengraben 4, 20459 Hamburg statt (Nähe S-Bahnstation Stadthausbrücke) statt. Der Eintritt ist frei.


In eigener Sache

„Tomorrow“ im Abaton 

Am 22.5. um 20 Uhr zeigt das Abaton-Kino in einer Gemeinschaftsaktion vom Zukunftsrat Hamburg, Springer Backwerk, den Effenberger-Bäckereien, der Initiative Gentechnikfrei Hamburg und der Loki-Schmidt-Stiftung den beeindruckenden Dokumentarfilm „Tomorrow“.
Darin reisen die Schauspielerin Melanie Laurent und der Umweltaktivisten Cyril Dion getrieben von der Frage „In welcher Welt werden unsere Kinder leben?“ um die Welt und besuchten Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.
Entgegen vieler anderer Dokumentarfilme zum Thema entlässt „Tomorrow“ die Zuschauer dabei mit leichtem Herzen und einem vertrauensvollen Blick in die Zukunft. Wir laden herzlich ein und empfehlen den Film mit Nachdruck.

Zukunftsrat gründet „Freund_innen des Zukunftsrates“

Um engagierten Hamburger_innen die Möglichkeit der aktiven Mitarbeit im Zukunftsrat auch ohne Mitgliedschaft in einer NGO zu ermöglichen, haben wir die „Freund_innen des Zukunftsrates“ gegründet.
So ist eine Mitarbeit in allen Arbeitsgruppen des Zukunftsrates möglich und Interessierte können sich für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Stadt und Region direkt und ohne bürokratische Hürden einsetzen.
Gegen eine jährliche, in der Höhe selbstgewählte, Spende ist eine Mitgliedschaft jederzeit möglich. Die „Freund_innen des Zukunftsrates“ können, wie jede andere Mitgliedsorganisation auch, ein Mitglied in den Koordinierungskreis des Zukunftsrates wählen lassen.
Wir freuen uns auf Ihre/ Eure Anfrage.
Kontakt: breiding@zukunftsrat.de


Hamburg

Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen

Können die Folgen des Klimawandels bereits in der aktuellen Stadtplanung berücksichtigt werden? Eine Studie der HafenCity Universität Hamburg (HCU) hat sich dem komplexen Aufgabenfeld genähert, indem sie die Themenfelder der Überflutungs- und Hitzevorsorge in den Fokus der Betrachtung gestellt hat. Im Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie Hamburg (BUE), hat die HCU Hamburg Lösungsansätze im Umgang mit dem Klimawandel anhand von zwei innerstädtisch stark verdichteten Hamburger Quartieren in St. Georg und Winterhude entwickelt – die auch auf andere Metropolen übertragen werden können.
Bereits heute sind viele hoch verdichtete Stadtquartiere in Hamburg aufgrund ihrer baulichen Dichte und ihres hohen Versiegelungsgrades der Böden von extremen Regenereignissen und sommerlicher Hitze betroffen. Die Entwicklung wird sich fortsetzen: Als Folge des Klimawandels muss sich Hamburg – wie viele Metropolen – künftig auf vermehrte Starkregenereignisse mit Überschwemmungen sowie erhöhte Temperaturen und längere Trockenperioden im Sommer einstellen. Quelle: idw- Informationsdienst Wissenschaft

Mobile und stationäre ökologische EcoToiletten in Hamburg

Immer wieder sieht man die altbekannten Chemietoiletten auf Veranstaltungen und Baustellen. Problematisch ist nicht nur der Einsatz von Chemie, sondern auch der hohe Verbrauch von Frischwasser. Das muss nicht sein!
Die EcoToiletten GmbH bietet eine nachhaltige Alternative. Sie vermieten Komposttoiletten für Veranstaltungen in ganz Deutschland. Außerdem bieten sie stationäre, öffentliche EcoToiletten zum Kauf. Komposttoiletten sind vom Prinzip her umweltfreundlich und geruchlos. Sie funktionieren ohne Wasser und Chemie, da nach jedem Toilettengang Sägespäne zugegeben werden, die die Feuchtigkeit aufsaugen. Das macht die EcoToiletten hygienisch und geruchlos. Das gesammelte Material wird im Anschluss kompostiert und nährstoffreicher Boden entsteht. Außerdem wird ein umfassender Service angeboten, sodass man sich um nichts Gedanken machen muss. Mit einem Standort in Hamburg soll nun auch der Norden Deutschlands ideal mit Komposttoiletten versorgt und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen werden. Weitere Informationen findet man unter www.ecotoiletten.de.


Über den Tellerrand

Die Klima-Allianz Deutschland feiert Geburtstag

Vor zehn Jahren, im April 2007, haben sich mehr als 40 Organisationen aus breiten Teilen der Zivilgesellschaft zu einem einzigartigen Bündnis zusammengeschlossen. Die Klima-Allianz Deutschland engagiert sich seither erfolgreich für mehr Klimaschutz in Deutschland und weltweit. Dieses Engagement ist angesichts der globalen politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen wichtiger denn je.

Auch der Zukunftsrat Hamburg ist Mitglied der Klima-Allianz und gratuliert dem Bündnis ganz herzlich. Weitere Informationen unter www.die-klima-allianz.de.

Monsanto Tribunal: Rechtsgutachten wird verkündet

Am 18. April ab 15 Uhr werden die Richter des Monsanto Tribunals in Den Haag öffentlich ihr Gutachten und ihre Empfehlungen verkünden. Es wird dazu einen Live Stream auf Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch geben.

Am 16. und 17. Oktober trafen sich 30 Zeugen und Fachleute aus aller Welt in Den Haag anlässlich des Monsanto Tribunals. Die fünf Richter aus verschiedenen Kontinenten hörten Zeugenaussagen von direkt Betroffenen. Außerdem wurden Studien präsentiert, die dokumentierten, welche Auswirkungen die Produkte und Geschäftspraktiken des amerikanischen Pestizid- und Saatgutkonzerns Monsanto haben. Weitere Informationen zum Monsanto Tribunal finden Sie in unseren Berichten aus Den Haag vom vergangenen Jahr und im Archiv.
Das im Oktober gesammelte Material war so umfangreich, dass sich die Richter 18 Wochen der Durchsicht und der Meinungsfindung gewidmet haben, berichten die Organisatoren des Monsanto Tribunals. Quelle: Monsanto Tribunal

Zum Thema: Ökozid könnte Tatbestand für das internationale Recht werden

„Wir erwarten ein umfangreiches und wichtiges Rechtgutachten", so die Organisatoren. Die dem Tribunal vorsitzende Richterin Françoise Tulkens, frühere Vize-Präsidentin des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, sagte im Oktober zum Abschluß der Anhörungen: „Wir werden unser Rechtsgutachten an Monsanto und an die Vereinten Nationen (UN) adressieren. Dies wird dazu dienen, der Rechtsprechung und anderen Richtern eine Basis zu geben. Wir, die Richter  des Monsanto-Tribunals haben Zeugnisse gehört und darüber beraten. Es bestehen Chancen, dass das Völkerrecht neue Themen wie solche, die mit Ökozid verbunden sind, berücksichtigen wird." Quelle: bio-markt.info

 

24 EU-Staaten tun zu wenig für Paris

Um öffentlich zu machen, wo die EU-Staaten bei der Erfüllung des Paris-Abkommens mitziehen und wo sie blockieren, haben die europäischen Umweltorganisationen Transport & Environment und Carbon Market Watch ein Ranking entwickelt. Es ordnet die 28 Staaten danach, wie konstruktiv oder destruktiv sie sich im europäischen Gesetzgebungsprozess zur Einhaltung der Pariser Beschlüsse verhalten. Angeführt wird die Liste von Schweden, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Schlusslicht ist Polen. Hinten liegen neben weiteren osteuropäischen Staaten auch Spanien und Italien. Quelle: klimaretter.info 


Publikationen und Studien

Weltwasserbericht 2017 erschienen

Zwei Drittel der Weltbevölkerung leben in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr von Wasserknappheit betroffen sind. Die Nachfrage nach Wasser wächst weltweit und damit auch die Menge und Schadstoffbelastung von Abwasser. Wird Abwasser ohne angemessene Behandlung in die Umwelt abgeleitet, schädigt dies die Gesundheit, die Wirtschaftskraft, die Qualität der natürlichen Süßwasservorkommen und die Ökosysteme.

Der Weltwasserbericht 2017, herausgegeben von der UN seit 2004,  spricht sich für einen Paradigmenwechsel aus: Statt Abwasser aus Privathaushalten, Landwirtschaft und Industrie als Problem zu betrachten, sollte es als Quelle von Rohstoffen genutzt werden. Der Bericht „Abwasser – die ungenutzte Ressource“ zeigt, wie Abwasser angesichts der steigenden Wassernachfrage als alternative Quelle der Wasser-, Energie- und Rohstoffversorgung an Bedeutung gewinnt. Beispielsweise können die in Schmutzwasser und Klärschlamm enthaltenen Phosphate und Nitrate in Düngemittel verwandelt werden. Quelle: UNESCO

 

Die „Stadt für Morgen“: Deutlich mehr Geld für Busse und Bahnen nötig

Schlechte Luft, Lärm, Staus, zu wenig Grün – viele Menschen in Städten plagen diese Probleme. In einer neuen Publikation skizziert das Umweltbundesamt (UBA), wie eine Stadt der Zukunft aussehen kann, die lärmarm und grün ist und in der die Menschen umweltfreundlich unterwegs sind. Kernelement dieser „Stadt für Morgen“ ist ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr. Ergänzt wird dieser um Fuß- und Radverkehr sowie elektrisch angetriebene, automatisiert fahrende Carsharing-Autos. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger: „Saubere Luft, Ruhe und mehr Grün in der Stadt – das geht nur mit mehr Bussen und Bahnen und mit weniger Autos. Der öffentliche Personennahverkehr ist das Rückgrat der Stadtmobilität. Er muss aber gestärkt werden und vor allem ausreichend finanziert sein. Wenn wir umweltschädliche Subventionen endlich abbauen und die Gelder in den ÖPNV umschichten, gelingt das auch.“ Möglich wäre das: Die umweltschädlichen Subventionen des Verkehrssek tors belaufen sich derzeit auf mehr als 28 Milliarden Euro pro Jahr. Für einen leistungsstarken ÖPNV wären pro Jahr nur rund elf Milliarden Euro nötig (Angabe des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, VDV). Quelle: Umweltbundesamt 

 

Neue Urbane Agenda für nachhaltige Entwicklung in deutscher Sprache

Die Neue Urbane Agenda, die bei der dritten Stadtentwicklungskonferenz Habitat III der Vereinten Nationen (UN) im Oktober 2016 in Quito in Ecuador beschlossen wurde, ist inzwischen auch von der UN-Generalversammlung gebilligt worden. Mit der UN-Resolution vom 23. Dezember 2016 liegt die Neue Urbane Agenda damit auch in deutscher Sprache vor. Die Neue Urbane Agenda bietet einen Orientierungsrahmen für die nachhaltige Stadtentwicklung der Zukunft. Die Beiträge der subnationalen Ebenen – von Kommunen, aber auch von zivilgesellschaftlichen Akteuren – werden dabei als „genauso bedeutsam“ wie die der Nationalstaaten anerkannt. Quelle: UN


Internet-Tipps

Luftverschmutzung selber messen

Viele deutsche Städte haben enorme Probleme mit Feinstaub. Vor allem Stuttgart hat in letzter Zeit in dieser Hinsicht Schlagzeilen gemacht, allerdings dicht gefolgt von der Stadt Hamburg. Das OK Lab Stuttgart hat nun ein Projekt initiiert, das es den Menschen ermöglichen soll, selbst Messungen zur Feinstaubbelastung anzustellen und diese zu veröffentlichen. Auf einer eigens dafür angelegten Webseite finden sich Bauanleitungen für Feinstaubmesser, die so selbst Laien selber bauen und in Betrieb nehmen können. Mit einem großen Netz von Feinstaubsensoren will das Projekt diese Daten sammeln und visualisieren und dadurch mehr Transparenz schaffen. Eine Karte mit über 300 Messpunkten ist schon jetzt einsehbar.

Mehr erfahren unter http://luftdaten.info/.


Wettbewerbe und Ausschreibungen

Einsendeschluss für 2. Hamburger Zukunftspreis wird verlängert bis 30.6.

Bis zum 30.6.2017 können sich Jugendliche und junge Erwachsene bis 35 Jahren aus dem Raum Hamburg für den Hamburger Zukunftspreis bewerben Der Zukunftspreis fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen – im Sinne der UN-Konferenz für Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) sowie des Weltgipfels von Johannesburg 2002 -  und ist mit insgesamt 5.000 Euro für die fünf erstplatzierten Vorschläge dotiert. Das Preisgeld wird von der Effenberger Brot für die Zukunft Stiftung zur Verfügung gestellt.

Mehr über die Kriterien für die Auswahl und den Bewerbungsbogen finden Sie hier.


Termine

Alle Termine finden Sie auf unserer Webseite

 
 
 

Impressum

 
   
  Vertretungsberechtigter Vorstand: Dirk Grah, Margit Bonacker, Knut Möller, Rolf de Vries
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: VR 15535
ISSN 1614-9122

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